Tag Archives: Japan

David Sylvian – Backwaters (1984; Brilliant Trees)

Der Tag war noch ziemlich jungfräulich, als heute Morgen beim ersten Kaffee der gute alte David Sylvian für das passende Ambiente zum Sonnenaufgang sorgen durfte. Backwaters, was für ein wundervoller Song von einem ebenso wundervollen Album. Der Leser mag sich nun fragen, warum der Schreiberling um diese Zeit schon aktiv war. Es muss wohl an der im fortschreitenden Alter nicht untypischen senilen Bettflucht liegen, anders kann ich mir das bei bestem Willen auch nicht erklären.

Apropos erklären:  #wirwerdendannhaltimJahr2022Weltmeister. Verdiente Niederlage im Achtelfinale gegen ein äusserst bescheidenes Schweden. Aber wer so ideenlos und vor allem ohne Herz kickt, der hat an einer Endrunde eigentlich nix verloren.  Ukraine, Polen und nun Schweden, so viel Losglück hat ja im Normallfall nicht mal die Mannschaft. Und wer an solch mediokren Mannschaften scheitert ist selber nicht mehr als ähm medioker. Dafür ist nun wieder etwas mehr Zeit für die Konsumation von Musik vorhanden. Ich wollte mich ja schon immer mit dem Schaffen von David Sylvian nach 1999 befassen. Mit der aktuell stramm fortschreitenden Reduzierung der Fussballspiele im TV eigentlich eine ganz lösbare Aufgabe.  Eigentlich….

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Tenniscoats – 月の音 (2016; Music Exists 4)

Eine nicht abklingen wollende, ziemlich schmerzende  Mittelohrenentzündung sowie das Kind beim genüsslichen Frühstücken. Mindestens zwei wichtige Gründe die schreiwütigen FJØRT gegen den niedlichen Indiepop meiner Lieblingsjapaner Tenniscoats auf dem Plattenteller oder in diesem Falle, da in der Küche am wüten,  auf dem Rechner auszutauschen. Tenniscoats gehören ja zu der Sorte Band, die ich unbedingt mal Live sehen möchte. Immerhin durfte ich das Duo in erweiterter Form, u.a. mit Markus Acher von The Notwist, unter dem Projektnamen Spirit Fest vergangenen Dezember an der Alien Disko in München sehen. Schee war’s.

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Tenniscoats – ラタンカ (Ratanka) (2015; Music Exists Disc 1)

 

Wenn die Erlösung in weiter Ferne scheint, trotzdem aber ein letzter Funke Hoffnung aufkeimt, ja dann ist man wohl der traumwandlerischen Musik des japanischens Duo’s Tenniscoats verfallen. So etwas wie meine neue Lieblingsband. Anhören & gut finden!

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Boredoms – Live in New York (1993)

Ich hätte ja Lust, euch schon wieder mit einem Track meiner derzeitigen Lieblingen Nisennenmondai zu quälen. Doch 3x in einem halben Jahr, das dürfen nur Tocotronic und ausserdem gibt es ja noch weitere fantastische Musik aus Japan. Zum Beispiel die der Boredoms aus Osaka. Einigen dürfte der Wahnsinn rund um den Schreihals Yamatsuka Eye schon bekannt sein. Ich bin ja grosser Fan der früheren und noch ziemlich chaotischen Platten wie Soul Discharge, Chocolate Synthesizer und Pop Tatari. Zugegebenermassen nicht gerade Musik, die man während dem Einschlafen hört. Und sowieso, dieses Spektakel muss man live erlebt haben. Davon kann man sich glücklicherweise dieses Jahr bei ein paar wenigen Shows in Europa (u.a. Bad Bonn/Schweiz und Primavera/Barcelona) einmal mehr davon überzeugen. Wer es nicht dahin schafft, der kann sich von diesem wirklich tollen Mitschnitt von 1993 vom Boredoms-Fieber anstecken lassen. Mich zumindest, hat es damals währen dem Schauen der Wah2-Sendung auf Viva ziemlich gepackt. Viel Spass.

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Noah – Flaw (2015; Sivutie)

Die äusserlichen Gegebenheiten sind für ein Album wie Sivutie an dem heutigen 1.Mai einmal mehr gegeben. Die Japanerin Noah schwebt hier mit ihren luftigmelancholischen Sounds irgendwo im Zwischenraum von R&B und Ambient und lässt den Hörer, wie auch die Hörerin, entspannt auf dem Sofa von Fantasiewelten abseits von den jährlichen 1. Mai-Krawallen träumen. Grossartig!

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Noah – Sivutie (2015; Sivutie)

Noch gute 90 Minuten, dann mach ich im Büro den schnellen Abgang. Zumindest für diese Woche. Bis dahin verschönere ich mir die Restzeit mit der Japanerin Noah und deren wunderschönen Sivutie. Eine sehr spacige und verträumte Platte, die sicherlich auch gut in irgendeinen David Lynch-Film gepasst hätte.

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Endon – Parricide Agent Service (2014; Mama)

Krach und Japan, das funktioniert bekanntermassen sehr gut. Meistens jedenfalls. Somit hau ich euch noch einen weiteren Song  aus dem Lande der aufgehenden Sonne vor dem Latz. Und was für ein Teil! Die zarten Gemüter  unter den Lesern Call Me Appetites verzichten evtl. auf die kommenden 3.40 Minuten Lärm, den was Endon auf einen losprügeln ist definitiv nichts für sensible Ohren. Schon lange hat mir keine Platte mehr so dermassen den Kopf weggeblasen, wie Mama. Letzteres hat vermutlich auch sehr viel mit der hormonellen Abstumpfung im vorgeschrittenen Alter zu tun. Trotzdem, so etwas wildes, chaotisches, lärmiges und intensives hab ich in meinem Leben selten gehört. Krach galore! Und wenn der Schreihals erstmal so richtig loslegt, schrumpfen selbst dem schwärzesten aller schwarzen norwegischen Satansanbeter die Hoden auf Erdnussgrösse, so düster und hammerhart zugleich präsentieren sich die Japaner Endon auf Mama. Kurz: purer Wahnsinn und somit verdientermassen Call Me Appetites most favorite fucking new Band. Tripple Geil.

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Bo Ningen – Daikaisei (2012; Line To The Wall)

Heute Abend eröffnen die in London wohnhaften, japanischen Noiserocker Bo Ningen das Zürcher Konzert der Savages. Für meine Wenigkeit eigentlich ein absoluter Pflichttermin. Doch ist auf der Agenda schon seit Längerem ziemlich fett ein Termin mit der Steuerberaterin eingetragen. Daran gibts auch nichts mehr zu rütteln und somit gebe ich mir alternativ diesen schönen Liveclip und ernenn Daikaisei auch gleich zum Krach(er) des Tages.

 

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Number Girl – Zegen Vs. Undercover (Sappukei; 2000)

Der Japan-Urlaub ist nun auch schon wieder bald einen Monat her. Davon übrig sind nebst den zahlreichen schönen Erinnerungen, vorallem die täglichen Matcha-Tee Aufgüsse und natürlich die Musik. Und das es nicht immer nach Beatles oder sonstigem niedlichem Psych-Pop-Shizzle-Zeugs klingen muss beweisen Number Girl mit ihrer Version des Post-Hardcore.

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Cornelius – Star Fruits Surf Rider (1998; Fantasma)

Keigo Oyamada alias Cornelius wurde in der vergangenen Japanwoche ja schon erwähnt. Ich würde mal grob behaupten, dass er von meinen vielen Lieblingsjapaner der wohl liebste Lieblingsjapaner ist. Selbst der äusserst leckeren, frittierten Sushi-Rolle im Samurai würde ich Cornelius vorziehen. Entsprechend soll Herr Oyamada auch hier endlich mal gehuldigt werden.  Sein Opus Magnum Fantasma ist zwar auch schon wieder 18 Jahre alt (Point und Sensous sind fast so tolle Alben), hat aber den Test der Zeit mehr als gut überstanden. Wie es sich für einen echten Japaner gehört, gibt es auf Fantasma nebst allerhand skurillen elektronischen Spielereien, auch die eine oder andere  Beatles Reminiszenz zu hören. Ziemlich abgedreht und zugleich unheimlich catchy. Ultragrosses Ding! Stellvertretend gibts “Stal Fluts Sulf Lidel” auf die Ohren und weil so superduper auch gleich noch im genauso suprigen Damon Albarn Remix. Zweifach-Liebe am Montagabend. Es kommt somit alles gut. Check it out!

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