Tag Archives: Jangle Pop

The No Ones – Clementine (2020; The Great Lost No Ones Album)

Neue Hymnen braucht die Welt! Clementine von den No Ones ist ein Paradebeispiel von einem Ohrwurm der sich tief in den Hirnwindungen vergräbt und nur wieder schwer rauszubringen ist. Ich zumindest pfeife seit Freitag nur noch diesen einen Song vor mich hin. Apropos No Ones, nebst zwei Norwegern besteht die Band aus Scott McCaughey (Minus 5) und Peter Buck, einem weiteren ehemaligen R.E.M-Mitstreiter. Ich präsentierte am Sonntag ja schon den guten alten Michael Stipe mit einer Riesennummer hier im Kabinett. Man stelle sich also vor, was wohl noch kommen würde, wenn Buck und Stipe (und auch Mills) wieder zusammenarbeiten würden. But they call it quits. So darf man sich halt an den vielen Neben und Hauptprojekten erfreuen. Zurück zur Jangle-Supergroup The No Ones. Mit Clementine hat die Band ihr Hitpulver bei weitem noch nicht verschossen, im Gegenteil. Ein Hit reiht sich an den anderen und trotz Ausgangssperre, Isolation, Quarantäne und anderen unschönen Dingen siegt beim Hören die Euphorie. So wie früher bei R.E.M. Hörtipp!

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Filthy Friends – Any Kind Of Crowd (2017; Invitation)

Wie eine gemeinsame Band bestehend aus Musikern von Sleater Kinney und R.E.M. wohl klingen mag? Genau, sie klingen wie Sleater Kinney gepaart mit R.E.M.  Nachzuhören kann man das Ganze auf dem vor Kurzem erschienenen Invitation, dem Debütalbum der Filthy Friends. Nebst Corin Tucker und Peter Buck spielen auf der ziemlich hörenswerten Scheibe auch noch Kurt Bloch von den FastbacksScott McCaughey von den Young Fresh Fellows sowie King Crimson Drummer Bill Rieflin mit. Man darf also getrost von einer Art neuer Supergroup sprechen.

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The Lemonheads – Down About It (1993; Come On And Feel The Lemonheads)

Die Zeit der Griesgrämer- und Grännimusik scheint vorerst gezählt. Wie schon in den 39 Jahren zuvor, setzen die ersten frühlingshaften Tage des Jahres längst vermisste Energien und Kräfte frei. Man fühlt sich auch gleich 20 Jahre jünger und möchte am liebsten sämtliche Baumstämme im Umkreis von 40km ausreissen. Nicht zu verachten ist die durch den Sonnenschein aufgeheiterte Laune. Herrlich!  Sonnenschein und gute Laune verlangen dann auch nach entsprechender Musik. So werden endlich wieder die schimmernden Gitarren aus der R.E.M.-Frühphase reaktiviert, die zahlreichen Hits der Pet Shop Boys schon am Morgen nach dem Aufstehen gemeinsam mit den Spatzen auf dem Balkon mitgepfiffen und während dem unbeholfenen Rumgehopse durch die Stube dürfen die Lemonheads lärmen. Das Frühlingserwachen ist halt schon etwas ziemlich schönes.

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Felt – Sunlight Bathed The Golden Glow (1984;

7 Tage / 7 Songs, Tag 7

Motto: “Songs aus den grausamen 80ern”

So goldig sich der Herbst 2015 derzeit präsentiert, so goldig war das poppige Gitarrenpicking (Im Fachjargon nennt sich das Janglepop) diverser Indie-Kapellen in den 80-ern.  Generell war es eine gute Zeit für diese Art der Musik, welche noch Generationen später beeinflussen sollte. Besonders angetan hat es mir Felt’s Sunlight Bathed the Golden Glow aus dem Jahre 84, das eigentlich locker jeden Kajagoogoo und Modern Talking Song aus den vordersten Chartsplätzen hätte verdrängen müssen. Nun gut, vielleicht ist auch ganz ok so, wie es war. Man stelle sich Lawrence Hayward, Sänger von Felt,  mit einer Jane oder Ashley Halskette in Top of the Pops vor….

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