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#Keep The Faith

66328700_10217080005926997_1234815578774962176_n.jpgLetzten Mittwoch war es soweit. Um Punkt 15 Uhr standen wir in sorgfältig ausgewählten Klamotten vor dem Radiostudio, wo wir, bevor es zu einem Radiorundgang ging, mit einem ersten Apéro erwartet wurden. Der Rundgang ziemlich cool, mal abgesehen von der einen Situation, wo ich unvorbereitet im Radiostudio kurz live vor ca. 400’000 Hörern ans Mikro treten musste und auch gleich noch die dümmste aller dummen Fragen beantworten sollte. Ich hab kläglich versagt, wohl auch, weil der Promillepegel noch auf 0 war. Ich frag mich ja noch immer, wie ich das vor gut 3 Wochen mit dem Live-Gesang vor genauso viel Hörern geschafft habe! Irgendwann nach 17 Uhr durften wir die Limousinen entern und wurden ins Stadion chauffiert. Kaum da angekommen, auch gleich superwichtig an den ziemlich langen Schlangen – es wurden ja an die 50’000 Fans erwartet – vorbei hoch in die VIP-Lounge des Stadions gehechtet, wo diverse Büffets mit dem leckerstem vom leckeren Edelessen auf uns wartete. Bier gabs von Carlsberg, einer der übelsten Güllen dieser Welt, somit im Anschluss bis auf weiteres nur noch Champagner getrunken. Schliesslich war ich deswegen ja da. Bon Jovi starteten dann leicht verspätetet und 20 Uhr 15 mit Ihrem rund 2 stündigen Set. Das Konzert durften wir von den besten Sitzplätzen aus angucken. Stimmung war, obwohl Jon stimmlich ziemlich oft daneben lag – die Höhen schaffte er überhaupt nicht mehr – Hammer. Es wurden so ziemlich alles grossen Hits gespielt. Einzig vermisste ich, auch wenn ich am Nachmittag im Radio was anderes stammelte, die eine oder Killerballade. Kein Always, kein Bed of Roses, kein Amen, welche immerhin bei allen anderen Konzerten der Tour zur Setlist gehörten  Erst mit der Zugabe gabs das fulminante I’ll be There For You. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits vom Champagner zum Negroni gewechselt, als mir Einfiel, dass es ja am Ende noch eine Riesenüberraschung geben sollte und ich vielleicht besser mit Trinken aufhören sollte. Nichts peinlicher, als bei einem allfälligen Meet und Greet vor lauter Nervosität dem guten Jon vor die Füsse zu kotzen oder noch schlimmer, das Meet und Greet betrunken auf der VIP-Toilette verpassen. Mit Living on A Prayer, dem wohl allerallerbesten Bon Jovi Song aller Zeiten, endete der musikalisch berauschende, gesanglich aber eher bescheidene Konzertabend und ich war bereit für die Überraschung, musste dem Radio aber erst noch ein Interview geben. Dieses Mal, Champagner und Negroni sei Dank, in bester Plauderlaune und – mich selber auf die Schulter klopf – mit einem herrlichen Lacher zu beginn. Danach ging es sehr schnell und schon standen wir vor dem Stadion. Kein Meet und Greet, keine Überraschung, nur noch Verabschiedung nach einem ziemlich denkwürdigen und vor allem tollen Tag als VIP Gast beim Helden aus meiner Jugend im Zürcher Letzigrund.  Auch wenn es mit dem Treffen nicht klappte, ich hätte mit meinem Fanshirt, unter anderem stand Sambora in grossen weissen Lettern darauf, wohl sowieso nur abgeloost und so war es vielleicht, im Nachhinein betrachtet, auch ganz okay, meinem ziemlich ergrauten und stimmlich schwachen Helden an dem Abend nicht zu treffen. Enttäuscht war ich im ersten Moment trotzdem ein kleines bisschen.

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Bon Jovi – The Boys are Back in Town (1989)

Heute! Endlich! Geil!

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Bon Jovi – Runaway (1984; S/T)

Hab ich schon mal erwähnt das ich nächsten Mittwoch Bon Jovi live erleben werde und zwar als Super-VIP-Gast mit allem Drum und Dran (ausser einem Meet und Greet)? Hell yes! Das wir mir ein Spass. Und ein Blick auf die Setliste der aktuellen Deutschlandkonzerte verrät, auch der Klassiker Runaway wird im Programm sein. Immerhin sprechen wir vom Song mit dem wohl besten Intro aller Zeiten. Zum Glück ist der eher früh als spät geplant – 7. oder 8. Song des Abends – und somit werde ich eben dieses Runaway mit Bestimmheit noch vor meinem Champagner-Koma erleben. Play it loud, Jon

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Bon Jovi -I Wish Everyday Could Be Like Christmas (1992)

Es dauert nicht mehr ganz ein halbes Jahr, dann ist es wieder so weit. That Time of the year, also Weihnachten, steht vor der Tür. Nun aber erstmal den Sommer überleben. Sowieso, für mich ist ja schon nächsten Mittwoch Weihnachten Und Ostern. Und Geburtstag. Bis dahin höre ich viel viel Bon Jovi und wer weiss, vielleicht lässt sich ja trotzdem irgendwie noch ein Meet & Greet mit Jon Boy organisieren. Das wäre dann Weihnachten, Ostern, Geburtstag und Lotto 6er in einem. Fingers crossed also.

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Bon Jovi – An Evening with Bon Jovi (1992)

Jackpot! Die treue Leserschaft weiss natürlich schon länger von meinem heimlichen Bon Jovi-Fantum. Das dauert nun, mit kurzem Unterbruch auch schon über 30 Jahre an. Alles fing damals mit einem liebevoll aufgenommen Tape vom Vater meines besten Kumpels an. Bon Jovi. musst du hören, “isch geil”. So oder so ähnlich hat er mir damals die Musik vermarktet. Mein sonst eher von den Stock Aitken und Waterman geschultes Ohr war am Anfang eher ein wenig skeptisch, doch nach ein paar Hördurchgängen war ich Feuer und Flame für die Band. 1993 war es dann just auch mein allererstes Konzert, welches ich je besuchen durfte, einen Bericht darüber gibts irgendwo in den Unweiten dieses Blogs. Soviel dazu. Nun kommen Bon Jovi am 10 Juli mal wieder in die Schweiz. Zwecks Nostalgiebefriedigung hab ich mir den Termin schon vor Monaten rot im Kalender angestrichen. Mittwoch sowieso immer gut, muss ich nämlich nicht ins Büro. Doch die gut 100 Schweizer Fränkli Eintritt für den billigsten Stehplatz weit weit hinten haben mich ein wenig abgeschreckt und so hoffte ich auf Ricardo.ch, dem Schweizer Auktionsportal. Leider waren die Schnäppchen da sehr rar gesät und so schmiess ich vor gut 2 Wochen Google an und meldete mich bei sämtlich auffindbaren Wettbewerben an. Und tatsächlich! Da ruft mich vorgestern, ich war gerade mit meinen Töchtern im überfüllten Zug auf dem Weg nach Schaffhausen,  das Radio an und meinte, das ich sehr nahe dran bin, ein “Super-VIP-Package” für das kommende Bon Jovi Konzert zu gewinnen. Ich horchte auf! “Was ich denn machen müsste?” “Ganz einfach,  am Radio live singen”, meinte die freundliche Stimme. “Ich und singen und dann noch live!”. Lieber nicht, will ja nicht die Hörer vertreiben. Doch die Dame meinte, es sei gar nicht so schwierig, ich müsse nur einen Bon Jovi Refrain vollenden. Ich willigte dann mit einem unguten Gefühl ein, vor allem auch weil ich nicht wusste, um welchen Song es sich handeln würde, was ja eben der Clou am ganzen sein sollte. Nix peinlicher, als sich als Superfan aufzuspielen und dann die Textpassagen nicht kennen. In Schaffhausen dann erst mal ordentlich Bier gegen die Nervosität getrunken, dabei ein wenig Bon Jovi gehört, Texte geübt und schlussendlich dann den Super-VIP-Preis (+3 Personen, inkl. Limoservice, Essen, Konzert in der VIP Loge verfolgen etc etc),  like Frankie said, souverän abgeräumt. Singen standesgemäss grauselig,  aber sonst während des kurzen Talks mich ganz okay verkauft. Zumindest wurde mir das so berichtet. Ist das nicht geil? Also so richtig geil! Geil geil geil! Und zur Einstimmung dann nach meiner Rückkehr vom Schaffhauser Exil am Rhein gestern fleissig die Klassiker der Band in ordentlicher Lautstärke zu Hause auf Repeat angehört. Da durften natürlich auch die Liveaufnahmen vom 92er MTV Keep The Faith-Werbekonzert, welche ich schon seit eh und je als Bootleg besitze, nicht fehlen. Die Versionen von Living on a Prayer und Wanted Dead or Alive (inkl. den Ansagen) sind fantastisch und sorgen auch über 25 Jahre später noch für minutenlange Poulethaut, zumindest bei mir. Definitiv bester Bon Jovi Moment aller Zeiten.  Wobei, ich war ja noch nicht am Champagnerbüffet in der VIP Loge… haha.

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Depeche Mode – It’s No Good (1997; Ultra)

Im nahgelegenen Letzigrund-Stadion spielen am Sonntag die Synthpop-Legenden Depeche Mode. Ticketpreise wie immer an solchen Anlässen weit im Jenseits des Zumutbaren. Also ganz getreu dem Motto Everything counts in large amounts. Da das Wetter aber fürmal mitspielen sollte und die Setlist der bisherigen Shows einen ganz passablen Eindruck hinterlassen – an den ziemlich schwachen Songs der letzten 3 Alben kommt man halt leider nicht ganz vorbei –  wagte ich dann noch einen Blick auf das Auktionsportal Ricardo und wurde dort schnäppchentechnisch doch prompt noch  fündig. Somit liegen nun nach einer doch etwas längeren Periode der musikalischen Abwesenheit die doch zahlreichen Depeche Mode Scheiben zum Einstimmen und Texte auswendig lernen auf dem Abhörstapel im Wohnzimmer.

Der heutige Song des Tages hat es dann aus ziemlich unerklärlichen Gründen nicht auf die aktuellen Setlists geschafft und bekommt somit seinen verdienten Ruhm exklusiv hier auf diesem Kanal ab. It’s so good.

 

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Soundgarden – Fell on Black Days (1993; Superunknown)

Guns N’ Roses kommen 2017 für einen Stadiongig in die Schweiz. Billigstes Ticket: 250 Schweizer Fränkli (umgerechent ca. 220 Euronen). Aber wieso sollte man sich die Gunners 2017 überhaupt antun? Und dann noch für diesen Preis. Das “Original-Line-Up” hatte sein Handwerk schon 1992 in Basel nicht wirklich im Griff gehabt, inkl. gut 2 stündiger Verspätung.  Damals war man ja zumindest auf dem medialen Höhepunkt des Schaffens, was man ja 2016 resp. 2017 weder medial noch musikalisch behaupten darf. Meine Enttäuschung über das Gebotene von  Axl und Mannschaft war damals riesig. Immerhin hatte ich damals fast ein Dreivierteljahr auf das Konzert hin die Kröten zusammengespart. Dafür begeisterte mich nebst Metallica, vor allem die eine Vorband namens Soundgarden mit dem damals noch ziemlich frischen Sound aus Seattle. Auch wenn Sie nur wenig Spielzeit hatten, ich war sofort Fan und die Poser rund um Guns n’Roses per sofort Geschichte.

 

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Die Toten Hosen – Azzuro (1990; Auf dem Kreuzzug ins Glück)

Gestern spielten ja werten Toten Hosen vor geschätzten 534’287 Menschen im Zürcher Letzigrund Stadion. Davon mitbekommen hab ich nichts, da ich den Albisriederplatz schon am Nachmittag ausserstädtisch verlassen habe. Scheinbar soll es einmal mehr toll gewesen sein, denn Lobeshymnen gab es heute auf allen Kanälen zu lesen – wobei ja solche Anlässe immer in den Himmel gelobt werden. Wie dem auch sei. Meine Erinnerungen an die Hosen gehen ja weit in die 80-er Jahre zurück. Das kleine bisschen Horrorschau steht heute noch als Vinyl im Regal und dank dem Cover-Album Learning English lernte ich andere (britische) Punkbands kennen. Mein Favorite war aber immer das Live Album Bis zum bitteren Ende, dass auch noch heute fleissig Runden im CD-Schacht dreht. Guter alter deutscher Punkrock halt. Nach 1993 und dem Kauf mich Album verflüchtete sich mein Interesse an der Band dann doch ziemlich schnell. “Die Toten Hosen, ne, die sind uncool”. Ich interessierte mich dann doch lieber für Hansa-A-Plast oder Abwärts und wenns zum Saufen ging, grölte ich torkelnd auf den Gassen am liebsten die Lieder der Dimple Minds. Via eines Facebook-Posts eines Bekannten nahm ich heute morgen dann von der morgigen “spontanen” Clubshow der Hosen im doch ziemlich kleinen Club Mascotte Kenntnis. Auch wenn aus den letzten 20 Jahren nur noch die Hits aus dem Radio kenne, dachte ich mir, wäre doch cool die Band auch mal zu sehen, und dann erst noch in so einem kleinen und somit exklusiven Rahmen zu sehen. Punkt 12 Uhr auf den Online-Shop geklickt und schwups, das rare Ticket gehört doch tatsächlich mir. Und so werde ich mich dann morgen neben vielleicht 300 – 400 anderen Menschen pünktlich um 20 Uhr da einfinden. Die Vorfreude ist nun doch riesig und die Hoffnung auf ein ordentliches Punk Rock Set genauso. Und wenn dann noch der Celentano Klassiker Azzuro gespielt würde könnte man doch fast schon von einem perfekten Wochenstart sprechen. Aber auch so werde ich sicher Spass haben. Und nun einen Bommerlunder bitte.

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