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Jun Fukamachi – Morning Glow (1986; Nicole – 86 Spring and Summer)

Viel schönes und einst ziemlich rares aus vergangenen Tagen gibts es auf dem jungen Genfer Label WRWTFWW zu entdecken.  Über das Label bin ich eher zufällig via Kauf des Reissues des einst auf Discogs sehr teuer gehandelten Through the Looking Glass von Midori Takada gestolpert. Jahrelang auf dem Rechner gehabt, nun endlich auch phyisisch  vorhanden.
Eine grosse Freude zum Zuhören ist auch Nicole (86 Spring and Summer Collection) von Jun Fukamachi. Bis vor kurzem noch nie etwas von dem Mann gehört. Kein Wunder, das Album wurde auch nur limitiert und für Promotionszwecke für die damaligen Nicole-Kollektion-Fashion Shows vom gefeierten Designer Mitsuhiro Matsuda’s auf Vinyl gepresst. Allergrösstes Kino jedenfalls und für Freunde des japanischen stämmigen Kuddelmuddel aus Ambient, Jazz, Synthflächen und New Age ein absolutes Muss. So, und nun muss nur noch ein Campari Soda her. Hörtipp!

 

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Midori Takada – Mr. Henri Rousseau’s Dream (1983; Through The Looking Glass)

Die Sakura Front ist schon fast vorbeigezogen, doch waren (und sind) die Kirschblüten bis noch vor gut drei Wochen, vor dem Nikkei-Index und den aktuellen Sportergebnissen, bei Mensch und Medien omnipräsent und somit das wichtigste Thema im Land der aufgehenden Sonne. Anhand einer fast stündlich aktualisierten Karte (analog einer Wetterkarte) kann man beobachten, wie sich die Front vom südlichen Kyushu während gut einem Monat bis in die nördlichste Ecke von Hokkaido verschiebt. Für die Grosstädter, die zu Tausenden mit Freunden und Kollegen unter den blühenden Bäumen „Hanami“ bei Picknick mit Sake und Bier feiern, ist dieses knappe Zeit der Blütenschau fast, wenn nicht gar, die wichtigste Zeit vom Jahr. Selbst Firmen reservieren ganze Parkbereiche, ein Vorauskommando mit den meist unbrauchbarsten Mitarbeitern belegt sie schon am Morgen für diesen Anlass, so dass am Abend dann die ganze Belegschaft dicht beieinander mit eben dem einen oder anderen Sake bis spät in die Nacht feiern kann. Die tiefere Bedeutung der Kirschblüte – sie ist in Japan Sinnbild für Vergänglichkeit – scheint für einmal in weite Ferne gerückt.

Passendster Soundtrack für ein “Hanami” wie auch für die Vergänglickheit wäre wohl Through The Looking Glass von Midori Takada sein. Die längst vergriffene Scheibe soll angeblich dieses Jahr wiederveröffentlicht werden. Freunde von Ambient resp. instrumentaler Musik sollten sich auf jeden Fall mal ein Ohr davon gönnen.

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