Radiohead – Daydreaming (2016; A Moon Shaped Pool)

Es ist mal wieder ESC-Zeit! Alle Jahre im Mai quält uns der inzestiöse Fremdschämzirkus von neuem mit ex-sowjetischer Prolldisco sowie dem üblichen Weichspühlgräuel aus dem restlichen Europa. Übrigens ganz schlimm gestern das Geschrei der tschechischen Teilnehmerin Gabriela. Gut gibt es hierfür seit einigen Jahren den Stummschaltknopf an der Fernbedienung. Wieso ich mir das trotzdem immer wieder antue? Keine Ahnung. Gäbe es derzeit abends ja definitiv besseres zu tun, als eben diesem Satireprogramm live beizuwohnen. Das letzte Wochenende bescherte uns mit James Blake, Anohni und Radiohead nämlich gleich 3 äusserst hörenswerte Alben. Spätestens jetzt darf das Popjahr 2016 als nun endgültig lanciert gelten. Da eine Dreifachbeschallung nur schwer ausführbar ist, hat die Shufflefunktion des iPods derzeit hochkunjunktur. Den Anfang der Neuheitenpräsentation machen Radiohead. Über das eher introvertierte A Moon Shaped Pool wurde seit Sonntag vermutlich auch schon alles gesagt und geschrieben. Den guten Rezenisonen kann ich nur beipflichten. Absolutes Pflichtprogramm für jeden derzeit an Popmusik nur halbwegs interessierten Menschen und vermutlich das beste Werk seit Kid A. Der Clip zu Daydreaming übrigens sehenswert.

 

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Music, Musik, Song des Tages

5 Antworten zu “Radiohead – Daydreaming (2016; A Moon Shaped Pool)

  1. Radiohead sind wirklich wieder relevant? Das ist, als sei Rot-Weiss Essen wieder in der Fussball-Bundesliga (böser Witz). Aber Kid A war keine wirklich gute Platte (Ausnahme how to disappear…), Amnesiac war teilweise widerlich und Hail to the Thief mäßig aufregend, entcoffeiniert. Danach ließ ich es sein. Wirklich gute Songs, die mehr als 50% des Ganzen ausmachen, finden sich nur auf OK Computer.

  2. Call Me Appetite

    also mir gefällt das sehr und kid a ist doch eine dufte platte? ich geb zu, ich braucht damals auch einen Moment um den Zugang zu finden. Aber so wars ab OK mit den meisten Radioscheiben.

  3. Na, ich bin ja schon ein Freund solcher Stücke, die vor Müdigkeit über die eigenen Füsse stolpern und auch so grandios enden mit „Schnarchgeräuschen“, aber… irgendwie ist der Band dieser nicht gut versteckte Hass auf die Welt aus dem „Theater des Todes“ abhanden gekommen. Ich meine, diese OK Computer war Prog und Punk und Messerstecherei unter Tränen. Alles in Einem. Ich beschwere mich nicht, daß Radiohead für mich nichts mehr taugen, vielmehr finde ich, wurde diese Hit-LP nie so richtig entschlüsselt als das, was sie war. Und ja, das „Theater des Todes“ gehörte zur Kid A. 😉

  4. Call Me Appetite

    vielleicht wurden sie einfach etwas altersmilde…

  5. Ja, vielleicht. Ich habe mich noch einmal etwas in die ’97-Version der Band eingegraben und ein paar Worte dazu geschrieben. https://camphansen.wordpress.com/2016/05/15/15-05-2016-was-war-das-nochmal-mit-ok-computer/

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