Tag Archives: Vincent Gallo

#2020 – The Year In My Ear – Platz 4

Alabaster DePlume – To Cy & Lee

Platz 4 geht an eine Neunentdeckung. Jazz für Leute, die bisher dachten, das sei was für alte Herren, so zumindest umschreibt die Zeit diese wundervolle Platte. Stimmungsmässing erinnert mich To Cy & Lee stark an Vincent Gallo’s When oder auch an die Arbeiten von Chet Baker, jeweils minus Vocals.

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Jeff Alexander – Come Wander With Me (1968)

Ein paar schöne Bilder aus dem dann doch eher langatmigen Film Brown Bunny von Vincent Gallo. Dazu die eher spröde Musik von Jeff Alexander, die während 3 Minuten, die im Film dargestellte und zelebrierte Trostlosigkeit perfekt untermalt.

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John Frusciante – Dying Song (2003; Brown Bunny OST)

Der Sonntagmorgenblues nach der längtsten Nacht des Jahres. Es kann nun nur noch aufwärts gehen.

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Vincent Gallo – Honey Bunny (2001; When)

Ich hab mir vor kurzem den ganzen John Frusciante Backkatalog (mal abgesehen von den RHCP-Scheiben) zusammengekauft. War eine gute Investition, höre ich doch seit Tagen keine andere Musik mehr. Entsprechend wirds auch schwierig derzeit Songs des Tages zu posten. Man will ja die Leser_innen nicht immer wieder mit dem gleichen Musiker belästigen. Egal. Heute, beim allmorgendlichen Trip zum täglichen Wahnsinn kams dann doch anders. Frusciante wurde durch Vincent Gallo’s When, seines Zeichens noch immer eines meiner 3 liebsten Alben aller Zeiten, ersetzt. Wobei ganz unschuldig an der Auswahl ist der Herr John Anthony Frusciante dann doch nicht. Damals durfte er ja für den Skandalfilm Brown Bunny, der von und mit Vincent Gallo und seinem besten Stück ist, im Vorfeld ein paar Songs für den ziemlich hörenswerten Soundtrack einspielen. Die Lieder wurden zwar im Film aus irgendwelchen Gründen nicht verwendent, sind aber auf dem Tonträger zu finden und gehören meines Erachtens zum Besten was JF bislang rausgehauen hat. Gallo, selber grosser Anhänger und Fan von Frusciante’s Musik, hörte während dem Filmsets ausschliesslich seine Musik, welche, je nach Veröffentlichungsphase , sehr seiner eigenen ähnelt. So genug fachsimpelei, arbeiten ist angesagt. Ich will ja irgendwann, möglichst pünktlich, hier wieder raus…..

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Gordon Lightfoot – Beautiful (1972; Don Quixote)

Autofahren mit Vincent Gallo. Very Beautiful!

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#Filmmusik – Milk and Honey (Brown Bunny)

Vincent Gallo‘s Brown Bunny gehört definitiv nicht zu den Highlights des cineastischen Schaffens. Doch was Brown Bunny vielen Filmen voraus hat, ist die gelungene Verbindung von Film mit Musik. Nebst dem sensationellen Milk and Honey von Jackson C. Brown hätte hier genauso jeder andere Song vom ausgezeichneten Soundtrack eine Erwähnung verdient. Und so lohnt es sich vielleicht eben doch mal wieder in den Film reinzuschauen und Herrn Gallo beim Autofahren mit melancholischer Folkmusik zu bewundern. Als Zugabe gibt’s ja nach gut drei Stunden noch den krummen Schwengel von Gallo in Grossaufnahme.

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Vincent Gallo – When (Warp; 2001)

Viel wurde schon über Vincent Gallo erzählt und geschrieben. Er ist Exzentriker, Arschloch, Republikaner, Provokateur, Irrer, Schauspier, Maler und Spermahändler in einer Person. Ein richtiger Tausendsassa, ein Hansdampf in allen Gassen und, was die wenigsten wussten, auch ein äusserst begnadeter Musiker.

Ob No Wave, Punk, Filmmusik, oder elektronische Frickeleien, er scheint keine Grenzen zu kennen. Mit „Lonely Boy” vom „Buffalo 66“ Soundtrack hatte er Ende der 90-er Jahre angekündigt, zu was er fähig sein kann. Ein eigenwilliger, in Jazz-Ästhetik angereicherter Song.
Als damals die Nachricht umging, dass das für elektronische Musik bekannte Label Warp ein Album von ihm veröffentlichen wird, war das eine kleine Sensation. Es folgte die erste Single „Honey Bunny“, dazu ein an Kenneth Angers „Kostum Kar Kommando“ angelehnter Videoclip. Zu sehen gab es leicht bekleidete Mädchen, u. a. dargestellt von Paris Hilton, die sich während 3 Minuten um die eigene Achse drehten. Musikalisch rollte er die schon früher von ihm bekannte filmmusikhafte Jazz–Ästhetik nochmals neu auf, vorgetragen mit einer wimmernden und monotonen, vor Selbstmitleid zerfliessenden Stimme. Wüsste man nicht, dass hier Vincent Gallo singt, der Typ würde als verweichlichter Waschlappen durchgehen.

Die Songs auf „When“ leben in einer eigenen Welt. In einer Welt voll von kostspieligen, retro-geschwängerten Instrumenten und Aufnahmegeräten. Dazu gesellen sich ein paar verschleppte Beats sowie reduzierte, cineastische Soundcollagen. Immer sehr skizzenhaft und doch immer fein ausgetüftelt. Liebeserklärungen an seinen “Beautiful White Dog“ dürfen genauso wenig fehlen, wie ein weiterer Tribut an seine damalige Muse im Song „I Wrote This Song For The Girl Paris Hilton“, einem Instrumental.

Mitunter mag die Platte am Anfang etwas anstrengend, teilweise etwas zu sehr “arty” klingen, doch spätestens nach 4-5 Hörgängen weiss man, dass man hier ein echtes Juwel vorliegen hat.

„When“ ist grössenwahnsinnig. Genauso wie sein Erfinder und Meister.

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