Archiv der Kategorie: Song des Tages

Zeal & Ardor – Gravedigger’s Chant (2018; Strange Fruit)

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Die Dauerflieger vom Zuckerhut hatten gestern Abend gegen den Aussenseiter aus der Schweiz Grosses vor.  Neymar hatte zur vermeintlich heissen Samba-Party im Vorfeld ein Huhn geschlachtet, dieses blond gefärbt und es sich auf den Kopf gestellt, doch Krieger Behrami stand dann dem eitlen Gockel mehr als nur einmal auf die stets hübsch polierten Schuhe. Und so endete die Schlacht von Rostow, wie sie enden musste, mit einem von der Schweiz solide gemauerten 1-1.  Donald Trump und sein Schäferhund Rüdiger wären mit Sicherheit auch so stolz auf die Nati, wie ich.

#wirwerdenWeltmeister

 

 

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Mar Seck – Sibouten (2013; Vagabonde – From Super Cap-Vert to Number One/ Unreleased Recordings 1969-1980)

Im Institut gibt es derzeit nicht viel zu tun. Ausserdem sind sämtliche wichtige Personen bereits ausgeflogen resp. waren schon seit Tagen nicht mehr hier. Somit tat ich, was ich in solchen Situationen immer tu: Türe zum Büro schliessen, Lehne vom Bürostuhl nach hinten kippen und mich mental auf das bevorstehende, harte Wochenende – Fussball und Bier stehen auf dem Programm –  einstellen. Und da ich heute, wie eigentlich meist, das kleine Büro für mich ganz allein hatte, durfte zwischen Tagträumen und Marathon-Däumchen-Drehen auch noch ein wenig Musik von Mar Seck aus dem Rechner scheppern. Von dem kam vor ein paar Jahren via Teranga Beat (also vom Label, welche auch die ausgezeichneten Karantamba entstaubt haben) eine ziemlich nette Compilation mit Crossover-Musik zwischen kubanischem Liedgut und senegalesischer Folklore. Grossartig.

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Smashing Pumpkins – Solara (2018; Live @ Jimmy Fallon)

Billy Corgan, der Uncle Fester des Alternative Rocks und Grossmeister der misanthropischen Breitwandgitarren, rumpelt seit wenigen Monaten bekanntlich wieder mit Dreivierteln seiner früheren Mannschaft durch die Gegend. Einzig D’Arcy Wretzky ist (noch) nicht von der Partie. CMA berichtete sicherlich schon über dieses freudige Ereignis. Nun gibts seit wenigen Tagen den ersten Comeback-Song auf dem Silbertablett serviert. Und seien wir doch ehrlich, das hat noch ordentlich Luft nach oben. Vor allem die Vocals sind etwas gar komisch abgemischt. Grundsätzlich ist Solara aber bei weitem auch nicht so schlecht, wie die vielen Netzreaktionen einem weiss machen wollen und so bleibt die Vorfreude auf eine neues klassisches Smashing Pumpkins Album weiterhin bestehen.  Und weil es heute so herrlich dauerregnet (endlich), noch einen DER 90-er Jahre Teenage-Angst Klassiker als Zugabe. So sollte es sein.

PS: nice Neuauflage des Zero-Shirts, die da Mr. Corgan ausführt.

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Lykke Li – Jaguars in The Air (2018; So Sad So Sexy)

Frühmorgens im Bett auf dem Rücken zu liegen, die Hände unter dem Nacken verschränkt, und ernsthaft zur Stubendecke hinaufzublicken, ist eine fruchtbringende und anstrengende Tätigkeit

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Skee Mask – Flyby VFR (2018; Compro)

Endlich mal wieder was Aktuelles, hier auf dem Kanal. 2018 bietet zwar bislang wenig tolles, das wenige aber umso hörenswerter. Compro, vom aufstrebenden Münchner Produzenten Skee Mask,  gehört definitiv und jetzt schon zu den Klassikern des Jahrgangs. Hätte ja mein Soundtrack zum letzten München Wochenende werden sollen. Doch vor lauter Biertrinken und Essen ging das Musik hören irgendwie unter. Selbst der Versuch, vor dem Einschlafen noch ein paar Tracks zum Runterkommen anzuhören scheiterte grandios. Schätzungsweise 30 Sekunden nach Start der Musik befand ich mich bereits im fernen Tal der Träume. Mitschuld sicher auch der leckere Rosemary-Gin-Mix in dieser einen Bar in der Müllerstrasse. Die Tage danach war ich dann nicht so in Stimmung für elektronische Musik und es brauchte dann erstmal wieder einen Aufenthalt in der Aargauer Pampa bei Frau Mama. Ihr wisst schon, „Bueb, bei diesen Temperaturen musst du viel trinken„. Das tat ich dann auch. Und noch mehr hab ich Skee Mask gehört. Beim Sport, beim rumgammeln und natürlich auch beim Trinken. Eine riesige Scheibe, die sehr an die Breakbeat/Drum & Bass Grosstaten der 90-er erinnert. Auch Freunde von den etwas weniger wilden Aphex Twin-Sachen könnten hier durchaus Spass dran haben. Perfekter Soundtrack für nächtliche Autofahrten auf den Autobahnen dieser Welt. So wie damals, nach einem langen Tag resp. Nacht an der Bad Bonn Chilbi, als wir im Morgengrauen Richtung Sonnenaufgang rasten und Underworld’s Something Like A Mama uns im wahrsten Sinne des Wortes geflasht hat. Auf Compro gibts dann gleich 12 Stücke, die Flashpotential haben. Übrigens eine Platte, die auch meinem treuen Leser ChezJanniz super gefallen dürfte. Highly recommended.

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Supergrass – Alright (1995; I Should Coco)

Die Fussballweltmeisterschaft in Russland steht bekanntermassen vor der Tür. Während die deutsche Nationalelf sich derzeit tief im Jammertal befindet, wusste gestern die Schweizer Nati in Spanien gegen den Titelanwärter Nummer 1 zumindest resultatmässig zu glänzen. Natürlich rannte man 90 Minuten meist hoffnungslos dem Ball hinterher, trotzdem macht das Gezeigte ein wenig Hoffnung für die kommenden Spiele.  Wobei, man hat ja schon früher mal sensationell gegen die Spanier resultatmässig geglänzt hat, das Turnier dann aber im Anschluss mit den anderen beiden Spielen klassisch schweizerisch versemmelt. Hätte, wäre, würde, für Fussball-Verschwörungstheorien ist es derzeit eh viel zu warm und somit schnallt man sich lieber den wieder angesagten Bucket Hat um, trinkt viel Bier – bei den Temperaturen ist die Flüssigkeitsaufnahme ja besonders wichtig –  und hört, ganz altmodisch und laut, Britpop aus den seligen 90-ern.

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Karantamba – Satay Muso (1984; Ndigal)

Es macht im Moment keinen Spass zu arbeiten. Okay, Arbeit hat mir noch nie wirklich Spass bereitet. Derzeit jedoch besonders wenig. Schuld daran ist vor allem diese scheiss stickige Hitze im Büro Nummer 66, also dem schlecht isolierten Loch gleich unter dem Dach. Schon am Morgen beim Öffnen der Türe erschlägts dich fast. Wie soll ich da auch nur halbwegs fehlerfrei meinen buchhalterischen Aufgaben nachkommen können? Konzentration fast nicht möglich. Da klicke ich, halb im Bürosessel liegend, doch lieber ein wenig im Internet rum und höre mir dann und wann afrikanische Musik aus einer Zeit vor dieser an. Neueste Entdeckung ist ein Re-Release von 1984. Karantamba heisst die Combo aus Gambia und die grooven gewaltig. Ein wahre Freude, am heutigen Tag. Es fehlt zum kurzfristig persönlichen Wohlbefinden einzig noch ein kühles Weizen, welches dann in nicht allzuferner Zeit auf dem Heimweg noch folgen wird.

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