Tag Archives: Jazz

Duke Ellington & John Coltrane – In A Sentimental Mood (1963; Duke Ellington & John Coltrane

Soundtrack zu den Stunden, bevor die Hitze wieder unerbittlich zuschlagen wird. Wann hat das Ganze endlich ein Ende?

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Kamasi Washington – Street Fighter Mas (2018; Heaven and Earth)

In gut 24 Stunden ist es soweit. Die Schweiz wird gegen Schweden das Achtelfinale der diesjährigen Fussballweltmeisterschaft bestreiten. Für die goldene Generation wohl vorläufig die letzte Chance, endlich mal was Grosses zu erreichen. Und mit Schweden hat man einen Gegener, den man auf  gleicher Augenhöhe begegnen kann. Bis zum Spiel morgen um 16 Uhr sind noch diverse Fragen offen. Zum Beispiel, wie man die Gelb-Sperren in der Abwehr kompensieren will. Hauptproblem: Die Innenverteidigung. Zur Auswahl steht Djourou ein Routinier, ja ein alter Hase im Business. Leider nicht immer ganz sattelfest und in den letzten Jahren für den einen oder anderen Herzpatienten in den Schweizer Spitälern verantwortlich. Ihm gegenüber der junge Elvedi. Talentiert, aber auf internationaler Ebene wohl zu wenig Erfahrung. Böse Menschen meinen ja, dass man gleich einen Kartoffelsack aufs Feld stellen kann. Dann natürlich die Frage, wer die Tore schiessen soll. Seit geschätzten 10 Jahren und der Ära Alex Frei, hat die Schweiz keinen Knipser mehr in ihren Reihen. Der lang gesetzte Mann aus Sursee, Haris Seferovic, stellte an dieser WM einen neuen Minusrekord in Sachen Ballkontakte auf. Im Normallfall ein absoluter Kämpfer vor dem Herrn, aber die Nation will nun doch endlich Tore sehen.  Sein Ersatzmann Gavranovic , Torschützenkönig in der sicherlich (Ironiemodus an) ziemlich hochstehenden (Ironiemodus aus) kroatischen Liga, nicht wirklich viel besser. Immerhin legte er den Ball für Shaq zum goldenen 2-1 gegen die Serben auf.  Einzig konnte der gute Josip Drmic mit einem Lattenknaller und einem Tor in 20 Minuten Spielzeit überzeugen. Der war jedoch vor der WM fast ein Jahr verletzt, ja kurz vor dem Karriereende, und ich weiss nicht, ob der 60 oder mehr Minuten durchhalten mag. Sowieso, will man sich seine Frisur 90+Minuten antun?  Zuguterletzt natürlich die Diskussion um die 10-er Position. Die halbe Welt versteht nicht, warum “Superstar” XS in der Nati auf der Seite und nicht auf seiner bevorzugten Position spielt.

Fragen über Fragen. In 24 Stunden weiss man dann bestimmt mehr. Bislang hat Don Vlad ja immer ein goldenes Händchen mit seinen Entscheidungen gehabt, warum also auch nicht gegen die vermutlich halt doch ziemlich mediokren Schweden, die ja gegen die derzeit ziemlich unterirdische deutsche Nationalmannschaft verloren hat? Eben!

#wirwerdenWeltmeister

Und weil es noch gut 24 Stunden bis zum vorläufigen Schweizer Highlight dieser WM dauert, könnte man sich noch das eine oder andere Male die superbe neue Scheibe vom Saxophonisten Kamasi Washington zu Gemüte führen.  Ein ziemlich episches Ding! Über zwei Stunden gniedelt und quäkt Heaven & Earth lüsternen Jazz. Jazz, aufgepeppt mt  afro­kubanischen Grooves, HipHop-­Beats, Fusion-Keyboards und ollem Funk-Gegurgel. Dazu Soul und 50köpfige Chöre. Wenn das mal nicht grössenwahnsinnig ist! Leider ziemlich geil und somit absoluter Hörtipp!

 

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Pharoah Sanders – The Creator Has A Master Plan (1969; Karma)

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Soundtrack zur Nacht.

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#2017 – The Year In My Ear – Platz 4

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King Krule – The Ooz

Ich glaub, die Platte habe ich hier im Kabinett gar nie gross vorgestellt. Die Vermutung, dass dank Kanye West und Beyonce schon alle von dem jungen Briten gehört haben lag resp. liegt nahe. Auch der Werte Berichterstatter hat damals von seinem umjubelten Debütalbum Notiz genommen und den jungen Burschen auch gleich mal als pothässlichen und übergehypten Vogel abgestempelt. Zudem könnte er alterstechnisch ja schon fast mein Sohn sein, und von Jungspunden lass ich mich seit geraumer Zeit nur noch selten inspirieren resp. begeistern. Die damalige Single Easy Easy bestätigte diesen ersten Eindruck. 4 Jahre später musste meine Meinung jedoch revidiert werden, auch dank dem sensationellen Vocal-Beitrag auf dem aktuellen und ziemlich guten Mount Kimbie-Album (zu finden etwas weiter hinten in meinen Jahrescharts). Mannomann, was für ein geiler Song.  Kaum dran gefallen gefunden stand dann auch schon The Ooz in den Läden und begeisterte mich sofort mit seiner Mixtur irgendwo zwischen Film Noir, Jazz, Trip Hop, Rock und Folk. Klingt weird, passt aber alles perfekt zusammen, auch dank der stets melancholischen Grundatmosphäre sowie natürlich der Reibeisenstimme von Archy Samuel Marshall, wie King Krule zum bürgerlichen Namen heisst.  Als Vater wäre ich stolz auf meinen Sohn!

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Kamasi Washington – Truth (2017; Harmony of Difference EP)

Die freitägliche Hausarbeit ist fast verrichtet. Somit bleibt beim Pausenkaffee noch etwas Zeit für ein wenig Jazz von Kamasi Washington. Ich bin ja absolut kein Jazz-Kenner, doch das hier gefällt.

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Buddy Johnson – Bitter Sweet (1957; Walkin)

Es war ein regelrechter Schock heute Morgen. Ich musste gar zweimal in den Spiegel schauen, um mich darin zu erkennen.  Da hat sich doch seit gestern tatsächlich eine mächtige Zornesfalte zwischen den Augenbrauen eingenistet. Generell wirkte das Gesicht massiv älter als noch ein paar Stunden vorher. Alt und fahl, und das trotz Urlaub! Ich mache wohl was gewaltig falsch. Vermutlich ist das aber doch nur der nachträgliche Lohn der letzten, ziemlich intensiven Jahre als Wutbürger. Kurzfristig hilft dann dagegen auch nur das Aufsetzen von übergrossen Sonnenbrillen resp. die Meidung von Spiegeln und ähnlichem. Trotzdem: 20 Jahre altern in einer Nacht, soll mir erst mal einer vormachen. Entsprechend gibt es einen Song des Tages vor den Latz geknallt, der jahrgangs-technisch meinen derzeitigen Zustand wiedergibt.  Happy Freitag!

 

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Rickie Lee Jones – On Saturday Afternoons in 1963 (1979; Rickie Lee Jones)

 

Von wegen Samstag ist Selbstmord! Beim Genuss – man kann es ja gar nicht anders formulieren – dieses wunderbaren Songs, möchte man sich doch am liebsten gleich Doc Browns Zeitmaschine schnappen und sich schwups an einen dieser besungenen Samstagnachmittage im Jahre 1963 beamen. Die Welt muss damals, man vermutet es an der sentimental-melancholischen Grundstimmung, mit grosser Wahrscheinlichkeit noch so richtig in Ordnung gewesen sein und so hätte man wohl vor Ort genügend Möglichkeiten, diese im Song eben erwähnte und in die Zukunft transportierte sentimentale Melancholie live und lebendig in sich aufzusaugen. Ein Lebensgefühl, dass uns die etwas später in den 1960-er Jahren spielende TV-Serie The Wonder Years (Wunderbare Jahre) Tag für Tag, Woche für Woche am TV zu vermitteln versuchte. Ein unglaublich schönes Stück Musik und somit einmal Repeat-Taste für mich bitte.

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PJ Harvey – The Community of Hope (2016; The Hope Six Demolition Project)

Seit dem letzten Release von Polly Jean Harvey sind ja auch schon wieder fünf lange Jahre vergangen. Fünf lange Jahre, in denen u.a. die Geheimratsecken bei der Austragung harter Kämpfe gegen diverse Haarwässerchen weiteren, einst fruchtbaren Boden gutgemacht haben und einem Besuch bei Silvio Berlusconi‘s Haarprachtmonteur somit bald nichts mehr im Wege steht. Polly Jean Harvey hingegen kann dem Älterwerden weiterhin mit einem Lächeln begegnen . Sieht sie auch mit Mitte 40 noch bezaubernd wie eh und je aus. Immerhin bleibt die Vorfreude, bekanntermassen ja die schönste aller Freuden, auch im Alter erhalten. Entsprechend war diejenige auf The Hope Six Demolition Project nach alle den Jahren nicht nur bei mir riesig, konnte man in den letzten Tagen, Wochen, ja Monaten fleissig und immer wieder über das Albumprojekt und dessen Projektfortschritt lesen. Berichte resp. mittlerweile ja Rezensionen, bei welchen seit dem Release auch wieder inflationsartig – für Musik von PJ Harvey ja gar nicht so untypisch – das Wort Meisterwerk verwendet wurde. Nun gut (man ahnt es nun), als seit über 20 Jahren glühender Verehrer der Musik von Polly Jean freute auch ich mich sehr auf diese Platte und ja, sie ist wiederum gut geworden. Sehr gut sogar und immer noch besser als vieles auf dieser Welt, aber ein Meisterwerk? Ich weiss nicht so recht.  Der Opener The Community of Hope, auch gleich mein Favorit, ist definitiv wieder grosses Kino, aber danach ist es dann doch eher eine qualitative Achterbahnfahrt mit teils nervenden Freejazz-Einlagen und noch mehr nervenden Männerchören und so klingt The Hope Six Demolition Project für mich doch allzu oft nach, mit ein paar Jahren Verzug, überarbeitete B-Seiten ihres letzten Erfolgsalbums Let England Shake. Sehr gute B-Seiten zweifelsfrei, aber irgendwie hab ich nach dem Getue im Vorfeld doch ein kleines bisschen mehr erwartet.

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David Bowie – Lazarus (2016; Blackstar)

Der Thin White Duke beweist mit Blackstar einmal mehr sehr eindrücklich, das mit ihm auch im Jahre 2016 nach Christi und mit 69 Jahren (Happy Birthday by the way) noch fest zu rechnen ist. Nachdem der Spaceboy sich in Vergangenheit bekanntermassen immer mal wieder neu erfunden hat, geht nun Blackstar schon fast erwartungsgemäss wiederum in eine andere Richtung.  Bowie, Ausgabe 2016, und wie das mit dem Alter so kommt, ist  nun am Jazz interessiert. Die teils wilden Saxophon-Solis sind dann aber doch nur ein kleiner Teil in diesem doch ziemlich raffinierten Harmonien-Puzzle, das auch mal mit einer ordentlichen Prise Funk. clubtauglichen Beats und vor allem sehr viel Art-Rock aufwartet. Black Star ist somit auch alles andere als für das oberflächliche Hören gedacht, zumindest die ersten 4 Tracks sind doch ziemlich schwere Brocken,  die es erstmal zu verdauen gilt. Doch das schöne an  Blackstar ist, das bei dem ganzen Soundgewitter immer mal wieder, wenn meist auch nur für kurz, einer dieser Melodien auftaucht, für die man den guten Bowie stundenlang umarmen möchte und sowieso, das Pop-Chamäleon war immer dann am besten, wenn seine Alben anfänglich doch eher schwer zugänglich waren. Definitiv sein bestes Album seit Scary Monsters und der erste Höhepunkt im neuen Jahr. Tipp!

 

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Vince Guaraldi Trio – Christmas Time is Here (1965; A Charlie Brown Christmas)

Seit Ihr schon alle in Weihnachtsstimmung?  Meine Wenigkeit ist kurz vor den Festivitäten alles andere als festlich gestimmt. Vielleicht ist der Frühling im Dezember schuld, vielleicht das energieverschleissende Zügeln vor noch nicht allzu langer Zeit. I really dunno! Selbst das Eintrinken mit Glühwein will bislang nicht so richtig funktionieren und Last Christmas hör ich leider auch nur in den eigenen vier Wänden. Also da, wo es nicht so Spass macht. Nun gut, bis Heiligabend sind es ja noch ein paar Tage. Vielleicht klappts ja kurzfristig noch mit dem Peanuts Klassiker A Charlie Brown Christmas. 

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