Category Archives: Lieblingsplatten

#2021 – The Year In My Ear – Platz 2

Sophia Kennedy – Monsters

Ein Hit-Monster von einem Album, das zugleich Soundtrack zum x-ten Lockdown sein könnte. Doch beim Hören von Monsters fühlt man sich alles andere als allein. Zwar bebt, pluckert und rauscht es manchmal bedrohlich, an der Oberfläche ist es jedoch warm und harmonisch. Monsters ist aber auch der perfekte Begleiter nach einer durchzechten Nacht. Also für den Moment, wenn man sich für das auszappeln in der heimischen Stube oder für den eher gemütlichen Runterkommer am Küchentisch entscheiden muss. Funktionieren tut unter den breiten Einflüssen aus Soul, Jazz und Pop, die wiederum mit allerlei Streichersätzen, Samples und vertrackten Rhythmen zu einer audiophilen Wundertüte verarbeitet wurden, beides gut. Macht auch nach 100x Hören noch riesig Freude.

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#2021 – The Year In My Ear – Platz 3

The Weather Station – Ignorance

Als bekennender Fan der anspruchsvollen und populären Musik kam man 2021 nicht an The Weather Station vorbei. Ignorance, auch wenn einiges angenehm stark an Fleetwood Mac‘s Tango in the Night erinnert, ja generell einen ziemlichen 80ies Folkrock-Vibe hat, wird man auf der Platte immer mal wieder überrascht. Sei es mit wilden Jazzeinlagen oder pompös synthetischen Melodieneinsprengseln, die nicht mehr aus dem Hörgang verschwinden möchten. Das ignorieren, unmöglich!

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#2021 – The Year In My Ear – Platz 4

Little Simz – Sometimes I Might Be Introvert

In irgendeinem Little Simz Review stand mal. das Sometimes I Might Be Introvert Rapmusik für Menschen ist, die eigentlich mit Rap oder Hip Hop nicht so viel anfangen können. Also genau das richtige für mich. Filigrane Reime sind hier ebenso Programm wie Hochgeschwindigkeits-Storytelling, doch die Rezeptur wurde wunderbarst mit Bläsern, barocken klassischen Klängen, Soul, R&B , Afrobeat, Funk und weiss der Geier was verfeinert. Und wie geil sind eigentlich die Samples auf dem Album! So muss Popmusik der 20er Jahre klingen.

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#2021 – The Year In My Ear – Platz 5

Low – Hey What

Alles andere als eingängige Kost gibts es auf dem 2021-er Output des Ehepaares Parker/Sparhawk. Lärmige und verzerrtere Gitarrenschlaufen, ambiente Passagen, tiefe Bässe und zuckersüsse Melodien werden auf Hey What zu einer einzigartigen und zerstörerischen Schönheit zusammengebastelt. Manchmal aber auch etwas nervig, da man nicht weiss ob nun das etwas in die Jahre gekommene Hi-Fi System – hat immerhin schon 36 Jahre auf dem Buckel – am Geist aufgeben ist, oder halt doch alles nur so von Low einstudiert ist. Eines ist jedoch sicher, Hey What wird ein Album sein, dass mir in Jahren noch (besser) gefallen wird, da absolut einzigartig und zeitlos. Platz 5 nur deshalb, weil die anderen noch kommenden vier Alben ein paar Rotationsrunden mehr verbucht haben.

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#2021 – The Year In My Ear – Plätze 20-6

Fast schon so traditionell wie das alljährliche Dinner for One, zum Jahresabschluss resp, -beginn an dieser Stelle meine liebsten Platten des Jahres. Anders als in den Vorjahren fasse ich die Ehrenplätze in einem Wisch zusammen. Die Top 5 folgen dann im gewohnt attraktiven und spannenden Countdown. Viel Spass beim Entdecken.

20)Nils Frahm – Old Friends New Friends
19 )Nick Cave & Warren Ellis – Carnage
18) Arlo Parks – Collapsed in Sunbeams
17) Francois Breut – Flux Flou de la Foule
16) Robert Plant  & Allison Kraus – Raise The Proof
 
15) Idles – Crawler
14) Arab Strap – As Days Get Dark
13 ) International Music – Ententraum
12) Tirzah – Colourgrade
11) Notwist – Vertigo Days

10) Lost Girls – Menneskollektivet
9) Shatten – Shatten
8) Raphael – Haute Fidelité
7) Dry Cleaning – New Long Leg
6) Richard Dawson & Circle – Henki

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Nick Cave & The Bad Seeds – Vortex (2006 resp. 2021; B Sides and Rarities 2)

Über Nick Cave muss ich euch wohl nichts mehr erzählen. Eine Legende, der Mann. Pünktlich aufs Weihnachtsgeschäft steht Teil 2 seiner B-Seiten und Raritäten-Sammlung in den Läden und erfreut das saisonal etwas schwermütige Popherz. B-Seiten ja bei vielen Künstler oft Ausschussware, nicht so bei Herrn Cave. Für die meisten Songs auf der Compilation würde so manch/e Künstler/-in sein/ihr letztes Hemd hergeben. Eine wahre Freude diese Veröffentlichung und der Zeigefinger klebt auch schon seit Tagen auf der Repeat-Taste. Song des Tages, ja gar des Jahres, das bisher unveröffentlichte Vortex aus dem Jahre 2006. Meine Güte, ist das gut!

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Raphaël – L’année la plus chaude de tous les temps (2017; Anticyclone)  

Caravane, das nunmehr auch schon 15 Jahre auf dem Buckel hat, findet auch heute noch mit aller Regelmässigkeit den Weg in den CD-Schacht. Ein wirklich wunderbares Album, das ich jedem, der dem Französischen nicht abgeneigt ist, empfehlen kann. Leider hab ich dann die diversen Nachfolgealben zu lange an der überragenden Qualität von Caravane gemessen und nach wenigen Hördurchgängen ins Regal gestellt. Der Nachfolger Je Sui Que La Terre…. find ich zwar nach all den Jahren immer noch durchschnittlich aber ab Pacific 231 darf man bei Raphael wieder blind zugreifen. Vor allem die beiden letzten Alben Anticyclone und Haute Fidélité gehören zum besten, was das musikalische Frankreich in den letzten Jahren zu bieten hatte. Bitte hören Sie!

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Tocotronic – Jugend ohne Gott gegen Faschismus (2021)

Youth against fascism. Song des Jahres! Punkt.

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Augie March – Here Comes The Night (2001; Sunset Studies)

Heute vor 20 Jahren kam ich von einem rund 7 monatigen Trip zurück aus ‘tralien. Ein wirklich schönes Flecklein Erde. Passend lief heute auf SRF DOK eine Australien Doku von und mit Sven Furrer. Und Kind 1 wollte dann auch gleich wissen, ob es da einen Spielplatz hat und ob wir auch mal dahin gehen können. Ich wäre dabei….. Bis dahin schwelge ich ein wenig mit einer meiner Lieblingsplatten 2001. So schön….

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Franco Battiato – Summer On A Solitary Beach (1981; La Voce Del Padrone)

Heroischer Kampf der Ösis gestern im EM Achtelfinale gegen das scheinbar übermächtige Italien. Geiles Spiel jedenfalls. Der Big Shout geht aber trotzdem an einen Italiener. Gianluigi Donnarumma, Keeper der Azzurri, der mit einer Wahnsinnsparade einen Ösi-Strich in der Overtime mirakulös entschärft. Meine Fresse, war das geil. Gianluigi, der Negroni heute geht auf Dich. Und dann auch gleich einen auf Franco Battiato. Der verstarb, wie ich erste heute gelesen habe, vor einem Monat. Mit La Voce del Padrone hat er vor nunmehr 40 Jahren einer der besten Italo-Alben überhaupt veröffentlicht. Und wenn schon kein Italien Urlaub dieses Jahr, ein wenig Solitary Beach im Sommer-Wohnzimmer schadet nie. Klassiker.

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