Archiv der Kategorie: Musik

Tears for Fears – Shout (1985; Songs From The Big Chair)

IMG_3694.JPGPost-Shakey-Time Sadness Galore! Gestern auf heute an der Badenfahrt, dem vermutlich grössten, mit Bestimmtheit aber dem besten Volksfest der Schweiz ordentlich bis in die Morgenstunden gefeiert. Alles andere wäre auch absurd, den das Fest findet nur alle 10 Jahre statt, zumindest die grosse Variante davon, und wer weiss schon, wo wir in Zeiten wie diesen dann sein werden.  Bestes Volksfest auch, weil es halt nebst den liebevoll über Wochen hinweg gezimmerten, teils ziemlich kreativen Festbeizen wirklich für jede Zielgruppe irgendwo was passendes hat. Man muss nur gut schauen. So landeten wir gegen 2 Uhr morgens in einem engen und verwinkelten Zwischengang zu einer Tiefgarage, welcher mit geiler Tanzmucke aus den 80-ern beschallt wurde. Da folgte auf Shout Aha’s Take on Me und die Pet Shop Boys mit It’s a Sin. Die Schmerzen im Kreuz vom mittlerweile doch langen Abend waren im Nu verschwunden. Weitere vom DJ geschmackvoll ausgesuchte Klassiker aus dem Jahrzehnt der Dekadenz sollten Schlag auf Schlag folgen. Grossartig. Der eine oder andere dort aufgeschnappte Song sollten mich dann auf dem beschwerlichen Gang in den frühen Morgenstunden heimwärts über die Zürcher Hardbrücke dann nochmals via Kopfhörer begleiten. War ein toller Abend.
Das Fest dauert ja noch bis nächsten Sonntag und wer weiss, vielleicht schaff ich es nochmals hin, bevor ich dann mit fast 50 Jahren, immer vorausgesetzt der grosse Mann im Himmel meint es gut, vermutlich den Samstagsjass am Schweizer Fernsehen irgendwelchen Festivitäten gegenüber bevorzuge. Genug palavert. Ich brauch nun noch ein wenig Erholung und gönne mir dabei den Tears For Fears Longplay-Klassiker schlechthin ab Konserve.

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Frank Sinatra – In The We Small Hours Of The Morning (1955; In The We Small Hours)

Heftig, wie das gestern Abend gestürmt und gekracht hat. Meine Wenigkeit nutze die Gunst der Stunde und installierte sich mit einem ordentlich gefüllten Glas Rotwein am Küchenfenster, während hinter den schmutzigen Glasscheiben verzweifelt die Welt versuchte unterzugehen. Der Soundtrack zu diesem Spektakel:  In The We Small Hours von Frank Sinatra. Herrlich und  gerne wieder.

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Crowded House – Don’t Dream It’s Over (1986; Crowded House)

Es gibt ja Songs, die eine gewisse Zeit an jeder Ecke rund um die Uhr gespielt werden. Sommerhits gehören zu dieser meist ziemlich nervenden Gattung. Andere nennen es Ohrwurm. Egal. Wobei ich dieses ziemlich charakterlose Despacito erst letzten Dienstag zum ersten Mal überhaupt gehört und zugleich auch wieder vergessen habe. Da gibt es doch noch ein paar Songs, die sich momentan etwas mehr in meine Hirnwindungen gefressen haben. She’s Like The Wind von Patrick Swayze zum Beispiel und natürlich Don’t Dream It’s Over von Crowded House. Letzteres wird auf diversen Radiostationen, wie auch in den örtlichen Lebensmittelgeschäften und Kneipen aus irgendeinem Grund schwer zu Tode genudelt.  Und bevor ich dieses eigentlich schöne Lied satt gehört habe, darf es nun noch die eine oder andere Runde hier auf dem Blog drehen.

 

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Nadine Shah – Holiday Destination (2017;(Holiday Destination)

Schöner neuer Song von Nadine Shah. Album folgt dann noch etwas später diesen Monat und darf getrost als wiederum sehr gelungen zur Kenntnis genommen werden. Vorerst aber frösteln wir ein wenig mit dem feinen Titelstück und der darin enthaltenen zentralen Frage, wie man heute Nacht wohl schlafen wird. Nebst so schönen Dingen wie Alkohol, Sorgen, Ärger, diverser Leiden oder gar einem übervollen Magen, sollen ja angeblich auch Mondphasen den Schlaf rauben. Sollte man tatsächlich nicht schlafen können, lege ich dieser Tage nebst der bisher erschienenen Musik von Nadine Shah – man höre sich nur einmal das ziemlich wundervolle Stealing Cars vom letzten Album an – auch die noch einen ticken düstere Musik von Chelsea Wolfe, welche ja mit dem letzten Beitrag schon einen Feature fand, jedem ans Herz. Der Sommer soll sich angesichts dieser beiden Platten auch endlich mal verpissen. Generell mag ich mit fortschreitendem Alter den Sommer nicht mehr so, wie auch schon. Denn der Hauptgrund warum ich schlecht schlafe sind diese mittlerweile zu regelmässig eintretenden tropischen Nächte mit Zimmertemperaturen von 28 Grad. Von der teilweise unerträglichen und ziemlich schwülen Hitze tagsüber,  inkl. unappetitlicher Transpirationen diverser Mitmenschen im öffentlichen Verkehr und Büro will ich schon gar nicht berichten, resp. spare mir das dann für eine Wutsong irgendwann später auf diesem Kanal auf.

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Chelsea Wolfe – Vex (2017; Hiss Spun)

Hurra, die Welt geht bald unter.

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Soap&Skin – Voyage Voyage (2012; Narrow)

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Ich mag es sinnlos mit dem Tram durch die Stadt zu gondeln, währenddessen es draussen in Strömen vom Himmel giesst. Entsprechend schwermütig darf die Musik bei solch schönen Ereignissen sein.

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Arcade Fire – Mind Games (2017; Live @ Lollapalooza)

Wir waren uns letzthin beim Essen mal wieder einig. Das bisherige Musikjahr ist einfach nur sackschwach. Nur wenige Platten wurden Wochen nach Veröffentlichung nochmals hervorgeholt und für anständig bis gut befunden. Aber wer weiss, vielleicht gibts ja noch einen hochkarätigen Endspurt. Extrem enttäuscht haben mich unter anderem Arcade Fire. Win Butler ist ja schon seit längerem einer der grössten Vollpfosten auf dem Planeten, doch vermochte er mich bis und mit der ersten Single des neuen Albums mit seiner Musik einigermassen versöhnlich zu stimmen. Mit dem letztjährigen Tod David Bowies verabschiedeten sich vom Arcade Fire Frontmann wohl nicht nur sein Mentor und bekanntester Fan, sondern auch seine kreativen Qualitäten als Songschreiber. Arcade Fire klingen auf Everything Now nämlich wie eine schlechte Kopie ihrer selbst. Uninspiriert drehen die Songs brave Runden im Popniemandsland und erinnern irgendwie an einen ausgekauten Hubba Bubba-Kaugummi. Everything Now muss also definitiv nicht sein. Trotzdem schön zusehen, was man 2017 an einem Arcade Fire Konzert nebst vielem Altbewährtem zu hören bekommt. Das Cover von Mind Games, puuuuurer Wahnsinn! Der Song ist ja mitunter einer der besten John Lennon Songs überhaupt und jagt mir auch heute noch bei jedem Hören einen kalten Schauer über den Rücken. Diese Version der Win Butler Band ist unbestritten riesig und überrascht am Ende noch mit ein paar netten Kleinigkeiten. Hört aber selber.

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