Tag Archives: Noise

Nicolas Jaar – Cenizas (2020; Cenizas)

Endlich! Nun auch auf dem Babyboomer-Medium-Nummer 1 erhältlich und somit penibel ordentlich im heimischen Regal unter J wie Jochen eingeordnet. Sehr schön wie der Chilene auf dem Album zwischen Neuer Musik, Ambient, Mantra Rock, Noise und wilden Saxofon Orgien hin und her pendelt. Und mit dem gleichnamigen Titeltrack untermalt Nicolas Jaar auch gleich die winterlichen Nebelschwaden morgens um halb 4. Also, falls ihr dann mal nicht schlafen könnt….

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Swans – The Sound (1996; Soundtracks For The Blind)

dffsdfsd.jpgIch kann mich nicht oft genug wiederholen, aber ich bin soooooo froh, dass sich diese elende Dauerhitze, dieser mühsame Dauersonnenschein und der damit verbundene, allgegenwärtige Outdoorterror sich definitiv in Richtung südliche Hemisphere verabschiedet haben. Es gibt m.E. ja sowieso nichts schöneres, als an einem tristen Sonntagmorgen einsam durch die noch neblige Landschaft zu streifen. Und wenn dann aus der Kopfhörer, der bei mir standardmässig immer dabei ist, noch passende Musik dazu spielt, ist das dann schon eine ganz angenehme Sache. Und im Gegensatz zum Sommer, wo meine Wenigkeit doch die etwas konventionellere Musik bevorzugt, schreit mit dem ersten Kälteeinbruch und vor allem mit dem nasskalten Dauerregen der Höhrsensor sofort nach etwas “schwerer” und manchmal auch tiefgründigeren Musik. So dann auch bei dem erwähnten sonntäglichen Streifzug durch die Zürcher Waid, welche nicht weit von den heimischen vier Wänden entfernt ist. Wobei es schon mehr ein leichtes Rennen als Streifzug war, aber beim derzeitigen, ziemlich desolaten Fitnesszustand meinerseits, mussten ich mir doch die eine oder andere Ruhepause gönnen. So entstand dann “im Rehsprung” auf der Waid dieses hübsche Herbstfoto. Unterhalten wurde ich dabei mit den guten alten Swans und deren Soundtracks for the Blind. Definitv eine der 10 Platten für die einsame Polarinsel. Also eine Platte die man uneingeschränkt lieben sollte. Nicht ganz ohne Grund, habe ich das Teil auch gleich zum Klassiker der Woche erkoren. Soll doch diesen Freitag ein neues Album der erneut reformierten Swans folgen. Bin ja schon mächtig gespannt, wie Michael Gira und seine Swans 4.0 klingen werden.  Bis dahin wird die wenige Zeit die noch totgeschlagen werden kann mit den ebenerwähnten Soundtracks, die übrigens heute auf den Tag genau vor 23 Jahren erschienen sind,  verbracht. Und wer noch nicht Fan des Doppelalbums ist, der wird es jetzt und hört sich doch mal bitte subito das über 13 minütige, monumentale The Sound an. Gäääääänsehaut versprochen. 

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Sonic Youth – The Diamond Sea (1995; Washing Machine)

Erstmal ein wenig Besinnlichkeit mit dem wohl besten Sonic Youth-Song aller Zeiten bevor dann am morgigen 1. Mai böse Ziegelsteine und Molotows durch die Luft fliegen und zum ewigen Klassenkampf gegen die Ausbeutung des Menschen aufrufen.

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Nisennenmondai – A (2015; Live at Clouds Hill)

Unlängst ist das von mir bereits letztes Jahr in Japan erstandene (Bericht hier), fünfte von Adrian Sherwood produzierte Album der Kraut-Noise-handgemachter Techno-Dub-weiss der Geier da oben was-Band Nisennenmondai ausserhalb dem Land der aufgehenden Sonne erschienen. Wer noch nicht reingehört hat und mit den bereits erwähnten Koordinaten was anfangen kann, sollte da mal reinhören. Ist auf den ersten Blick eine relativ monotone Geschichte, kann aber in passenden Momenten eben dann doch genau das richtige sein. Man denke da nur schon mal an stundenlange nächtliche Autofahrten.  Auch die DJ’s dieser Welt haben Freude an den drei Japanerinnen gefunden und so tauchen ihre Tracks in den letzten Monaten auch immer öfters in irgendwelchen DJ-Setlists auf. Gefallen gefunden hab auch ich an der Mucke und hab mich seit September kontinuierlich bis zu den noch eher noisigen Bandanfängen zurück gearbeitet. Vor allem Live macht das ziemlich Spass, wie man auch dem heutigen Song des Tages entnehmen kann. Enjoy!

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Mike & The Melvins – Chicken n Dump (2016; Three Men and a Baby)

Ostereier suchen mit Mike und den Melvins. Wenn das nicht Spass macht, dann weiss ich auch nicht mehr.

 

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Endon – Parricide Agent Service (2014; Mama)

Krach und Japan, das funktioniert bekanntermassen sehr gut. Meistens jedenfalls. Somit hau ich euch noch einen weiteren Song  aus dem Lande der aufgehenden Sonne vor dem Latz. Und was für ein Teil! Die zarten Gemüter  unter den Lesern Call Me Appetites verzichten evtl. auf die kommenden 3.40 Minuten Lärm, den was Endon auf einen losprügeln ist definitiv nichts für sensible Ohren. Schon lange hat mir keine Platte mehr so dermassen den Kopf weggeblasen, wie Mama. Letzteres hat vermutlich auch sehr viel mit der hormonellen Abstumpfung im vorgeschrittenen Alter zu tun. Trotzdem, so etwas wildes, chaotisches, lärmiges und intensives hab ich in meinem Leben selten gehört. Krach galore! Und wenn der Schreihals erstmal so richtig loslegt, schrumpfen selbst dem schwärzesten aller schwarzen norwegischen Satansanbeter die Hoden auf Erdnussgrösse, so düster und hammerhart zugleich präsentieren sich die Japaner Endon auf Mama. Kurz: purer Wahnsinn und somit verdientermassen Call Me Appetites most favorite fucking new Band. Tripple Geil.

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Nisennenmondai – #5 (2015; #N/A)

Tokyo ist gemäss Wikipedia mit 37.843 Millionen (!!!!) Einwohnern die grösste Metropolenregion der Welt. Da ist das beschauliche Zürich, welches sich gerne als Weltstadt sieht, mit gut einer Million allertiefste Bauern-Provinz dagegen. Immerhin hat Zürich gegenüber Tokyo einen Vorteil, wenn auch nur am Wochenende: Nachtbusse resp. Züge. In Tokyo, selbst am Wochenende, ist kurz nach Mitternacht Schluss mit lustig und man verbringt die Nacht somit in den Clubs, im Taxi, einem Stundenhotel oder in einer der zahlreichen Schlafkapseln. Eigentlich schade, gäbe es doch beim spätnächtlichen Heimfahren soviel gute Musik zum Hören. Zum Beispiel die neue, von Andrew Sherwood produzierte, Platte des Experimentaltrios Nisennenmondai. Das Trio, vielleicht dem einen oder anderen schon von früheren, etwas noisigeren Veröffentlichungen her bekannt, hat mit #N/A ihr bislang minimalstes Album eingespielt. Sehr krautig und mit jeweils ein paar wenigen Gitarrenloops garniert gibt es hier so etwas wie den perfekten, nächtlichen Nachhausefahrsoundtrack zu hören. Check it out!

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Sinéad O’Connor – Black Boys on Mopeds (1989; I Do Not Have What I Haven’t Got)

Nach den gestrigen, 2 Stunden und 20 Minuten Noiserock-Attacken der Swans in der überhitzten und von haufenweise nach Schweiss stinkenden Männern besuchten Roten Fabrik fuhr ich dann kurz vor Mitternacht doch ziemlich glücklich aber erschöpft mit dem Bus ans andere Ende der Stadt. Meinetwegen hätte ja die Krachorgie noch ein zwei Stunden weitergehen dürfen, aber Michael Gira und Mannschaft waren dann halt doch auch ziemlich ausgelaugt. Sind ja auch nicht mehr die jüngsten und das Gebotene war einmal mehr sensationell und somit war es gut wie es war. Im Bus dann die Kopfhörer übergestülpt, die Playtaste betätigt und da weitergehört, wo am Morgen das Gedudel aufgehört hatte. Natürlich kein Noise – wann will ja ruhig in den Tag starten – aber nicht minder böse, zumindest die Worte, im Song von Sinéad O‘ Connor. Und so fuhr ich begleitet von Sinéad und ihrem 1989-er Output durch die laue Sommernacht nach Hause wo mich ähnliche Innentemperarturen wie in der Roten Fabrik erwartet haben. File under Sommer 2015

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#A Little God in My Hands

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Swans im Ziegel oh Lac/Zürich (14.07.2015)

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Nirvana – Moist Vagina (1993; All Apologies B-Seite)

Alles wurde darüber in den letzten Jahren schon gesagt und geschrieben und trotzdem widmen sich derzeit inflationär viele Musikmagazine dem legendären letzten Album von Nirvana. Und wie es halt bei solchen Jubiläen ist, müssen sich jetzt auch noch die Enkelkinder der Putzfrau und der pensionierte Automechaniker des Pizzalieferdienstes der Pachyderm Studios mit den schier unglaublichsten Geschichten brüsten und uns, ob wir wollen oder nicht, erzählen, wie es damals wirklich war. Entsprechend verzichtet Call Me Appetite auf weiteres fachliches Geplänker, denn ihr wisst ja eh schon alles über dieses In Utero. Lassen wir lieber die Musik sprechen und die gehört trotz oder gerade wegen ihrer Zerrissenheit auch 20 Jahre später noch immer zum feinsten, was je aufgenommen wurde. Happy Birthday.

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