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Arcade Fire – Mind Games (2017; Live @ Lollapalooza)

Wir waren uns letzthin beim Essen mal wieder einig. Das bisherige Musikjahr ist einfach nur sackschwach. Nur wenige Platten wurden Wochen nach Veröffentlichung nochmals hervorgeholt und für anständig bis gut befunden. Aber wer weiss, vielleicht gibts ja noch einen hochkarätigen Endspurt. Extrem enttäuscht haben mich unter anderem Arcade Fire. Win Butler ist ja schon seit längerem einer der grössten Vollpfosten auf dem Planeten, doch vermochte er mich bis und mit der ersten Single des neuen Albums mit seiner Musik einigermassen versöhnlich zu stimmen. Mit dem letztjährigen Tod David Bowies verabschiedeten sich vom Arcade Fire Frontmann wohl nicht nur sein Mentor und bekanntester Fan, sondern auch seine kreativen Qualitäten als Songschreiber. Arcade Fire klingen auf Everything Now nämlich wie eine schlechte Kopie ihrer selbst. Uninspiriert drehen die Songs brave Runden im Popniemandsland und erinnern irgendwie an einen ausgekauten Hubba Bubba-Kaugummi. Everything Now muss also definitiv nicht sein. Trotzdem schön zusehen, was man 2017 an einem Arcade Fire Konzert nebst vielem Altbewährtem zu hören bekommt. Das Cover von Mind Games, puuuuurer Wahnsinn! Der Song ist ja mitunter einer der besten John Lennon Songs überhaupt und jagt mir auch heute noch bei jedem Hören einen kalten Schauer über den Rücken. Diese Version der Win Butler Band ist unbestritten riesig und überrascht am Ende noch mit ein paar netten Kleinigkeiten. Hört aber selber.

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Radiohead – Karma Police (1997; OK Computer)

Liebe Freunde der Nacht. Heute war Betriebsfest. Ich bin kein Fan von solchen Anlässen, doch schien es mir vor ein paar Wochen wichtig , mich dafür anzumelden und dahin zu gehen. So nach dem Motto, ist ja erst in ein paar Wochen. Nun, heute war es soweit. Ich durfte sogar mit den netten Menschen, und das ist ehrlich gemeint, aus dem Büro im „Firmenexpress“ dahin fahren um den Anlass erst wieder  6 Stunden und diverse alkoholische Einheiten später, die Party war zwar noch stabil am Laufen, der alten Mann jedoch vernünftig und müde, mit einem zufriendenen Lächeln zu verlassen und mich auf den doch etwas längeren Heimweg von einem Ende der Stadt ans andere zu begeben. Sehr amüsant zu beobachten, die diversen Alkoholleichen, vornehmlich wichtige Herren der Firma, die sich torkelnd vom Festgelände nach Hause aufmachten und dabei noch versuchten, die eine oder andere junge Dame für ein intimes Téte à Téte,  mit extrem billigen Sprüchen, Geiz ist hier definitiv nicht geil, zu überreden. Ich werde die Herren bei akuter Geldnot eventuell mal daran erinnern. Trotzdem, ich hatte den Abend mit den Gspändlis vom Büro sehr genossen, man munkelt sogar, dass der alte Mann kopfnickend auf der Tanzfläche gesehen wurde. Der Heimweg dann, wie erwähnt, etwas mühsam und länger als geplant.  Der iPod hatte zum Glück noch genug Pfupf und so gab ich mir die ultimative Partyausklingmusik, ja generell die ultimative Antipartymusik für den Heimweg. Trotz Zufriedenheit, auch dank den diversen Gin Tonics, passten die Klänge in dem Moment wie die Faust aufs blaue Auge. Selbst das eher aggressive Partyvolk rund um den Escher-Wysss-Platz, welches sich wie so oft, stabil eins auf die Fresse am hauen war,  konnte dem Gefühl nichts abtun und so feierte ich heute  mein persönliches 20 jähriges Jubiläum mit OK Computer von Radiohead . Und hey, es fühlte sich wie beim ersten Mal hören an. Notiz an mich: ich sollte vermehrt Gin Tonics trinken. Trotzdem,  immer noch so eine gute Platte.

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#2016 – The Year In My Ear- Longplay, Plätze 15-11

15. Bon Jovi – This House is Not For Sale

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14. The Drones – Feelin Kinda Free

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13. Marillion – F.E.A.R.

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12. Isolation Berlin – Und aus den Wolken tropft die Zeit

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11. Radiohead – A Moon Shaped Pool

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Talk Talk – After The Flood (1991; Laughing Stock)

Was September 1991 the best month ever for albums? fragt die BBC in einem Artikel auf deren Website und berichten darin auch gleich über ein paar Hochkaräter von Nevermind via Fox Base Alpha zu Blood Sugar Sex Magik.

Als wäre vor 25 Jahren erst gestern gewesen, mag ich mich noch sehr gut an den einen oder anderen Release und deren Anpreisung mit Plakaten und sonstigem Schnick Schnack in den diversen Plattengeschäften erinnern. Doch reichte mein bescheidenes Taschengeld damals nur für den Kauf einer dieser Platten. Diese eine sollte dann aber meine musikalische, vom Heavy Metal beschränkte Welt, nachhaltig so ziemlich ordentlich auf den Kopf stellen. Genaueres findet man sicherlich irgendwo in diesem Blog darüber. Eine andere Platte, deren Wirkung damals ein wenig unterschätzt wurde, auch weil sie irgendwie aus der Zeit gefallen war, ist Talk Talk’s Laughing Stock. Die verspielte Introvertiertheit die darauf zu entdecken war, wollte irgendwie nicht ganz zum herrschenden Zeitgeist der lauten, selbstmörderischen Gitarren passen. Jahre später sollte sich jedoch Bands und Acts wie Radiohead, Elbow oder der amerikanische Bart-Folker Bon Iver auf dieses Werk berufen. Ein herbstlich-gefärbte Platte, die vor 25 Jahren notabene im Herbst erschien und somit hier, jetzt und unteranderem heute mal wieder gehört werden sollte, weil Herbst, weil gut, weil Lieblingsplatte.

 

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Radiohead – Daydreaming (2016; A Moon Shaped Pool)

Es ist mal wieder ESC-Zeit! Alle Jahre im Mai quält uns der inzestiöse Fremdschämzirkus von neuem mit ex-sowjetischer Prolldisco sowie dem üblichen Weichspühlgräuel aus dem restlichen Europa. Übrigens ganz schlimm gestern das Geschrei der tschechischen Teilnehmerin Gabriela. Gut gibt es hierfür seit einigen Jahren den Stummschaltknopf an der Fernbedienung. Wieso ich mir das trotzdem immer wieder antue? Keine Ahnung. Gäbe es derzeit abends ja definitiv besseres zu tun, als eben diesem Satireprogramm live beizuwohnen. Das letzte Wochenende bescherte uns mit James Blake, Anohni und Radiohead nämlich gleich 3 äusserst hörenswerte Alben. Spätestens jetzt darf das Popjahr 2016 als nun endgültig lanciert gelten. Da eine Dreifachbeschallung nur schwer ausführbar ist, hat die Shufflefunktion des iPods derzeit hochkunjunktur. Den Anfang der Neuheitenpräsentation machen Radiohead. Über das eher introvertierte A Moon Shaped Pool wurde seit Sonntag vermutlich auch schon alles gesagt und geschrieben. Den guten Rezenisonen kann ich nur beipflichten. Absolutes Pflichtprogramm für jeden derzeit an Popmusik nur halbwegs interessierten Menschen und vermutlich das beste Werk seit Kid A. Der Clip zu Daydreaming übrigens sehenswert.

 

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Radiohead – Fake Plastic Trees (1995; The Bends)

Igitt, wieso bringt der College Sender immer nur so Schnulzenmusik? Bah Bah Bah. 

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Radiohead – No Surprises (1997; OK Computer)

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Dass ich 2-3 x die Woche, zumindest in den wärmere Jahreszeit, auf den Üetliberg jogge, dürfte dem treuen Leser nicht entgangen sein. Wenns dann etwas mehr „Leiden“ sein darf, gönne ich mir den Denzlerweg, den vermutlich steilsten und somit direktesten (in meinem Falle aber nicht wirklich schnelleren) Weg hoch auf den Zürcher Hausberg. Da kommen selbst die durchtrainiertesten Duracell Hasen ordentlich ins Schwitzen. Heute war es das erste Mal in diesem Jahr soweit und der Denzlerweg hat, wie schon in den vergangenen Jahren, mal wieder alles von mir abgefordert. Das einzige was mich durchhalten liess, waren die trashigen 90-er Jahre Eurodance Hymnen, die ich mir vor kurzem via Amazon Marketplace für wenige Cents besorgt habe und welche mich nebst ein paar anderen Hits aus dieser doch ziemlich tollen Dekade nun beim Joggen begleiten. Und wie immer, sind dann die letzten paar Treppen und Höhenmeter die mühsamsten und genau dann wenn die Musik noch etwas mehr Drive haben dürfte, startet dieser verfluchte Shuffle No Surprises von Radiohead. Immerhin etwas gutes hatte das Ganze ja: ich „litt“ für eimmal nicht alleine….

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