Tag Archives: Trash

Alice Cooper – Hell Is Living Without You (1989; Trash)

Die Desmond Child Produktionen der Mitte bis End-80-er-Jahre sind vermutlich sowas wie das Musikstandl meiner GenerationEin paar Schnäpse auf ex und die (*hüstel*) Teufelsgabel geformt aus meinen unverwechselbaren Wurstfingern reckt sich am heimischen Bürotisch unaufhaltsam in die Höhe.  I can’t take another night. Und wäre dies nicht genug, wird in der Plattensammlung sofort und unaufhaltsam nach Nachschub gesucht. Heaven would be like hell. Aerosmith, Kiss, Bonfire, Ratt und wie sie alle hiessen, nur wenige kamen annähernd an dieses Meisterstück des leicht angehärteten Kommerz-Hard-Rocks ran . I’m down begging to hold ya. Irgendwie halt schon grossartig.

 

Leave a comment

Filed under Music, Musik, Song des Tages

The Monofones – Fail Better (2015; Nuts)

Der heutige Post wäre eigentlich zur Feier des Achtelfinaleeinzuges der Schweizer Nati gedacht gewesen. Die Schweizer Nati wäre jedoch nicht die Schweizer Nati würden sie in wichtigen Momenten nicht am eigenen Unvermögen scheitern. Gestern war dann ausnahmsweise auch nicht der “Stolperi” Djourou der Schuldige, dafür begann Captain Liechtsteiner, immerhin seit Jahren eine Bank in der Juventus-Abwehr, die mit Abstand dümmste Tat des Tages. Von Chancentod Seferovic mal ganz zu schweigen (schon 7 Hochprozentige am Turnier versemmelt). Dank Mehmedis Hammer darf die Nati, ja die ganze Schweiz, weiterhin von dem  angestrebten Achtelfinale träumen. Jedoch musste heute kurzfristig der geplante (Schweizer-) Song durch einen anderen, genauso guten aus dem Programm gekippt werden. Denn sollte es trotz der erreichten 4 Punkte nicht für einen der 4 besten 3. Plätze reichen, darf man einmal mehr vom grandiosen Scheitern einer Schweizer Mannschaft an einem grossen Turnier sprechen.

In meinem Gehör alles andere als grandios gescheitert sind oder waren die Monofones am Landbergfest letzte Freitagnacht. Nach dem Frankreichspiel spontan für ein letztes Bier und eine Prise ordentlichen Rock and Roll runter in den Park. Und wenn ich ordentlich sage, dann mein ich das auch so.

1 Comment

Filed under Fussball, Music, Musik, Song des Tages

Belle & Sebastian – The Party Line (2015; Girls in Peacetime Want to Dance)

Die 12 Eurovisions Punkte würde dieses Jahr definitiv nach Grossbritannien resp. Schottland gehen. Klar gibt es noch ein paar klassische Belle & Sebastian Nummern zu hören, nach dem ersten Drittel der Platte  häufen sich jedoch die Eurotrash-Nummern inflationsartig. Hier ein wenig ABBA und Modern Talking da Disco und Synthpop. Klar, gabs schon einmal ansatzweise auf Tigermilk, dem B&S Debüt, hier aber pumpen die Beats in bester osteuropäischer Milchbauerndisco-Manier, doch darüber drohnen noch immer die niedlichmelancholischen Stimmen von Stuart Murdoch und Sarah Martin. Eine irgendwie abenteuerliche, ziemlich cheesige Platte, die mir aber auch ziemlich Spass bereitet. Der Song des Tages kommt dann aber trotzdem aus der eher klassischen B&S-Ecke.

1 Comment

Filed under Music, Musik, Song des Tages

Sepultura – The Hunt (1993; Chaos AD)

Chaos AD: Seit nunmehr 21 Jahren im Besitz, seit 21 Jahren ein absoluter Favorite in Sachen harter Musik. Nur das New Model Army Cover war nie so mein Fall. Es brauchte nebst den erwähnten Jahren zwar noch eine 2.5 stündige Gehirnwäsche sowie einen Run zum nächsten Kiosk um mir einen halben Liter Dosenbier zu kaufen (remember, das erste Bier am Abend ist das beste). Dann aber, mit gütiger Mithilfe von DJ Shuffle, hat’s Peng gemacht!  Es stellt sich mir nun die Frage: was konnte ich all die Jahre an dem Song eigentlich nicht gut finden? God only knows…

3 Comments

Filed under Lieblingsplatten, Music, Musik, Song des Tages

Suede – Snowblind (2013; Bloodsports)

Langsam aber sicher reicht es. Lieber würde ich ein paar Songs mit Spring, Sun o.ä. im Namen posten, als wiederum auf den Wortlaut Snow zurückgreifen zu müssen. Wobei ich in diesem Falle wohl gar nicht darum herum gekommen wäre, auch noch auf Bloodsports aufmerksam zu machen. Bloodsports ist übrigens nicht die neue Platte einer blutrünstigen Metal-Combo, nein, das ist das seit 11 Jahren erste Lebenszeichen der 90-er Jahre der Britpop-Helden Suede. Eines, dass sich wirklich hören lässt und passenderweise auch gleich am selbigen Tag erschienen ist, wie das Comebackalbum von David Bowie, der ja bekanntlich Vorbild von Brett Anderson ist. Bernhard Butler, der Gitarrist und Mitsongschreiber der ersten beiden Kultalben, ist zwar weiterhin nicht an Board, aber das soll nicht weiter stören, so lange Brett Anderson noch solche tollen Lieder aus dem Ärmel schütteln kann. Ich würde in der jetzigen Euphorie mal behaupten, dass das Ganze locker auf Augenhöhe mit dem 1996 erschienenen Album Trash steht. Und das war ja eines der besten seines Jahrganges. Tipp.

3 Comments

26. March 2013 · 3:43 pm

Sisters of Mercy – Heartland (1983; Temple of Love EP)

Die grösste Parkanlage der Stadt Zürich ist ein Friedhof, nämlich der im Quartier Sihlfeld, da wo auch ich seit gut 5 Monaten zuhause bin und seitdem so illustre Persönlichkeiten wie Henri Dunant und Gottfried Keller Nachbarn nennen darf. Ein Spaziergang, durch die eigentlich ganz hübsche Grünfläche, kann einem an so Regentagen wie heute doch ziemlich zusetzen und so stellte ich die Musik auf meinem neuen iPod-Touch vom knüppelharten Trash Sepulturas auf den doch eher düsteren Sound der Gothic-Rocker Sisters of Mercy um. Eine der vielen Kultbands aus vergangenen Zeiten, die heute irgendwie nicht mehr so die Huldigung erhalten, wie sie es eigentlich verdient hätten. Zumindest kommt es mir so vor, den gelesen über diese Band, sei es auch nur die kleinste Erwähnung, habe ich seit Ewigkeiten nichts mehr, geschweige denn jemanden getroffen, der Andrew Eldritch und Mannen einmal (und noch immer) so richtig mochte. Vermutlich waren die halt eben doch nicht so cool.

Leave a comment

Filed under Musik, Song des Tages