Nina Simone – Lilac Wine (1966; Wild Is The Wind)

Es gibt nur wenig Schöneres als mit Nina Simone in der Hitze zu schmachten.

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Converge – I Can Tell You About Pain/Eve (2017)

ARTE zeigte gestern Abend eine Art Doku über den Judas Priest Auftritt am Wacken 2015. Nebst diversen Livemitschnitten, liess man auch den einen oder anderen Fan und Musiker vor der Kamera rumblödeln. Das war dann doch um einiges unterhaltsamer als die m.E etwas lieblos runtergespielten, unnötig in die Länge gezogenen Songs der britischen Metallegenden. Noch viel peinlicher jedoch das Bühneoutfit der Herren, die sicherlich schon weit über die 60 Jahre alt sind. Logisch erwarte ich an einem Metalkonzert keine Musiker in beigen Gabardinehosen und dazu passenden hellbraunen Übergangsjacken, doch am Bein ausgestellte Lederhosen, ja generell labbrig sitzende und schlecht geschnittene Lederklamotten sind halt schon nicht so der Brüller, auch wenn genau dieses Outfit vor irgendwie 40 Jahren mal das Markenzeichen der noch jungen Judas Priest und dann anschliessend diverser Heavy-Metaller-Generationen wurde. Unappetitlich übrigens auch die struppigen Schamhaare die an Rob Halfords Kinn kleben. Geschmäcker sind nun mal verschieden, doch über die musikalische Relevanz von Judas Priest muss man definitiv nicht diskutieren.
Apropos Relevanz. In Sachen Brutalität, Schmerz, Leiden, Einsamkeit und Verlust gebündelt und in musikalische Form umgesetzt, gehören die Amerikaner Converge mit Bestimmtheit zur  Speerspitze, was in den letzten gut 20 Jahren auf den Markt kam. Nun gibts es nach etwas längerer Zeit mal wieder neues Hörmaterial der Band. Einerseits, die mit einem wunderbaren Videoclip untermalte Panikattacke namens I Can Tell You About Pain sowie auf der B-Seite das ziemlich Schizophrene, über 7-minütige Eve. Zwei absolut grossartige Songs, die mehr als nur Lust auf ein neues (?) Album machen.

 

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Japanese Breakfast – Diving Woman (2017; Soft Sounds From Another Planet)

Mittwoch ist seit geraumer Zeit der neue Montag. Zwar beginnt der Arbeitstag, wie meist jeden Tag, zwischen 5.30 Uhr und 6.00 Uhr, jedoch muss, um bei bei der Teilzeit-Lohnarbeit pünktlich anzukommen, eine etwas strengere Kadenz als Samstag bis und mit Dienstag angeschlagen werden. Da bleibt zwischen aufstehen, Kind im Hort abliefern und gut gelaunt im Büro aufkreuzen nur wenig Zeit für Spässe und ausserordentliche Aktivitäten. Immerhin: Donnerstag und Freitag ist man dann ja schon wieder ein wenig mit dem neuen Rhythmus vertraut. Heute aber der Supergau. Kind hat sich kurz vor dem Hausverlassen vollgekackt. Kann vorkommen. Hat man zeitlich auf dem Radar. Also schnell schnell Kleider und Windeln gewechselt. Kaum aber waren die Hände gewaschen, hat sich die Kleine dann auch gleich noch mit Kotze eingedeckt. Somit das mittlerweile routinierte Spiel nochmals von vorne und trotzdem noch pünktlich den 33-er Bus ins Seefeld erwischt. Vom mehr oder weniger ausgedehnten Frühstück, sprich 3 Tassen Kaffee ex und weg, konnte ich dann während der  gut halbstündigen Busfahrt träumen. Morgen dann hoffentlich wieder alles nach gewohnt strengem Zeitplan und somit wird nun noch in Ruhe das Frühstück nachgeholt. Japanische Machweise und absolut exzellent.

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Charlotte Gainsbourg – 5:55 (5:55; 2007)

Gestern besuchte ich mal wieder ein Züri West Konzert. Dieses Mal spielte die Combo auf dem noblen Zürich Berg am Live at Sunset Festival. Nobel war auch die Preise. Die Plätze auf der Tribüne kosteten doch glatt 170 Schweizer Franken! Züri West in Ehren, wer aber bezahlt solchen Wucher. Wie ich dann rausfand doch einige. Oder waren diese Herrschaften wie ich glückliche Menschen, die eine Bekanntschaft mit einem Sugar Daddy frönen? Man wird es im Nachhinein nie erfahren. Der Gig selber war toll und die Bilder dazu folgen noch, Ehrenwort. Einziger Vermutstropfen: Toucher wurde aus dem Programm gekippt. Trotzdem, es hat wie schon vor gut 7 Wochen ordentlich gerockt! Und immer wenn man in den letzten Jahren an einem Züri West Konzert war, möchte man nach dem nach Hause kommen, wie auch in den Tagen darauf, nicht Züri West CD’s hören, sondern sich von der sanften Stimme von Charlotte Gainsbourg einlullen lassen. Die Kenner unter den Lesern wissen, dass die Rede von der ziemlich gelungenen Charlotte Gainsbourg-Liebeserklärung namens 05:55 der alten Maschine, die noch immer lauft und lauft ist und definitiv als einer der zahlreichen Klassiker der Band angeschaut werden darf. In dem Sinne, Charlotte Forever.

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Elton John – Daniel (1973; Don’t Shoot Me I’m Only the Piano Player)

Da war ich nun zur Mittagszeit im stets geschäftigen Amsterdam. Das Ziel, die um Mitternacht beginnende Aufführung von Max Richters Sleep. 8 Stunden und ein paar Minuten dauert das Stück bekanntlich und so galt es vor dem Musikmarathon die Kräfte gut einzuteilen. Nichts wäre peinlicher, als schon nach 5 Minuten schnarchend sowie vermutlich noch besoffen dazuliegen und am nächsten Morgen dann vom Concierge unsanft geweckt zu werden. Noch peinlicher, weil mein gebuchtes „Bett“ sich in der Mitte der ersten Reihe befand. Somit galt es lange Märsche und Zechtouren durch die Stadt weit möglichst zu vermeiden. Doch was macht man gut 12 Stunden in Amsterdam, wenn nicht Trinken und die Kanäle rauf und runtergammeln? Genau! Und so begab ich mich schon kurz nach Ankunft in ein Pub unweit der Kaizersgracht, oder war es doch die Prinzengracht, egal, und wollte da meinen Durst mit einem Wasser löschen. Das Lokal gefiel mir auf anhin. In der Ecke stand ein Plattenspieler und darüber forderte ein Plakat auf, dass man doch seine Platten spielen soll und darf.  Drinnen kaum Betrieb. Ein aus vermutlich Asien stammender, junger Mann nutzte die Möglichkeiten des Wireless-Internets und die Servierdame legte grad neue Musik auf. Elton John‘s Daniel erklang aus den Boxen. Man kann über den guten Mann sagen und denken was man will. Er hat in einer Zeit, lange vor dieser, mal wirklich tolle Platten veröffentlich. Dazu gehört sicherlich auch Don’t Shoot Me I’m Only the Piano Player aus dem Jahre 73. Ein gute Stunde später verliess ich das Lokal mit ein paar Euronen weniger im Sack und dafür aber mit drei köstlichen holländischen IPA’s im Ranzen. Notabene grossen, ich hatte ja, wie eingangs erwähnt, ordentlich Durst. Um die wieder abzubauen, irrte ich nun ein paar Stunden in der Stadt rum. Auch keine gute Idee. Denn um 18 Uhr zählte mein iPhone bereits 32’489 getätigte Schritte. Und Durst hatte ich auch wieder. Somit ein gepflegtes Weizen in Schwiegervaters liebsten Supermarkt geholt, dazu ein paar Sushis und mich dann erstmal in der Nähe des legendären Concergebouw’s aufs Ohr gehauen. Sich in Amsterdam mal einfach so aufs Ohr hauen birgt aus eigener Erfahrung gewisse Risiken. Ungern erinnere ich mich an diese eine Nacht damals 1995 im Vondelpark. Ich hatte jedoch Glück und beim Erwachen waren meine Habseligkeiten noch alle da. Somit ging es dann doch relativ gut erholt zur Aufführung von Sleep und kann mit Stolz behaupten, ganze 4,5 Stunden des Konzerts bewusst erlebt zu haben. 2,5 am Anfang und 2 am Ende. Dafür erging es dem Kollegen auf der Pritsche hinter mir nicht so nach Wunsch. Erst krachte seine Liege zusammen, dann leerte er sich den Rotwein über die Klamotten und eine halbe Stunde später lag er dann laut schnarchend auf dem Rücken und erwachte erst wieder ne Viertelstunde vor Ende des Konzertes. Kann passieren, und wenn ich das so richtig beobachtet habe, schliefen die meisten schon kurz nach Beginn ein. Somit hätte ich ja vielleicht doch noch 2-3 Bier mehr trinken können.

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#Sleepless in Amsterdam

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Max Richter im Concertgebouw/Amsterdam (15.07.2017)

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Marconi Union – Blue Collar Parade (2011; Beautifully Falling Apart: Ambient Transmission Vol. 1)

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Sturm, Regen und meilenweite Tristesse. Endzeitstimmung an der Nordsee.

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