Tag Archives: Lykke Li

Lykke Li – Jaguars in The Air (2018; So Sad So Sexy)

Frühmorgens im Bett auf dem Rücken zu liegen, die Hände unter dem Nacken verschränkt, und ernsthaft zur Stubendecke hinaufzublicken, ist eine fruchtbringende und anstrengende Tätigkeit

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#Zürich Openair 2016, Tag 2

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Der Donnerstag  wurde von mir vorgängig als der am uninteressanteste Festivaltag eingestuft. Sollte ich recht haben?

Tag 2

Dua Lipa
Das erste Bier auf dem Festivalgelände gönnte ich mir bei Dua Lipa. Eigentlich ganz nette Mainstreammusik, irgendwo zwischen Lykke Li und Nelly Furtado.  Tut nicht weh, verzückt aber, mal abgesehen von dem einen Hit da, auch nicht wirklich. Schmerzen bereitete mir trotzdem etwas. Die Alte am Mikroständer hatte sich mit der Kleiderwahl ziemlich vertan und wäre mit ihrem Dress und den dazugehörenden Sadomaso-Stiefeln in einer englischen Touristendisco in Rimini besser aufgehoben gewesen. 4/10

Amy MacDonald
Die Doro Pesch des gepflegten Radiopop gab sich Mühe, spielte neue Lieder, hatte Geburtstag und war wirrrrry grrrrretttful. Fazit: Kennst du einen, kennst du alle. 5/10

Jack Garratt
Herrjeh, solche Menschen wären auf dem Rummelplatz des Grauens besser aufgehoben. So ein Riesenbrunz.  0/10

The Chemical Brothers
Deren Zeit ist halt auch schon vor irgendwie 20 + Jahren abgelaufen. Trotz angesagtem 90-er Revival war das ziemlich angestaubt, monoton und dem Alter der Bühnen-Protagonisten entsprechend ultra biederste Ausschussware. Opas Gebiss würde hierzu vielleicht noch knapp im Takt klappern, mehr aber auch nicht. Für das bisschen Nostalgie am Ende des Sets dann gutgemeinte 3.5/10

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Sigur Ros
Den Beginn verhunzten die Isländer so ziemlich ordentlich. Dafür gibt’s kein Pardon. Die Geschichten und Melodien rund um Isayaah und seinem Bruder, dem langen Isayaah, steigerten sich dann aber mit fortlaufender Zeit, so dass man hier getrost noch  7.5 von 10 möglichen Isayaah in die Ecke schmeissen darf. Wie man zu solcher Musik jedoch Salsa tanzen kann, bleibt mir auch heute Morgen noch ein Rätsel.  

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Tocotronic & Justus Köhncke- Tomorrow Will Be Like Today(2000; KOOK-Variantionen)

Morgen wird wie heute sein. Hoffentlich nicht! Denn nach dem gestrigen, in fast allen Belangen sehr dürftigen Start des Zürich Openairs ist meinerseits eine Steigerung in Sachen Organisation und vor allem in Hinsicht auf musikalische Qualität dringendst gewünscht. Lykke Li’s Regenmantel und die Reste von Missmodernage’s  Burrito waren somit dann auch die einzigen nennenswerten Highlights vom Tag 1. Zum Glück gibt’s Flatrates für den fast unbegrenzten Handyspass.
Der morgen anstehende, dritte Festivaltag bringt dafür umso mehr Vorfreude mit sich und so werde ich endlich auch „ready to take off“ sein, so wie es die Macher des Festivals auf ihrer Website proklamieren. Mit Tocotronic, Kraftwerk und Boy spielen immerhin drei (!!!) Acts, die ich mir unter keinen Umständen entgehen lassen möchte. Erstere gelten ja seit eh und je zu meinem Lieblingen und haben mich bislang auch nie enttäuscht. Zuversicht ist ja bekanntlich auch die Einsicht auf Aussicht.

Notiz in eigener Sache: Von nun an auf den voreiligen Kauf von Early Bird Tickets ohne Bestätigungen von Musikern/Acts/Bands verzichten.

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