Tag Archives: Album des Jahres

Nick Cave & The Bad Seeds – Ghosteen (2019; Waiting For You)

Vom spindeldürren und bleichen Junkie zum Songwriter introvertierter und schmerzerfüllter Songs. Der gute Nick Cave hat schon einiges in seinem Leben mitgemacht. Besagte Drogen, Mörderballaden und vor 4 Jahren dann den plötzlichen Tod seines 15 jährigen Sohnes, worüber die Songs u. a. auf seinem mittlerweile 17. Album mit den Bad Seeds – es gibt ja noch zahlreiche Filmmusiken und sonstige Outputs mit dem guten Mann – handeln.  Ghosteen ist ein Doppelalbum, und das bislang ruhigste seiner Bad Seeds-Karriere. Mehr Spoken Word als Gesang, mehr Ambient als exzentrische Instrumentalisierung. 11 Songs die einsamer, sehnsüchtiger, flehender, um mal ein paar wenige passende Adjektive in den Raum zu stellen, nicht sein könnten. Perfekter Soundtrack um bewaffnet mit Parka und Kopfhörern draussen im Regen spazieren zu gehen. Gut möglich, dass ich hier bereits vom Album des Jahres spreche Absolut grossartigstens. Absolut.

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Kacey Musgraves – Oh, What A World (2018; Golden Hour)

IMG_2120.jpgSommer im Zürcher April. Oh, what a World! Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass dieses Kacey Musgraves Bubblegum-Country-Pop-Album namens Golden Hour der Überhammer ist? Und gerade bei Sonnenschein und einem Kaffee auf dem Balkon macht diese Hitsammlung, anders kann ich es wirklich nicht nennen, gleich noch viel mehr Spass.  Hörtipp!

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Tocotronic – Electric Guitar (2018; Die Unendlichkeit)

Teenage Riot im Reihenhaus. Die nächsten 3 Monate oder so will ich nichts mehr anderes hören als die Unendlichkeit. Gestern nach der Lohnarbeit bei ein paar dunklen Weizenbieren aus dem Hause König Ludwig – für besondere Momente nur das beste – das Album 5x am Stück durchgehört. Die Verzückung ist, wie eingangs angedeutet gross. Richtig gross! Hier gibts irgendwie alles, was man sich aus 25 Jahren Tocotronic erhofft hatte und trotzdem ist auf dem 12. Studioalbum alles anders als zuvor. Poetisch, autobiographisch, ausgetüftelt und nostalgisch, um mal ein paar wenige Adjektive in den Raum zu werfen, wurde dieses erneute Überwerk  stilistisch äusserst abwechslungsreich und dichtverwoben mit Farfisa- und Hammond-Orgeln, Streicherarrangements, diversen Synthesizern, Stimmverzerrung und andere Effekten angereichert. So fallen einem bei so viel Klangvielfalt beim Hören so schöne Referenzen wie Prefab Sprout, Roxy Music, Hüsker Dü und Steve Reich ein. Und mit Alles was ich immer wollte war alles gibts auch wieder einen Slogan um die tristen Wände der globalisierten Bahnhofsunterführungen dieser Stadt zu verschönern. Repeat-Taste ahoi und somit jetzt schon Album des Jahres!

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Jeans for Jesus – Europe (2017; Pro)

Snapseed

Gute Laune kurz vor vier auf dem heimischen Balkon. Die Vorbereitungen für den grossen Fussballshowdown der Schweizer Nati gegen Ronulldo resp. Portugal heute Abend sind bereits getätigt. Netterweise prätscht auch noch die Herbstsonne ordentlich runter und somit steht einem ersten Bierchen auf dem Balkon mit Blick auf Zürichs architektonischen Schandfleck Nummer 1 nicht mehr viel im Weg.  Zum perfekten Wohlfühlmoment darf dann die passende musikalische Untermalung in Form des potenziellen Albums des Jahres natürlich nicht fehlen. Life is Beautiful!

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Prefab Sprout – The Best Jewel Thief in The World (2013; Crimson/Red)

Ich glaub, ich hab hier schon mal erwähnt wie toll und gut und super Crimson/Red, die prefab sproutsche Zeitreise zurück in die Spätachtziger ist. Popmusik in absoluter Perfektion. Ich komm da gar nicht mehr aus dem Schwärmen raus. Ab morgen Freitag dann auch im Plattenladen oder beim Streamingdienst deines Vertrauens! Das scheint auch das derzeitige Highlight zu sein, denn sonst dümpelt das Leben des alternden Call Me Appetite gerade ein wenig vor sich her. Immerhin traf ich am Sonntag im ehrwürdigen Fussballstadion der Aargauer Kantonshauptstadt mal wieder mit einer sensationellen Torvorhersage voll ins Schwarze (leider nicht für das mir doch sehr sympathische Heimteam) und im Zwischenhoch dieses Faktes wurde dann zurück in den heimischen vier Wänden als erstes ein Lotto-Schein ausgefüllt. Für die angepeilten sechs Richtigen hat‘s dann, ihr ahnt es schon, einmal mehr nicht gereicht. Immerhin hatte ich in einem der vier gekauften Felder zwei Richtige, was doch eine Zahl mehr ist als bei den letzten Versuchen den Jackpot zu knacken. Davon kaufen kann ich mir aber nichts und so überlege ich mir nun ernsthaft meine erträumten Millionen mit Sportwetten zu verdienen, obwohl das Leben, wie Boris Becker in seiner sicherlich strunzdummen, vor kurzem erst niedergeschriebenen Selbstverherrlichung ausnahmsweise mal treffend sagt, kein Spiel ist. Daher sollte ich doch auch endlich Nägel mit Köpfen machen und den örtlichen Juwelierladen ausräumem.

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