Tag Archives: Modern Talking

Sodom – Ausgebombt (1987; Agent Orange)

Er wäre fast perfekt gewesen, der Übergang vom letzten Beitrag zum heutigen. Von Italien und Fabrizio de André zu Ti Amo, dem neuen Album der französischen Vorzeigehipster Phoenix. Doch bislang mochte das Album bei mir noch nicht so zünden, wie es die Vorgänger meist ziemlich schnell taten. Irgendwie verhält es sich mit Ti Amo ähnlich wie mit Modern Talking . Kennst du einen, kennst du alle oder um es etwas schlauer zu bezeichnen: generisch. Und auf diesen einen Song hab ich trotz sommerlichen Temperaturen und leicht erhöhtem Alkoholpegel grad doch keine Lust. Apropos Modern Talking, da erreichte mich vor ein paar Tagen eine ziemlich erboste E-Mail eines Lesers, der meinte, dass ich da mit meinem Beitrag masslos übertrieben habe. Recht hat er. Es gibt natürlich doch noch den einen oder anderen Act, der definitiv mehr Scheisse produziert hat, als Bohlen und Kollege Anders. Mumford und Hurensöhne zum Beispiel. Ab deren Musik könnt ich stundenlang kotzen. Worst Band ever, definitiv und es bleibt zu hoffen, dass sich die Band analog Modern Talking 1987 irgendwann in Luft auflösen wird. 1987 übrigens ein hervorragendes Jahr. Ich wurde 10 Jahre alt und der Musik-Nerd durfte sich an viele tollen Alben wie You’re Living All Over Me, Document, Sister, Music for The Masses oder Actually, um mal ein paar wenige zu nennen, erfreuen. Im gleichen Jahr spielte mir ein Kollege Agent Orange von Sodom auf dem Pausenhof vor. Ausgebombt war und ist der heimlich Hit darauf und es dauerte nicht lang und ich liess mir meinen ersten so richtig hässlichen Vokuhila wachsen. Auf dem Land hatten die Frisöre damals halt noch nicht wirklich viel Geschmack.

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Francesco De André – La Bomba in Testa (1973; Storia Di Un Impiegato)

Dienstagvormittag, Viertel nach 10. Call Me Appetite ist halbwegs ausgeschlafen, jedoch noch immer ungeduscht in Shorts und siffigem Turbostaat-Shirt unterwegs. Immerhin ist das Schlachtfeld in der Küche beseitigt. Auch Kind ist gut untergebracht, es schläft derzeit nämlich den Schlaf der Gerechten. Somit vor der erlösenden Dusche noch etwas Zeit um die Sinne mit einem weiteren Kaffee zu ölen und dabei mit Fabrizio De André gedanklich in südlicheren Sphären zu schweben.

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The Mystiques – So Good to Have You Home Again (1969)

Auch wenn es noch einiges zu tun gibt: It’s good to be back home again. Wäre da nur nicht Herr Nachbar, der seit geschlagenen 2 Stunden Modern Talking in unüberhörbarer Dauerschlaufe hört. Brother Louie, Cherry Cherry Lady und wie sie alle getauft wurden. Grauenhaft.

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Felt – Sunlight Bathed The Golden Glow (1984;

7 Tage / 7 Songs, Tag 7

Motto: “Songs aus den grausamen 80ern”

So goldig sich der Herbst 2015 derzeit präsentiert, so goldig war das poppige Gitarrenpicking (Im Fachjargon nennt sich das Janglepop) diverser Indie-Kapellen in den 80-ern.  Generell war es eine gute Zeit für diese Art der Musik, welche noch Generationen später beeinflussen sollte. Besonders angetan hat es mir Felt’s Sunlight Bathed the Golden Glow aus dem Jahre 84, das eigentlich locker jeden Kajagoogoo und Modern Talking Song aus den vordersten Chartsplätzen hätte verdrängen müssen. Nun gut, vielleicht ist auch ganz ok so, wie es war. Man stelle sich Lawrence Hayward, Sänger von Felt,  mit einer Jane oder Ashley Halskette in Top of the Pops vor….

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Belle & Sebastian – The Party Line (2015; Girls in Peacetime Want to Dance)

Die 12 Eurovisions Punkte würde dieses Jahr definitiv nach Grossbritannien resp. Schottland gehen. Klar gibt es noch ein paar klassische Belle & Sebastian Nummern zu hören, nach dem ersten Drittel der Platte  häufen sich jedoch die Eurotrash-Nummern inflationsartig. Hier ein wenig ABBA und Modern Talking da Disco und Synthpop. Klar, gabs schon einmal ansatzweise auf Tigermilk, dem B&S Debüt, hier aber pumpen die Beats in bester osteuropäischer Milchbauerndisco-Manier, doch darüber drohnen noch immer die niedlichmelancholischen Stimmen von Stuart Murdoch und Sarah Martin. Eine irgendwie abenteuerliche, ziemlich cheesige Platte, die mir aber auch ziemlich Spass bereitet. Der Song des Tages kommt dann aber trotzdem aus der eher klassischen B&S-Ecke.

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