Schlagwort-Archive: Bier

Skee Mask – Flyby VFR (2018; Compro)

Endlich mal wieder was Aktuelles, hier auf dem Kanal. 2018 bietet zwar bislang wenig tolles, das wenige aber umso hörenswerter. Compro, vom aufstrebenden Münchner Produzenten Skee Mask,  gehört definitiv und jetzt schon zu den Klassikern des Jahrgangs. Hätte ja mein Soundtrack zum letzten München Wochenende werden sollen. Doch vor lauter Biertrinken und Essen ging das Musik hören irgendwie unter. Selbst der Versuch, vor dem Einschlafen noch ein paar Tracks zum Runterkommen anzuhören scheiterte grandios. Schätzungsweise 30 Sekunden nach Start der Musik befand ich mich bereits im fernen Tal der Träume. Mitschuld sicher auch der leckere Rosemary-Gin-Mix in dieser einen Bar in der Müllerstrasse. Die Tage danach war ich dann nicht so in Stimmung für elektronische Musik und es brauchte dann erstmal wieder einen Aufenthalt in der Aargauer Pampa bei Frau Mama. Ihr wisst schon, „Bueb, bei diesen Temperaturen musst du viel trinken„. Das tat ich dann auch. Und noch mehr hab ich Skee Mask gehört. Beim Sport, beim rumgammeln und natürlich auch beim Trinken. Eine riesige Scheibe, die sehr an die Breakbeat/Drum & Bass Grosstaten der 90-er erinnert. Auch Freunde von den etwas weniger wilden Aphex Twin-Sachen könnten hier durchaus Spass dran haben. Perfekter Soundtrack für nächtliche Autofahrten auf den Autobahnen dieser Welt. So wie damals, nach einem langen Tag resp. Nacht an der Bad Bonn Chilbi, als wir im Morgengrauen Richtung Sonnenaufgang rasten und Underworld’s Something Like A Mama uns im wahrsten Sinne des Wortes geflasht hat. Auf Compro gibts dann gleich 12 Stücke, die Flashpotential haben. Übrigens eine Platte, die auch meinem treuen Leser ChezJanniz super gefallen dürfte. Highly recommended.

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Queen – My Baby Does Me (1989; The Miracle)

Freitag, nach der Niederlegung  der Lohnarbeit, herrscht regelrechte Aufbruchstimmung in den hiesigen Längengraden.  Die Teilzeit-Latinos freuen sich auf Party hard, die Nachtwanderer auf die Tour durch das Appenzell und meiner einer schwebt auf der ersten Halbliter-Bier-Euphorie des langen Wochenendes (>Montag frei!) dem verlängerten Weekend entgegen. Noch vor einer halben Stunde prophezeite mir ja ein  dahergelaufener Schamane den Tod voraus, nachdem ich ihm für seine halsbrecherischen Wahrsagungen kein Geld zahlen wollte. Aber: Hab ihn ja auch nie nach einem langen Leben gefragt und entsprechend auch keine Lust, meine hart im Büro abgesessenen Schweizer Fränkli zu verschenken. Anyway. Die Halb-Liter-Bier-Euphorie hält grad schön an, die Musik, die im Hintergrund scheppert macht auch grad mächtig Laune.  Ich muss anfügen, Frau und Kind sind ausgeflogen und ich werde morgen früh das Gleiche tun und den ersten Express-Flixbus nach München entern. München hat sich ja in den letzten Jahren zu meiner liebsten Lieblingsstadt gemausert, besonders im Sommer. Und morgen soll es ja ziemlich sommerlich werden. Das Aufsuchen eines passenden Biergartens somit reine Formsache. Auch sonst schon einiges vor. Unter anderm endlich mal The Pissoir anschauen gehen. Der gute Freddie, übrigens selber grosser München-Liebhaber gewesen, hat sich da ja zu Lebzeiten gerne rumgetrieben. Und weil ich tendenziell gegen Freddies Musik nichts einzuwenden habe, werde ich mir zwecks noch mehr Einstimmung und musikalischer Begleitung zur nächsten Halbliter-Euphorie Queen’s wohl meist unterschätzte Platte, The Miracle aus dem Jahre 89, auflegen.  War damals ja mein Einstieg in die verrückte Welt der Band und wird auch auch fast 30 Jahre später noch immer sehr gerne gehört. Besonders das smoothe My Baby Does Me hats mir in den letzten Wochen und Monaten mal wieder sehr angetan. Ja, in guten Momenten machen die 80-er Queen halt schon ziemlich Spass.

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#Poems Unlimited

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Shitkid & U.S. Girls in der Roten Fabrik/Zürich (09.05.2018)

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Therapy? – Nowhere (1994; Troublegum)

Dem Rücken gehts am heutigen Montag langsam aber sicher besser. Am meisten geholfen hat nebst dem Ruhen vor allem auch das Wärmepflaster dieses einen Schweizer Pharmagiganten und so kann ich mich nun doch ein wenig auf die kommende,  4tägige Geschäftsreise nach Bukarest, dem, laut Internet Paris des Ostens, freuen. Auch weil, dank superunflexiblen Flugzeiten, ziemlich viel Freizeit rausspringt. So werde ich mir mit Sicherheit den riesigen, nach den grössenwahnsinnigen Vorstellungen von Diktator Nicolae Ceaușescu gebauten, Parlamentspalast anschauen gehen. Und für ein zwei in Rumänien gebraute Biere sollte in der scheins doch ziemlich hübschen Altstadt auch ein wenig Zeit vorhanden sein. Falls jemand noch den einen oder anderen Insider-Tipp hat (Essen, Trinken, Café, Ausflug etc), darf sich gerne via Kommentarspalte melden.

Der Song des Tages hat dann aber ziemlich wenig mit Bukarest zu tun. Auch nicht ganz einfach, Songs mit dem Term Bukarest zu finden. Klar, Google „speuzt“ ein paar Lieder raus. Bis auf den einen, nicht so tollen, von den Young Fathers kannte ich jedoch keinen.  Und so solls nun einer von mir kürzlich wiederentdeckten Therapy? sein. Bukarest ist für mich schliesslich auch ein wenig nowhere und an you get drunk every night gibt es generell nichts auszusetzen. Ja.

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Manic Street Preachers – Distant Colours (2018; Resistance is Futile)

Da geistert seit ein paar Tagen doch tatsächlich das ziemlich üble Don’t Go Breaking My Heart von Elton John in meinem Kopf herum. Wer mich kennt, weiss, dass ich ein nicht allzugrosser Freund der 80er-Jahre plus Platten des Paradiesvogels bin und Elton John auch meist nur in gut angetrunkenem Zustand, wie damals vor gut einem Dreivierteljahr mittags in dieser einen Amsterdamer Bar, ertrage. Aber was hat der gute Elton John mit den stets politisch korrekten Manic Street Preachers zu tun? Man höre sich doch mal das ziemlich schreckliche Dylan and Catlin von der neuen Manics Platte an. Mir zumindest fällt beim Hören der Gesangslinien immer gleich dieser dümmliche Klassiker von Elton John ein. Der Rest der Platte dann eigentlich Grundsolide (erste Hälfte) bis wirklich gut (zweite Hälfte). Man besinnt sich wieder ein wenig auf die etwas opulenteren Stadionrock-Gesten der Everything Must Go-Ära, ohne jedoch die Hitqualitäten der Songs von damals zu erreichen. Nach ein paar Enttäuschungen mal wieder eine ganz passable Platte der Waliser und trotz der beiden ziemlich üblen Songs in der Mitte der Platte (das erwähnte Dylan and Catlin sowie Vivian) ist bei den Manics Widerstand einmal mehr zwecklos.

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Slowdive – When The Sun Hits (1993; Souvlaki)

Eigentlich war es heute schon wieder viel zu warm um rauszugehen. Somit nutzte ich die Gunst der Stunde und führte die Celia Emiliana in die wunderschöne Welt von Slowdive ein. Auch zig Jahre nach Entdeckung dieser zeitlos schwebenden Musik jagt es mir beim Hören einen Schauer nach dem anderen den Rücken runter. „Soo guet“! Rausgehen werde ich heute aber trotzdem noch. Denn eben diese Slowdive werden am anderen Ende der Stadt in der Roten Fabrik ein paar Songs und mehr live spielen. Pflichtermin also. Hoffentlich werden dann auch Alison und When The Sun Hits vom äusserst formidablen Souvlaki-Album nicht fehlen, denn was ist schöner als ein Bier in der Hand zu halten und Musik zu hören? Genau, ein Bier in der Hand halten und ewige Lieblingslieder hören.  Und nun müssen noch die passenden Schuhe rausgesucht werden. A bientôt!

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Nils Frahm – My Friend The Forest (2018; All Melody)

Man kann an einem winterlichkalten Mittwoch, Ende Februar, nebst arbeiten noch viele andere Dinge machen. Zu den schöneren gehört sicherlich das anständige Ausschlafen, in aller Ruhe Kaffee trinken oder dem Kind neue überlebenswichtige Dinge, wie dem Vater Bier holen, beibringen. Eigentlich könnte ich aber auch nur ein wenig lesen, denn Zeit und Muse für Leben, dem 4. Band aus der Mein Kampf-Reihe von Karl Ole Knausgård sind unverhofft aus der Versenkung aufgetaucht. Doch vermutlich werde ich es mir im Anschluss an diesen Beitrag am heimischen Fenster bequem machen und ein wenig das scheue Schneetreiben draussen beobachten. Der Winter startet ja derzeit nochmals so richtig durch. Beim Schneeflocken zählen darf mich dann die neue Scheibe des Komponisten und Pianisten Nils Frahm begleiten. All Melody heisst das Ding und ist extrem meditativ und relaxt. Vermutlich der bisherige Höhepunkt im umfangreichen Schaffen des Hamburger Künstlers und somit uneingeschränkter Anspieltipp.

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