Tag Archives: Kalifornien

Jade Jackson – Aden (2017; Gilded)

Da hat aber jemand ganz ordentlich viel Lucinda Williams gehört. Entdeckt wurde die junge Musikerin von Christine Marie, der Frau der amerikanischen Punk-Ikone Mike Ness (Social Distortion) in einem kleinen Café irgendwo im meist sonnigen Kalifornien. Letzterer hat die junge Musikerin dann auch gleich höchstpersönlich unter seine Fittiche genommen und dem superben Debütalbum im Studio den letzten Schliff verleiht. Anschliessend wurde die junge Kalifornierin auch gleich noch im Vorprogramm für die aktuelle Social Distortion Tour eingespannt. Mit Punk hat das Album, wie schon eingangs erwähnt,  sehr wenig gemein. Gilded verfolgt die Alternativ Country Schiene aus der Sicht von jemandem, der mit Hank Williams, wie auch mit den Smiths und Gun Club musikalisch sozialisiert wurde. Ziemlich amtliche Sache das und somit auch das derzeit liebste Produkt, welches meine vom Tinnitus geschundenen Lauscherchen hören dürfen. Tipp!

Apropos geschunden: Geschunden sind weiterhin meine Nerven. Auch 3 Tage vor Urlaubsende ist an einen Einzug in die heimischen vier Wände nicht zu denken. Keine Ahnung, welcher Trottel hier schlussendlich für diese ziemliche Falschplanung verantwortlich ist. In meinem beiden letzten Jobs wäre das mit Sicherheit ein Grund für einen Fristlosen gewesen und so wünsche ich mir ähnliches für diesen dämlichen Amateur von einem Bauleiter. Somit werde ich wohl oder übel den neuen Job mit deiner Dusche in der Dixiekabine im Hof starten. Schöne Aussichten und guter Stoff für ein paar Hasssongs in der nächsten Woche.

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Hole – Malibu (1998; Celebrity Skin)

Courtney Love war ja in den letzten Wochen wieder in aller Munde. Sei es wegen den Feierlichkeiten rund um Kurts 20igsten oder auch wegen einer angeblichen Hole Reunion. Nebenbei kann man im weltweitenweb nun auch zwei neue Songs streamen, welche unter ihrem Namen veröffentlicht werden oder bereits wurden, so genau weiss ich das nun auch wieder nicht. Anyway, mit Courtney resp. Hole hatte ich nach dem ziemlich tollen Live Through This und einem Konzert damals in der Roten Fabrik abgeschlossen. Der Nachfolger Celebrity Skin war mir damals dann irgendwie zu uncool, zu mainstream, zu lasch. Die Platte erschien auch just in den Jahren in denen ich am liebsten unveröffentlichte Schlafzimmeraufnahmen, neudeutsch Bootlegs, von linksradikalen Musikern aus Papua-Neuguinea gehört habe (=>weisch ich bin so speziell-Swag). Natürlich nur Aufnahmen vor 1947 und da passten halt Courtney und Mannschaft nicht so recht ins Bild. Vor ein paar Wochen jedoch durchwühlte ich aus Langeweile das umfangreiche Archiv, welches eigentlich aufgelöst werden will aber halt doch nicht sollte, weil es gut ist und deshalb irgendwie am verstauben ist und somit brach liegt (wieso auch immer), von Missmodernage und fand das eben erwähnte Celebrity Skin von Hole. Rausgenommen, auf iTunes geladen und seitdem ertappe ich mich doch immer mal wieder beim Hören dieser eigentlich doch ganz guten Platte. Mein Favorit: Malibu.

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The Drones – Jezebel (2006; Gala Mill)

Gemäss Statistiken des Schweizer Wetterdienstes war der diesjährige Winter der trübste seit 17 Jahren. In der Stadt Zürich wurden seit Anfang Dezember gerade noch 126 Sonnenstunden gemessen. Kein Wunder lechzen da manche Seelen nach Sonnenschein und Wärme. Etwas von dem es derzeit in Australien vermutlich noch zu genüge gibt. Von da kommen dann auch die Drones, die mit rohem Bluesrock wütend um sich schlagen und in ihren düsteren Texten die Abgründe der Menschheit erkunden. Birthday Party, die Cramps oder der Gun Club lassen aus der Gruft grüssen. Musikalisch sind die Drones inetwa so sonnig wie die australische Wüstenstadt Coober Pedy während einem Sandsturm und sind somit soetwas wie die bösen Onkel der an der kalifornischen Sonne gereiften Harmonien Dinosaur Jr’s. Übrigens, in Kürze veröffentlichen die Aussies den von mir langeherbeigesehnten Nachfolger zum ziemlich amtlichen Havilah aus dem Jahre 2009.

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26. February 2013 · 1:53 pm