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Manu Chao – Clandestino (1998; Clandestino

gartenr.jpgManu Chao’s Version der Weltmusik ab Konserve auf dem Balkon bei angenehmen 20 Grad und Blick auf den Wipkinger Hinterhofdschungel (auf dem Foto leider nicht erkennbar, die noch schneebedeckten Glarner Alpen). Es gibt wahrlich schlimmeres im Leben oder wie uns die Mastercard-Werbung schon oft weissmachen wollte, ein unbezahlbarer Moment.
Meine Liebe zu Clandestino geht zurück bis ins Jahr 1999. Ich war damals für ein paar Monate in den USA und Kanada unterwegs.Nach einem äusserst garstigen Winter – in Minneapolis z.b kämpfte ich mich bei -20 Grad und Bise mit einem dünnen Lederjäckchen tagelang durch die eher triste Stadt – verschlug es mich nach Miami Beach, welches dank der zahlreichen Migranten für sein doch eher karibisches Feeling bekannt ist und teilte da mit einem Deutschen und zwei Argentiniern für 10 Tage ein Zimmer. Abends sassen wir dann oft gemeinsam auf dem zimmereigenen Balkon, tranken billigen Rotwein und erzählten uns Geschichten aus dem Leben. Dabei spielte uns der eine Gaucho auf einem Ghettoblaster immer wieder Clandestino, die politische Weltenbummler Platte von Manu Chao, vor. Eine Platte die bei mir sofort zünden sollte und seitdem vermutlich die meistgehörteste Platte – mit grossem Abstand – sein dürfte. Tragischerweise ist Clandestino derzeit thematisch wieder aktueller denn je.

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Amadou & Mariam – Sénégal Fast Food (2005; Dimanche à Bamako)

Wie ist das Gefühl, nach zwei Wochen Urlaub wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren? Korrekt: beschissen. Und zwar so richtig. Hatte ich mich doch erst gerade an den Rhythmus des süsslichen Dolce Far Niente gewöhnt. Darüber aber in den nächsten Tagen bestimmt noch mehr…

Nun ist aber erstmal wieder das trostlose Pendeln zwischen den eigenen vier Wänden und der Arbeit Realität. Abenteuer in Dakar, Bamako oder Mopti sind, da es mit den Euromillions am Freitag nicht klappen wollte, so fern wie eh und je. Immerhin, nach den Ferien ist ja bekanntlich vor den Ferien, und so überlege ich mir derzeit ernsthaft, Anfang September ein Weekend in London einzustreuen. Der Africa Express, mit u. a. Amadou & Mariam, Damon Albarn und Rokia Traore, beendet da mit ein paar Konzerten seine 7-tägige Englandreise. Dazu ein wenig Fast Food aus Senegal, viel Bier und meine kleine Welt könnte, zumindest für zwei Tage, wieder so sein, wie sie eigentlich sein sollte.

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