Tag Archives: Japan

#2020 – The Year In My Ear – Platz 5

Spirit Fest – Mirage Mirage

Dank COVID 19 gabs im vergangenen Jahr keinen traditionellen Ausflug in meine Lieblingsstadt München. In den letzten 3 Jahren wurde der Ausflug jeweils in die Vorweihnachtszeit gelegt. Nicht wegen Glühwein und Wurst am Christkindlmarkt, nein, ich besuchte jeweils die von den Acher-Brüdern (The Notwist) kuratierte Alien Disko. Mit am Start waren auch immer Saya und Takashi von den mir ebenso sehr geschätzten Tenniscoats. Aber eben, der Sauhund 2020 wollte nicht so recht. Immerhin gab es Ersatzbefriedigung in Form einer neuen Platte von Spirit Fest, einer Indie Supergroup bestehend aus Saya und Takashi Ueno, Markus Acher, Cico Beck (Aloa Input, The Notwist) und Mat Fowler (Jam Money, Bons). Feinster Avant-Pop.

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Spirit Fest – Mirage (2020; Mirage Mirage)

Viele Pakete fanden den Weg während des Lockdowns nicht in den heimischen Briefkasten. Die Kohle streichen die Labels, Vertriebe und Mailorders trotzdem ein und verweisen beim Nachfragen auf nichtssagende Paragraphen. Nichts so das Berliner Label Morr Music. Auf Bandcamp einkaufen und 3 Tage später liegt die Musik zu Hause im CD Dreher. So sollte es doch sein. Und wenn dann die gekauften Platten noch wundertoll sind, machts doppelt Spass. Sehr zu empfehlen an dieser Stelle der neue Longplayer der u.a. aus Mitgliedern von Notwist und Tenniscoats bestehenden Band Sprit Fest. Sozusagen eine Indie-Supergroup. Und so klingt das Ganze dann auch aka man nehme das Beste der späten Notwist und würze es mit der leicht verschrobenen Niedlichkeit der japanischen Tenniscoats. Highly recommended!

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Yoshio Ojima – Parjanya (1988; Une Collection des Chainons II)

Wo Raum und Zeit ineinander verschmilzen.

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Maki Asakawa – Hikkoshi (1973 resp 2015/ Maki Asakawa)

Während draussen die Strassen glühen, verschanzen wir uns in der abgedunkelten Wohnung und hören Musik. Und sollte es jemals wieder kalt werden, dann werde ich das Haus verlassen und endlich mal diesen einen Plattenladen in London, Honest Jon’s heisst der, aufsuchen und mich fachmännisch in Sachen Musik aus einer anderen Zeit und  Kultur weiterbilden lassen. Das hier ist jedenfalls schon mal grossartigst!

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Miles Davis – It’s About That Time (1969; In A Silent Way)

Sie kommt schon (sehr) bald wieder, die Zeit in der rückblickend abgerechnet wird. Zumindest musikalisch. Eins darf hier schon mal verraten sein, es war ein Jahr in dem ich mich vor allem von Jazz, Ambient und Skurrilem aus Japan begeistern liess. Meist Veröffentlichungen aus Zeiten vor dieser. Nichtsdestotrotz hat meiner einer auch den einen oder anderen aktuellen Neuzugang verbucht und so stelle ich in den nächsten Tagen beim einem oder anderen Weizenbierchen meine Shortlist für das vergangene Jahr zusammen und schau dann Tag für Tag weiter. Same proecedure as every year also.  Tipps für das Album des Jahres darf man gerne in der Kommentarspalte hinterlassen. Und übrigens gut möglich, dass ich den Jahrgangsbesten aus diversen Gründen hier im Kabinett noch gar nicht erwähnt habe. On verra.

 

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Mariah – Fujiyū na nezumi (1983; Utakata No Hibi)

Bessere Zeiten klingt gut. Das japanische Avantgarde Label Better Days war zwischen 1977 und 1984 zeitweise das Zuhause von so illustren Musikern wie Ryuichi Sakamoto, Kazumi Watanabe sowie Yasuaki Shimizu und seiner damaligen Band Mariah, deren Album Utakata No Hibi vor ein paar Jahren wiederveröffentlicht wurde. Und da sich mein musikalisches Interesse derzeit sehr auf mehr oder weniger obskure japanische Spielereien vergangener Zeiten fokussiert,  führte der Weg unweigerlich auch zu Mariah’s Meisterwerk. Wunderbar, wie da poppige Süsslichkeit auf avantgardistische Synthesizer-Schlaufen trifft.

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David Sylvian – September (1987; Secrets of the Beehive)

Wie der treue Leser sicherlich schon gemerkt hat, bewege ich bewege mich seit Wochen im musikalischen Dunstkreis der Herren Sylvian und Sakamoto. Schliesslich gibt es da auch viel schönes zu hören oder im Falle von Ryuichi Sakamoto sogar neuzuentdecken. Und da sich bei mir ein latenter Interessenmangel an neuer Musik – neu im Sinne von Folgen und Hören aktueller Veröffentlichtungen –  durchzusetzen scheint,  passt das im Moment ganz gut.  Und so soll es nun auch niemanden mehr verwundern, wenn jetzt noch ein weiterer, wenn auch sehr kurzer, David Sylvian-Song seinen Weg hier ins musikalische Kabinett findet. Denn: September’s here again.  Hach…. ♥

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Japan – Despair (1979; Quiet Life)

Neulich war ich nach langer Zeit mal wieder auf “Freigang”. Nichts spektakuläres. Zürich’s immer noch beste Pizza (Taverne da Angelo) essen, Wein trinken und dabei ein wenig dumm über Gott, Politik sowie Musik mit einem guten Freund schwatzen. Hat gepasst! Im Anschluss gönnten wir uns noch einen Absacker in irgendeiner Bar irgendwo im hippen Kreis 3. Der Name der Lokalität ist auch nicht wichtig. Die Institutionen gleichen sich in den In-Vierteln dieser Welt – dank Globalisierung – sowieso. Item. So sass ich also zur vorgerückter Stunde draussen hinter den Gleisen beim Bahnhof Wiedikon, schlürfte am leckeren Negroni und fühlte mich trotzdem irgendwie fehl am Platz. Rundherum gut gelauntes Partyvolk, dass zu langweiliger Technomusik, vorgeführt von einem lausigen Hobby-DJ, laut quatschte.  Die Genderverteilung stets korrekt eingependelt bei 50/50, wobei die Frauen mit ihrer Uniformierung durch irgendeinen dieser zahlreichen skandinavischen Modeaustatter auffielen und die auf dicke Eier machenden Männer brillierten mit feschen Undercuts und ganz viel coolem Subkulturgehabe, obwohl ansonsten in deren Leben eher das Prinzip bloss nicht anecken, bloss keinen Aufstand machen gilt. Es ist, wie es ist oder besser gesagt, bist du zu alt, sind sie zu jung. In Zukunft werde ich mich wohl, anstatt für den Ausgang an einem Freitagabend, eher für einen Besuch der heiteren Bingorunde im Quartier-Altersheim am Samstagnachmittag bemühen. Authentizität, sofern man die will, ist da auf sicher und zu Gewinnen gibt es sicherlich auch was tolles. Auf dem Heimweg mit dem 72-er Bus hörte ich über Ohrenstöpsel dann noch einen von mir sehr verehrten zugegebenernmassen etwas schwerverdaulichen Klassiker aus, wie es sich für einen mittlerweile etwas rückständingen, älteren Mann gehört, vergangenen Zeiten. Die Stimmung des Songs passte in diesem Moment jedoch, wie die berühmte Faust auf’s blaue Auge. Und dieses Saxophon, > grosse Liebe.

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David Sylvian & Holger Czukay – Premonition (Giant Empty Iron Vessel) (1989; Plight & Premonition)

In den Bergen hängt Gewitter 
Und die Hitze dauert an
In den Wolken spielen die Blitze
Die Hunde bellen, der Garten blüht

Das Thermometer soll heute in der Stadt bis auf 35 Grad steigen. Was für eine Qual! Mehr als wie eine tote Fliege rumliegen mag ich dann auch grad nicht und so lass ich mich beim Leiden ein wenig von Ambient/New Age-Musik aus dem Hause Sylvian/Czukay berieseln. Fantastische Musik, die diese Tage auf Grönland Records neu aufgelegt wurde.

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David Sylvian – Backwaters (1984; Brilliant Trees)

Der Tag war noch ziemlich jungfräulich, als heute Morgen beim ersten Kaffee der gute alte David Sylvian für das passende Ambiente zum Sonnenaufgang sorgen durfte. Backwaters, was für ein wundervoller Song von einem ebenso wundervollen Album. Der Leser mag sich nun fragen, warum der Schreiberling um diese Zeit schon aktiv war. Es muss wohl an der im fortschreitenden Alter nicht untypischen senilen Bettflucht liegen, anders kann ich mir das bei bestem Willen auch nicht erklären.

Apropos erklären:  #wirwerdendannhaltimJahr2022Weltmeister. Verdiente Niederlage im Achtelfinale gegen ein äusserst bescheidenes Schweden. Aber wer so ideenlos und vor allem ohne Herz kickt, der hat an einer Endrunde eigentlich nix verloren.  Ukraine, Polen und nun Schweden, so viel Losglück hat ja im Normallfall nicht mal die Mannschaft. Und wer an solch mediokren Mannschaften scheitert ist selber nicht mehr als ähm medioker. Dafür ist nun wieder etwas mehr Zeit für die Konsumation von Musik vorhanden. Ich wollte mich ja schon immer mit dem Schaffen von David Sylvian nach 1999 befassen. Mit der aktuell stramm fortschreitenden Reduzierung der Fussballspiele im TV eigentlich eine ganz lösbare Aufgabe.  Eigentlich….

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