Nicolas Jaar – Cenizas (2020; Cenizas)

Endlich! Nun auch auf dem Babyboomer-Medium-Nummer 1 erhältlich und somit penibel ordentlich im heimischen Regal unter J wie Jochen eingeordnet. Sehr schön wie der Chilene auf dem Album zwischen Neuer Musik, Ambient, Mantra Rock, Noise und wilden Saxofon Orgien hin und her pendelt. Und mit dem gleichnamigen Titeltrack untermalt Nicolas Jaar auch gleich die winterlichen Nebelschwaden morgens um halb 4. Also, falls ihr dann mal nicht schlafen könnt….

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#Live is Life

Every minute of the future
Is a memory of the past

RIP Diego Armano Maradona

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Sophia – Gathering The Pieces (2020; Holding On/Letting Go)

Schwermut Galore. Sophia haben hier ein weiteres Kleinod tieftrauriger Musik aus dem Ärmel geschüttelt. Man möchte dazu stundenlang weinen. Wunderschön.

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Vasco Rossi – Vita Spericolata (1984; Va Bene, Va Bene Cosi)

Den treuen Lesern dürfte durch den einen oder anderen früheren Beitrag schon bekannt sein, dass ich mir irgendwann ein grosses Flair für die Canzoni der italienischen 80-er Jahre, also aus einer Zeit lange vor dieser, angelacht habe. Meist werden beim Hören der Schnulzen auch immer wieder viele Erinnerungen an die zahlreichen Familien-Urlaube an der italienischen Riviera präsent. Okay, die stundenlangen Autofahrten, eingepfercht zwischen Koffern und Taschen auf dem Rücksitz des unklimatisierten Toyotas meiner Eltern müssen nicht mehr wirklich sein. Wobei!, die Stopps zwecks Betankung und Erholung bei Panini Crudo e Mozzarella und einem leckeren Aranciata bei einer der vielen Filialen von Autogrill würden dann wohl wegfallen. Und genau bei diesen Stopps wusste man dann doch auch immer, dass der Urlaub nun endlich so richtig begonnen hat. Während meine Mutter traditionell auf dem Beifahrersitz die ganze Fahrt verpennte, ging ich in den heissen und nach Abgasen stinkenden italienischen Nächten mit meinem Vater meist ein wenig die Füsse vertreten und während er den einen oder andere Espressi trank, spazierte ich neugierig durch die schmalen Passagen der Raststätten-Shops und musterte die mit Dingen überfüllten Regale, die ich so, wenn überhaupt, nur von Rai Uno her kannte. Die meiste Zeit verbrachte ich aber schon damals vor den Musikregalen. Immer mit der Hoffnung, eine Kassette mit cooler Musik zweckes Unterhaltung für die restlichen Stunden in Gefangenschaft, geschenkt zu bekommen. Und da in den Raststätten nebst den üblichen internationalen Superstars sehr oft mit Musik aus Italien gehandelt wurde, sprangen mir auch immer wieder Namen von Bands und Musikern vor die Linse, von denen ich zu Hause in der Schweiz noch nie was gehört hatte. Einer hiess doch tatsächlich Raf, also wie die deutschen Terroristen, die einen damals auf den zahlreichen Fandungsplakaten mürrisch angeschaut haben. Fand ich schon eher komisch und wusste auch nicht, ob man das nun wirklich cool finden sollte. Und da war natürlich auch immer die eine oder andere Kassette vom italienischen Enfant terrible Vasco Rossi zu finden. Sein Livealbum Va Bene, Va Bene Cosi – Wiki sagt: ein Megaseller vor dem Herrn – war über Jahre hinweg an vorderster Front ausgestellt, egal in welchen Laden man ging. Mir fiel das Cover mit dem langhaarigen Mann mit Sonnebrille. dem ollen Adriano C. nicht unähnlich, zum ersten Mal in eben einer dieser zahlreichen Raststätten irgendwo zwischen Mailand und Genua auf, konnte die Musik da aber noch nicht wirklich zuordnen und da ich mir meist nur eine Kassette so alle 3-4 Monate als Geschenk aussuche durfte, musste die Wahl schon sehr genau überlegt sein. Unnötige Risiken wurden tunlichst vermieden. Obwohl, Vasco Rossi war Mitte der 80-er alles andere als ein unbeschriebenes Blatt, zumindest in Italien. Schon wenige Stunden später, an der Bar des Strandabschnittes wo Vater und Mutter sich für 2 Wochen Stühle und Kabine gemietet haben, beschallte der junge, gut aussehende Barkeeper die meist weibliche Kundschaft, die wiederum sich wohl auch gerne das bisschen mehr von ihm erhofft haben, mit eben dieser einen Liveplatte von Signor Rossi. Das sollte dann noch für ein paar Jahre so weitergehen. Andere Schauplätze, andere Menschen, aber immer die gleichen Hmynen. Selbst als ich Anfang der 90-er mit meinen norditalienischen Feriengspändli im örtlichen Pub meine ersten halblegalen Camparis getrunken habe, wählte jung wie alt immer und immer Songs aus Va Bene, Va Bene Cosi in der damals noch existierenden Jukobox. 2020 würde man wohl Siri zurufen, “ey spiel mal was von Vasco Rossi”. Egal. Das Album ist und bleibt ein Klassiker. Und wenn die Fans lautstark die Generationenhymne Vita Spericolata mitsingen, stehen meine Nackenhaare stramm!

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Tocotronic – Hoffnung (2020)

Let’s face it. 2020 ist wohl gelaufen. Die Kneipe am Eck wird bald wieder schliessen, die Kinder begeben sich erneut ins isolierte Selbststudium und das alljährliche Weihnachtsfest wird Zwanzigzwanig in Millionen kunterbunter Video-Chaträumen zelebriert. Immerhin, ich muss nicht nüchtern bleiben, da nach dem einen externen Festschmaus keine Autofahrt mehr mit mir als Piloten ansteht. Das alles mag vielleicht etwas überspitzt klingen, aber eines ist sicher: Der Winter wird düster. Die Regierung hierzulande, wie auch die Kollegen nördlich, westlich, südlich und östlich von uns sind ja schon jetzt heillos überfordert und schieben sich den schwarzen Peter lieber gegenseitig zu, als zu agieren. Das macht aktuell wahrlich keine Freude. Generell bereitet momentan wenig Freude, mal abgesehen von dem einen oder anderen Schlumi am Abend um den bitteren Nachgeschmack des vergangenen Tages runterzuspülen. AA ahoi! Besser vielleicht neue Hobbies? Jetzt endlich mal auf einen Marathon trainieren? Viel zu anstrengend, auch wenn es im Kampf gegen den Wohlstands- und Coronabauch langsam nötig wäre. Dann lieber gemütliche Alternativen wie neue Musik, Bücher, TV-Serien und natürlich, Geldmaximierung dank zu Hause isoliert rumlungern! Das wird wohl der Stoff aus dem die Hoffnung in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten zögerlich keimt. Bon week-end!

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Ween – Tried & True (2003; Quebec)

Wenn beide Kinder zeitgleich ohne Murren und Dooftun einschlafen, dann ist dies wahrscheinlich den Fakebrüdern Dean & Gene Ween, die im Wohnzimmer via Stereoanlage musizierten, zu verdanken.

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Bon Jovi – Blood in the Water (2020; 2020)

Zu Jon Boy und Mannschaft muss man wohl nicht mehr viel sagen. Man hasst oder man liebt sie. Weiteres entnehme man diesem Blog.

Nun ist endlich 2020 draussen. Ein grosser Wurf! Ein musikalischer Zeitzeuge, der den Scherbenhaufen U S of A im Jahre 2020 portraitiert. Unerwartet politisch und oft auch sehr melancholisch und nachdenklich. No more I love you’s! Und dann irgenwann taucht gegen Ende des Album diese Perle vor dem Herrn auf. Ich behaupt jetzt mal, mit Blood in the Water knallt uns Jon gar einer seiner Besten überhaupt vor den Latz. Dry County lässt grüssen. Gänsehaut. Hymne. Gross!

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Bill Callahan – Let’s Move To The Country (2020; Gold Records)

Hello, I’m Johnny Cash scherzt der gute Bill Callahan zu Beginn seiner mittlerweile 18. Platte – Arbeiten unter dem Moniker Smog miteingerechnet. Gold Record ist vielleicht nicht seine beste Platte, aber dafür wahrscheinlich diejenige mit den besten Songzeilen seiner Karriere. Generell hat Bill einiges zu erzählen. Grosse Worte, meist mit sparsamer Musik untermalt. Als Anpspieltipp werfe ich mal die leicht umgeschriebene Version seines 99-er “Hits” Let’s Move to the Country” in die Runde. Let’s start a family/ Let’s have a baby/ Or maybe two. Goldig wie der Herbst.

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John Mellencamp – Longest Days (2008; Life, Death, Love and Freedom)

 Life is shortEven in its longest days.

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Lee Ranaldo – Ambient Loop For Vancouver (2015)

Es passiert so nichts. Auch hier im Blog ist es still geworden. Zeit also, mal wieder von neuer Lieblingsmusik zu berichten. Dazu gehört definitiv das schwer melancholische Ambient Loop for Vancouver aus der Feder des Sonic Youth Gitarristen Lee Ranaldo. Gut, ist nicht mehr ganz neu, soll aber nicht unerwähnt bleiben. ALfV ist sowas wie der perfekte Soundtrack zum Roadmovie im eigenen Kopf. Musik um bei Regen gedankenverloren aus dem Fenster zu schauen. Und wenn das alles etwas anstrengend ist, eignen sich die Loops auch gut zum entspannen auf dem Sofa. 1 Song, 53 Minuten. Hier, weil nicht anders gefunden, in der arg gekürzten 8 Minuten Version. Und ich muss schon sagen, für experimentelle Musik aus der Sonic Youth-Maschine ist das hier doch ziemlich catchy. Balsam für die geschundene Seele. Empfehlung!

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