Fear Factory – Replica (1996; Demanufacture)

Ein Montag, fast wie aus dem Bilderbuch. Nach zahlreichen Monaten der sinnlosen Lohnarbeit endlich mal wieder einen Tag frei und selbst das Wetter spielt mit. Check! Ausserdem wird der Zürcher Böögg heute pünktlich um 18 Uhr traditionell über einen guten oder  schlechten Sommer entscheiden. An und für sich ein schöner Anlass und man darf gespannt sein, was uns in den nächsten Monaten erwarten soll. Somit alles mehr als nur Tip Top. Nur passt da die heute begonnene und mindestens 3 Wochen dauernde Komplett-Sanierung des Bades sowie der Küche im Haus nicht ganz ins Programm. Unmenschlicher Lärm seit 7 Uhr in der Früh, kein Wasser, keine Heizung, nur sporadisch Strom und das Dixie-Klo im Hof war schon am Vormittag von den Arbeitern verpisst gewesen. Von den bestimmt mit Asbest verseuchten Staubwolken und dem sonstigen Chaos will ich gar nicht erzählen. Dummerweise hab ich ab nächster Woche dann auch noch Urlaub. Bleibt also nicht viel übriges als relaxen, viel Bier trinken – Wasser hat es ja keins – dazu ungesunde Flips verputzen und den Lärm mit ordentlicher lauter Musik zu bekämpfen. Bang your Head!

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Sodastream – Little by Little (2017)

Facebook kann zwischendurch auch mal ganz nützlich sein. In diesem Falle erblickte ich kürzlich einen Beitrag vom Kollegen Jens, seines Zeichens Chefguru beim GutesHoerenIstWichtig-Blog, welcher da mit einem neuen Profilbild für ein neues Sodastream-Album Werbung betrieb. Dem ersten seit 11 Jahren und ehrlich gesagt, hab ich nach deren Split auch nicht mehr mit einer neuen Platte gerechnet. Umso erfreulicher also diese Nachricht und es vergingen auch nur wenige Stunden und die Platte fand erfolgreich den Weg auf meinen Rechner. Das erste Mal angehört wurde das Teil aber erst anderntags auf dem Arbeitsweg. Etwas, das ich öfters machen sollte, denn ich freute mich schon lange nicht mehr so sehr auf die aus dem Mund stinkenden Fressen im morgendlichen Gedränge der öffentlichen Zürcher Verkehrsbetriebe. Sodastream haben bei mir übrigens einen Sonderstatuts, vor allem auch weil beim Hören derer Musik unweigerlich immer wieder schöne Erinnerungen an einen äusserst heissen, also klimabedingt heissen, Sommer im australischen Melbourne auftauchen. Die damals sehr hippen Architecture in Helsinki spielten wieder einer ihrer zahlreichen Abschiedsshows. Sodastream durften einen dieser Abende eröffnen und hinterliessen bei mir einen bleibenden Eindruck. Somit anderntags schwer verkatert in den örtlichen Plattenladen gestolpert und mir gleich, die bis dato komplette Discographie inkl. fancy Shirt gekauft. 2008 oder so hatte sich dann die Band, wie erwähnt, aufgelöst um dann lange 9 Jahre später mit Little by Little Call Me Appetite haufenweise Freudentränen aus seine müden Augen zu locken.  Ja! Soooo gut ist diese Platte geworden. Ich fühlte mich beim erstmaligen Hören dann doch mindestens 15 Jahre jünger – notabene um 07.45 Uhr am Morgen. Wann habe ich sowas zum letzten Mal eigentlich erlebt?
Zu den Fakten. Sodastream waren ja bislang als ziemlich ordentliche Handwerker mit Fachausweis im Bedienen von Bratsche, Cello, Akustikgitarre, Bass und Schlagzeug bekannt. Vor allem die ersten 3 Alben bestachen durch spröde Schönheit und fesselten mit ihren ungewöhnlichen Melodien verpackt in intimer Atmosphäre. Man darf beim Hören ihrer zahlreichen Kleinodien ruhig auch ein wenig an die jungen Belle & Sebastian denken. Das Grundrezept wurde dann auf Little by Little auch nicht gross angetastet. Zu hören gibt es 10 neue Songs zum verlieben und vergöttern. Musikalisch ein wenig lüpfiger als auch schon, ohne dass jedoch die feinfühlige Melancholie vergangener Arbeiten abhanden gekommen ist. Selbst Karl Smiths traurige Stimme klingt noch immer gleich zart und schüchtern wie damals vor einer halben Ewigkeit und so darf man hier mal wirklich von einer gelungenen „Reunion“ sprechen. Eine, die unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient hat, vor allem auch in Zeiten solcher musikalischer Schwerverbrecher wie Bruder Mumford & seinen Idioten. Little by Little ist somit so far der beste Release in diesem Jahr und für einmal gibt es das gesamte Album als Song des Tages im Stream. Abschliessend bleibt anzumerken, dass es sich hier um einen uneingeschränkten Kauf- und Hörtipp handelt. Viel Freude.

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Tocotronic – Zucker (2015; Tocotronic)

Die deutsche Rockgruppe Tocotronic, seines Zeichens absolut liebste Band Call Me Appetites, soll sich gemäss Beitrag im Fratzenbuch derzeit im Studio zwecks Aufnahme eines neuen Albums befinden. Solche Infos sind natürlich immer Grund zur Freude. Diverse weiterführende Recherchen ergaben, dass bereits Mitte Juni ein Album namens Coming Home by Tocotronic erscheinen soll. Ob es sich hier wirklich schon um neue Musik handelt oder vielleicht doch nur um eine weitere Abzock- und Mitläufercompilaton aus dem Hause Warner Music kann mir derzeit noch keiner beantworten. Daher heisst es, sich weiterhin mit Social Media auf dem Laufenden halten und bei dem einen oder anderen Kommentar von Hassan Shariatmadari, einem iranischen Oppositionspolitiker, den Like Button betätigen, oder, vielleicht doch besser, die alten Tocotronic-Scheiben auflegen. Let there be Rock.Unbenannt.JPG5

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Laura Marling – Don’t Pass Me By (2017; Semper Femina)

Die vergangenen Osterfeiertage sind schnell zusammengefasst. Viel Schlaf sowie 13 Reasons Why. Dazwischen gab es dann auch mal ein wenig Musik ab Konserve . Damn. von Kendrick Lamar drehte ein paar Runden. Stimmungstechnisch war ich dann aber trotzdem mehr von Semper Femina, dem neuesten Album von Laura Marling angetan. Fragiler britischer Folk, der aber gerne auch mal mit einer ordentlichen Ladung Strei­cher und anderen Schön­hei­ten aufzutrumpfen weiss. Kurz: Wiederum ein superbes Album der jungen Songwriterin, die sich mehr und mehr zur Joni Mitchell unserer Generation entwickelt. Tipp!

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Sleater Kinney – Words & Guitar (1997; Dig Me Out)

Im Herbst 1997 lernte ich in der Aktionshalle der Roten Fabrik meinen seitdem treuesten Begleiter, den Tinnitus, kennen und hassen. Auf der Bühne präsentierten Sleater Kinney mit ordentlich lauten Gitarren – es muss also in einer Zeit vor der Dezibel-Begrenzung gewesen sein – ihren damaligen aktuellen Longplayer Dig Me Out. Die Ohren glühten danach dunkelrot. Dig Me Out feierte übrigens letztes Wochenende den 20. Geburtstag und lärmt seit dem mal wieder etwas öfters als auch schon im heimischen Klangkosmos. Den Test der Zeit hat Dig Me Out übrigens hervorragend überstanden und so werde ich diese Tage noch den einen oder anderen Longplayer der Band entstauben.

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The Cardigans – Erase & Rewind (1998; Gran Turismo)

Heute Morgen dummerweise beim nervösen Rumfuchteln mit einem Lappen und dem damit verbundenen Ziel, die aggressiv-verwirrte Wespe zu verjagen, den kurz zuvor frisch aufgebrühten Kaffee über T-Shirt, Hose und dann noch viel dümmlicher, über meine neue Ledertasche geschüttet. Dabei hätte dieser Montag ausnahmsweise ja so entspannt begonnen. Somit wäre eine Erase & Rewind Möglichkeit, per Knopfdruck notabene, mal gar nicht so unangebracht.

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Saint Etienne – Heart Failed (In The Back Of A Taxi) (2000; Sound Of Water)

Gute Laune und Sonnenschein am Freitag.  Grund genug also, um mal wieder in der umfangreichen Kiste der Popklassiker zu wühlen.

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