Category Archives: Sonntagmorgenmusik

Rogér Fakhr – (Such a) Trip Thru Time (2021; Fine Anyway)

Folk aus dem Libanon irgendwo zwischen Nick Drake und Cat Stevens, zeitlos und wunderschön. Die Songs sind zwar schon 45 Jahre alt, doch mehr als ein paar Kopien auf Kassetten gabs es damals nicht. Der Bürgerkrieg im Libanon tat sein übriges und Rogér Fakhr begrub seine musikalischen Ambitionen und wanderte stattdessen in die USA aus. Danke dem eifrigen Berliner Label Habibi Funk gibts nun Fine Anyway auch für die breite Masse und wer weiss, vielleicht gibts ja so ein neues Popwunder à la Rodriguez. Zu Wünschen wäre es dem guten Manne jedenfalls.

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Masha Qrella – Märchen (2021; Woanders)

Der Vertonung von Gedichten stehe ich eigentlich eher skeptisch gegenüber. Und dann noch von Thomas Brasch. Also nicht, dass ich den schlecht finden würde, ich kannte ihn bis vor Kurzem überhaupt nicht. Wären da also nicht noch die eine oder andere ziemlich ansprechende Rezension über Woanders in den Medien meines Vertrauens erschienen, ich hätte dem neuen Album von Masha Qrella wohl null Chancen gegeben. Nun, mittlerweile ist mir Thomas Brasch ein Begriff. Seine gesammelten Werke stehen mittlerweile in meiner kleinen aber feinen Bibliothek genauso wie dieses wunderbare Werk von Masha Qrella, ihrem ersten deutschsprachigen überhaupt. Die Texte, manchmal auch nur Fragmente, passen hervorragend zur den meist geisterhaft-träumerischen Klängen. Es gibt aber zwischendurch auch die Songs, etwa Maschinen, vorgetragen im Duett mit dem Ja PanikSpechtl , die auf pumpenden Housebeats basieren und bestens in die dunkle Clubnacht passen würden. Der Grundtenor bleibt jedoch ruhig und melancholisch, wie das im Duett mit Thomas Brasch’s Schwester Marion vorgetragene Märchen. Woanders ist für mich die bisherige Überraschung 2021 schlechthin und die 17 Songs bei 68 Spielminuten sind keine Sekunde langweilig oder unnötig. Anders gesagt, all Killer no Filler oder nochmals anders ausgedrückt: absolutetste Kaufempfehlung.

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#2020 – The Year In My Ear – Platz 2

Bob Dylan – Rough and Rowdy Ways

The Return of His Bobbnes. Und wie! Bestes Album seit irgendwie 25 Jahren. Vor allem die beiden wortgewaltigen Key West und Murder Most Foul am Ende des Album sind eine absolute Offenbarung. Singen kann der alte Mann ja schon längst nicht mehr – wobei konnte er das je richtig? Egal. Dafür rumpelt die Bluesband umso professioneller durch die 70 Minuten Albumlänge. Meisterwerk!

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The Cardigans – Communication (2003; Long Gone Before Daylight)

Mangels mich interessierender Neuheiten wird weiterhin in der Vergangenheit geschwelgt. Aber hey,  war schon ziemlich gut, diese Cardigans-Scheibe da. Ich mag mich noch gut erinnern, wie die Platte damals stundenlang aus dem damals schon antiken Autoradio schepperte und die eine oder andere kultige Fahrt musikalisch untermalte. Das Autofahren ist bei mir seit gut 15 Jahren aber nicht mehr en vogue, im Gegensatz zu Long Gone Before The Daylight, das noch immer regelmässig im CD-Schacht landet.

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Swans – The Sound (1996; Soundtracks For The Blind)

dffsdfsd.jpgIch kann mich nicht oft genug wiederholen, aber ich bin soooooo froh, dass sich diese elende Dauerhitze, dieser mühsame Dauersonnenschein und der damit verbundene, allgegenwärtige Outdoorterror sich definitiv in Richtung südliche Hemisphere verabschiedet haben. Es gibt m.E. ja sowieso nichts schöneres, als an einem tristen Sonntagmorgen einsam durch die noch neblige Landschaft zu streifen. Und wenn dann aus der Kopfhörer, der bei mir standardmässig immer dabei ist, noch passende Musik dazu spielt, ist das dann schon eine ganz angenehme Sache. Und im Gegensatz zum Sommer, wo meine Wenigkeit doch die etwas konventionellere Musik bevorzugt, schreit mit dem ersten Kälteeinbruch und vor allem mit dem nasskalten Dauerregen der Höhrsensor sofort nach etwas “schwerer” und manchmal auch tiefgründigeren Musik. So dann auch bei dem erwähnten sonntäglichen Streifzug durch die Zürcher Waid, welche nicht weit von den heimischen vier Wänden entfernt ist. Wobei es schon mehr ein leichtes Rennen als Streifzug war, aber beim derzeitigen, ziemlich desolaten Fitnesszustand meinerseits, mussten ich mir doch die eine oder andere Ruhepause gönnen. So entstand dann “im Rehsprung” auf der Waid dieses hübsche Herbstfoto. Unterhalten wurde ich dabei mit den guten alten Swans und deren Soundtracks for the Blind. Definitv eine der 10 Platten für die einsame Polarinsel. Also eine Platte die man uneingeschränkt lieben sollte. Nicht ganz ohne Grund, habe ich das Teil auch gleich zum Klassiker der Woche erkoren. Soll doch diesen Freitag ein neues Album der erneut reformierten Swans folgen. Bin ja schon mächtig gespannt, wie Michael Gira und seine Swans 4.0 klingen werden.  Bis dahin wird die wenige Zeit die noch totgeschlagen werden kann mit den ebenerwähnten Soundtracks, die übrigens heute auf den Tag genau vor 23 Jahren erschienen sind,  verbracht. Und wer noch nicht Fan des Doppelalbums ist, der wird es jetzt und hört sich doch mal bitte subito das über 13 minütige, monumentale The Sound an. Gäääääänsehaut versprochen. 

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Thin Lizzy – Running Back (1976; Jailbreak)

I’d rather be in Tokyo,  I’d rather listen to Thin Lizzy-oh. Kein schlechter Vorschlag für einen grauen Sonntagmorgen, den uns da die guten alten Belle & Sebastian vor ein paar Jahren in einem ihrer Songs predigten. Tokyo ist derzeit eher unrealistisch aber Thin Lizzy geht fast immer. Generell sollte die Menschheit ja viel mehr Thin Lizzy hören.

 

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Fathers Children – I Really Really Love You (2012: Eccentric Soul, Vol 13 – A Red Black Green Production)

Lange hatten wir keinen Soul mehr auf diesem Kanal. Da bietet sich der graue Sonntagmorgen bestens an, um beim einen oder anderen Kaffee in der heimeligen Küche ein paar Alltime-Favorites via Küchenboxen in das Herz des noch müden weissen Mannes zu manövrieren. Und da ich von Soul sehr wenig Ahnung habe, vertraue ich hier den Kollegen vom Numero Group-Label und ihrer meist exzellenten Eccentric Soul-Reihe blind. Check it out!

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Belle & Sebastian – Dog on Wheels (1997; Dog on Wheels EP)

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Ein Ohrwurm am Sonntagmorgen hat noch nie geschadet.

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Yo La Tengo – More Stars Than Here Are In Heaven (2009; Popular Songs)

IMG_2690.jpgProgramm für den heutigen Sonntag: im Wald rennen, Wohnung aufräumen, waschen, bei den diversen WM-Tippspielen mitmachen und ein wenig Bier trinken. Bevor ich aber mit dem Marathon-Programm starte, gibts nun zusammen mit der Kleinen an diesem noch jungfräulichen Morgen erstmal ein gemächliches Frühstück – in meinem Falle ein paar Kaffees –  auf dem Balkon. Dazu dürfen mal wieder die guten alten Yo La Tengo den Soundtrack liefern. Good start, würd ich mal behaupten.

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The Goon Sax – Boyfriend (2016; Up To Anything)

Bevor es morgen wieder so richtig ernst wird, aka Start des neuen Jobs, wird der heutige, herrlich verregnete Sonntag – und das ist mein vollster ernst, denn nichts ist schöner als ein kühler und verregneter Sonntag – ein wenig mit Biertrinken, der Go-Betweens Bio (Grant & I von Robert Forster) lesen und Musik hören verbracht. Es bietet sich jetzt noch mehr als sonst schon an, die alten Lieblingsplatten der Australier zu entstauben. Bereit liegt jedoch The Goon Sax mit ihrem herrlich-schrammeligen Indiepop. Somit bleibt das Ganze in der Familie und Forster Junior darf sich, sollte die Qualität des Debüts in Zukunft gehalten werden, auf eine ähnlich kultige Zukunft freuen.

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