Archiv der Kategorie: Song des Tages

The Smashing Pumpkins – Thirty Three (1995; Mellon Collie & The Infinite Sadness)

Während meine Wenigkeit in den letzten Tagen von einer sich seltsam anfühlenden Schwermut umhüllt ist, die unter anderem zu radikalen Aktionen wie Haare abrasieren führte (über freiwillige Besuche im Muckicenter berichtete ich ja schon), trugen der olle Billy Corgan und sein ehemaliges Gspändli D’Arcy Wretzky einen öffentlich-zickigen Bitchfight aus. Billy hat sich ja bekanntlich mit seinen anderen Ex-Smashing Pumpkins-Weggefährten versöhnt, nur mit der ehemaligen Bassistin wollte dies bislang irgendwie nicht so recht klappen. Aber sowas soll ja in den besten Familien der Welt vorkommen. Was man seitens der wiederformierten Smashing Pumpkins in naher Zukunft erwarten darf, wird in gut 8 Stunden auf der Webseite offiziell verkündet werden. Ich tippe mal auf eine neues, von Rick Rubin produziertes Doppelalbum inklusive Albumteaser sowie eine ausgiebige Reuniontournee. Blamage galore, also. Bis zur endgültigen Auflösung des Rätsels hinter dem mysteriösen Online-Liveticker hat man also noch genügend Zeit, sich ein wenig anhand der aufgewärmten Banklassikern in der Vergangenheit zu suhlen und/oder sich ich eine Billy Corgan-Gedenkglatze zu rasieren. Ja.

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Falco – Zuviel Hitze (1982; Einzelhaft)

Der österreichische Rundfunk widmete ihm gestern Abend ein Sondersetting. Er war ja auch Superstar, er war populär, er war so exaltiert because er hatte Flair. Die Rede ist natürlich von Johann Hölzel alias Falco, der vorgestern vor 20 Jahren in der domenikanischen Republik bei einem Autounfall tragisch ums Leben kam.

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Rollins Band – Liar (1992; Weight)

Henry Rollins ist mein neues Vorbild! Jedenfalls was seinen kräftigen, ja ziemlich muskulösen Körperbau betrifft. Mussten sich doch letzthin beim Hausarzt meine vor ein paar Jahren hinterlegten, ziemlich veralteten Daten einer kleinen Anpassung unterziehen lassen. So wurde ich unter anderem gezwungen, mich auf die Waage zu stellen.  Dummerweise war ich just vor dem Arztbesuch noch in der örtlichen Fastford-Bude und hab es mir da ziemlich gut gehen lassen. Die Bestätigung folgte sogleich in Form einer Zahl im oberen 80er Bereich. Uups, hab ich in so kurzer Zeit 10 Kilo zugelegt? Wobei, ehrlich gesagt, mir das ja auch aufgefallen ist. Die Lieblingshemden spannen am Bauch schon seit längerem, ich wollte es einfach nicht so wahrhaben und sowieso, ein Sportler wie Roger Federer, der ja gleich gross ist wie ich, stemmt gerade mal knapp 2 Kilo weniger auf die Wage, welche ich ohne vorgängige Fastfood-Orgie locker erreicht hätte.  Dazu kommt, dass Rogers Gatorade bestimmt gleichviel Kalorien wie König Ludwig und seine diversen Untertanen in so einer handlichen Flasche versteckt. So vieles mach ich eben doch nicht falsch! Mein Bauch kann sich leider dann aber trotzdem nicht mit dem von Roger messen und so sieht man mich nun seit 2 Wochen immer mal wieder in der Muckibude schwitzend und keuchend an irgendwelchen komischen Geräten rumhampeln.  Im Visier stets den doch ziemlich imposanten Body von Henry Rollins – und vor allem das Bier im Anschluss. Pure Vernunft darf niemals siegen.

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Kreidler – Reflections (1996; Weekend)

Hatte ich schon erwähnt, die wie toll die neue Scheibe aus dem Hause Tocotronic ist? Jedenfalls gilt meine Leidenschaft für mindestens die nächsten 3 Monate der Unendlichkeit. Selbst die kleine Celia Emiliana lauschte heute beim Baden andächtig mit, als Dirk von Lowtzow einmal mehr aus seinem spannenden Leben berichtete. Damit der Kanal in der nächsten Zeit nicht ganz stillgelegt ist und ich euch mit meinem Tocotronic-Fantatismus nicht noch mehr nerve, gibts vorerst immer mal wieder längste vergessenen Klassiker von früher bis heute. Den Anfang machen Kreidler aus Düsseldorf mit ihrem melancholisch eingekrauteten Reflections. Wer hier vor ein paar Wochen schon To Rococo Rot mochte, der wird das hier lieben!

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Tocotronic – Electric Guitar (2018; Die Unendlichkeit)

Teenage Riot im Reihenhaus. Die nächsten 3 Monate oder so will ich nichts mehr anderes hören als die Unendlichkeit. Gestern nach der Lohnarbeit bei ein paar dunklen Weizenbieren aus dem Hause König Ludwig – für besondere Momente nur das beste – das Album 5x am Stück durchgehört. Die Verzückung ist, wie eingangs angedeutet gross. Richtig gross! Hier gibts irgendwie alles, was man sich aus 25 Jahren Tocotronic erhofft hatte und trotzdem ist auf dem 12. Studioalbum alles anders als zuvor. Poetisch, autobiographisch, ausgetüftelt und nostalgisch, um mal ein paar wenige Adjektive in den Raum zu werfen, wurde dieses erneute Überwerk  stilistisch äusserst abwechslungsreich und dichtverwoben mit Farfisa- und Hammond-Orgeln, Streicherarrangements, diversen Synthesizern, Stimmverzerrung und andere Effekten angereichert. So fallen einem bei so viel Klangvielfalt beim Hören so schöne Referenzen wie Prefab Sprout, Roxy Music, Hüsker Dü und Steve Reich ein. Und mit Alles was ich immer wollte war alles gibts auch wieder einen Slogan um die tristen Wände der globalisierten Bahnhofsunterführungen dieser Stadt zu verschönern. Repeat-Taste ahoi und somit jetzt schon Album des Jahres!

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Belle & Sebastian – We Were Beautiful (2017; How To Solve Our Human Problems Part 1)

Bevor dann ab morgen für ein paar Wochen die Tocotronic-Festspiele beginnen, hier noch mein aktueller Lieblingssong. Wie schon auf dem Vorgängeralbum zuhauf vertreten, graben die Schotten Belle & Sebastian auch auf We Were Beautiful die Dance-Music-Keule aus, ohne jedoch die Melancholie ihrer früherer Grosstaten zu verleumden. Riesiges Ding!

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The Goon Sax – Boyfriend (2016; Up To Anything)

Bevor es morgen wieder so richtig ernst wird, aka Start des neuen Jobs, wird der heutige, herrlich verregnete Sonntag – und das ist mein vollster ernst, denn nichts ist schöner als ein kühler und verregneter Sonntag – ein wenig mit Biertrinken, der Go-Betweens Bio (Grant & I von Robert Forster) lesen und Musik hören verbracht. Es bietet sich jetzt noch mehr als sonst schon an, die alten Lieblingsplatten der Australier zu entstauben. Bereit liegt jedoch The Goon Sax mit ihrem herrlich-schrammeligen Indiepop. Somit bleibt das Ganze in der Familie und Forster Junior darf sich, sollte die Qualität des Debüts in Zukunft gehalten werden, auf eine ähnlich kultige Zukunft freuen.

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