Tiny Vipers – Swastika (2007; Hands Across The Void)

Die beiden auf dem nordwestamerikanischen Kult-Label Sub Pop erschienen Alben von Tiny Vipers strotzen nur so von beklemmender Melancholie und hermetischer Trostlosigkeit. Immer ungemein berührend und ganz wichtig, Tiny Vipers driftet nie ins weinerliche ab. Die Musik entsprechend spärlich instrumentiert. Akustische Gitarre, viel Hall und eine wenig Marble Index, das Muss reichen. Ein Soundtrack, aufgenommen für den nie enden wollenden Winter. Oder für die wohl bald wieder kommenden Tage in der Isolation.

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Robert Plant & Alison Krauss – It Don’t Bother Me (2021; Raise The Proof)

Erinnert sich noch jemand an die wunderbare Zusammenarebit zwischen Rockdinosaurier Robert Plant und Bluegrassprinzessin Alison Krauss? Auch nach all den Jahren höre ich mir das mit viel Westernromantik gespickte Raising Sand immer noch sehr gerne an. Man darf bei diesem mit sechs Grammys ausgezeichneten Album also getrost von einem zeitlosen Klassiker sprechen. Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen, die Welt ist eine andere, die Gesellschaft sich mehr und mehr am spalten. Da tut so ein wenig von der eben erwähnten verhaltenen Westernromantik dem geschundenen und zusätzlich vom Herbstblues geplagten Herzen so richtig gut. Und eines ist schon sicher. Kommenden Freitag werde ich nach dem Aufstehen und noch vor dem ersten Kaffee des Tages Raise The Roof, die neue Zusammenarbeit von Plant und Krauss anspielen. Die Vorfreude auf ein hoffentlich weiteres tolles Album ist riesig. Die Trackliste resp. die Auswahl an neu interpretierter Songs ist schon mal lesenswert. u.a. dabei auch mein Lieblingssong von Calexico. Die beiden hörbaren Zückerli Can’t Let Go (Lucinda Williams) und vor allem It Don’t Bother Me (Bert Jansch) sind aber definitiv wiederum von einem anderen Planeten und lassen die Sonne an einem weiteren grauen Tag wie heute im Herzen scheinen. Aber bitte hören sie selbst!

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Nick Cave & The Bad Seeds – Vortex (2006 resp. 2021; B Sides and Rarities 2)

Über Nick Cave muss ich euch wohl nichts mehr erzählen. Eine Legende, der Mann. Pünktlich aufs Weihnachtsgeschäft steht Teil 2 seiner B-Seiten und Raritäten-Sammlung in den Läden und erfreut das saisonal etwas schwermütige Popherz. B-Seiten ja bei vielen Künstler oft Ausschussware, nicht so bei Herrn Cave. Für die meisten Songs auf der Compilation würde so manch/e Künstler/-in sein/ihr letztes Hemd hergeben. Eine wahre Freude diese Veröffentlichung und der Zeigefinger klebt auch schon seit Tagen auf der Repeat-Taste. Song des Tages, ja gar des Jahres, das bisher unveröffentlichte Vortex aus dem Jahre 2006. Meine Güte, ist das gut!

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Raphaël – L’année la plus chaude de tous les temps (2017; Anticyclone)  

Caravane, das nunmehr auch schon 15 Jahre auf dem Buckel hat, findet auch heute noch mit aller Regelmässigkeit den Weg in den CD-Schacht. Ein wirklich wunderbares Album, das ich jedem, der dem Französischen nicht abgeneigt ist, empfehlen kann. Leider hab ich dann die diversen Nachfolgealben zu lange an der überragenden Qualität von Caravane gemessen und nach wenigen Hördurchgängen ins Regal gestellt. Der Nachfolger Je Sui Que La Terre…. find ich zwar nach all den Jahren immer noch durchschnittlich aber ab Pacific 231 darf man bei Raphael wieder blind zugreifen. Vor allem die beiden letzten Alben Anticyclone und Haute Fidélité gehören zum besten, was das musikalische Frankreich in den letzten Jahren zu bieten hatte. Bitte hören Sie!

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Handsomeboy Technique – Long Slow Distance (2021; Technique)

Für Freunde der gepflegten Sampleverarbeitung, hier noch eine schöne Entdeckung aus Japan. Handsomeboy Technique. Wunderbar!

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Twerps – Dreamin (2011; The Twerps)

Zwar auch schon 10 Jahre alt, aber erst jetzt entdeckt. Die australischen Twerps mit ihrem feinen Indie-Pop. In Zeiten, in der alles dunkler und dunkler wird ein kleines Stück Sonneschein.

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Snowy Band – Call It A Day (2021; Alternate Endings)

Die Temperaturen in den hiesigen Breitengraden nähern sich immer schneller dem Gefrierpunkt. Zumindest nachts ist es schon ordentlich frisch. Da kommt dieses Produkt namens Snowy Band aus Australien gerade richtig. Meist ruhiger, melancholischer Indie-Lo-Fi Pop, den man am liebsten unter der Bettdecke eingekuschelt hören möchte. Freunde von Big Thief und ähnlichem dürfen hier gerne blind zugreifen.

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Nik Kershaw – The Riddle (1984; The Riddle)

Amüsant, wie sich die Internetcommunity in den “Comments” über den Textinhalt von The Riddle gegenseitig austauscht. Ich zumindest hab dann doch ein paar Minuten mitgelesen, obwohl ich ja eigentlich nur diesen lästigen Ohrwurm, welchen ich mir heute beim Frühsport via einer Spotify-80s Playlist eingefangen habe, weiterverbreiten wollte. Daher nun alle miteinander …near a tree by a river there’s a hole in the ground…..

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Tocotronic – Jugend ohne Gott gegen Faschismus (2021)

Youth against fascism. Song des Jahres! Punkt.

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The Underground Lovers – The Rerun (2017; Staring at You Staring at Me)

As time goes by. Sind nun doch auch wieder ein paar Wochen seit dem letzten Posting vergangen. Ja, ich war definitiv auch schon aktiver am Schreiben. Einerseits fehlen aber immer noch coronabedingt irgendwelche supertollen Abenteuer über die man berichten könnte, andererseits sind die täglichen Ausflüge mit den Kindern zum Spielplatz zwar persönlich immer ein Highlight, aber interessiert das die Mitmenschen dann wirklich auch? Eher nicht!

Und so poste ich nun nach langer Zeit mal wieder einen Song, der mir ziemlich gefällt. Einer, den ich nun auch schon seit ein paar Tagen beim Duschen pfeife und beim bald täglichen Morgensport immer wieder gerne höre. The Rerun der australischen Underground Lovers. So eine gute Band, die ja noch zig andere Ohrwürmer im Repertoir führt. Und falls einer doch an meinem Alltag zumindest visuell teilnehmen möchte, der adde mich doch bei Instagram. Da gibts aktuell mehr zu berichten als auf diesem Kanal.

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