Tag Archives: J. Mascis

Tocotronic – So Jung kommen wir nicht mehr zusammen (1996; Wir kommen um uns zu beschweren)

Huch, wie die Zeit so vergeht….. Tocotronic Konzert Nummer 35 gestern im Zürcher Xtra besucht. Auch wenn sich die Setlist, mal abgesehen von den neuen Songs, nicht sonderlich von derer der letzten Tourneen unterscheidet, war es mal wieder sehr grossartig. Was auch sonst :-). Ziemlich (punk-)rockiges Set, 4 Zugabenblöcke, wovon der letzte wohl wiederum nur in Zürich (O-ton von Lowtzow: Zürich mon amour), anständiges Bier sowie spitzen Vorgruppe.  Und hey, Rick McPhail darf nun endlich auch ausufernde Gitarrensolos spielen. Somit wäre es mal wieder an der Zeit, den heutigen Song des Tages ins Liveprogramm rückzubefördern. Nach all den Solos von Klampfengott J Mascis, nämlich gleich mein “next favorite” in Sachen Gitarrenwichsen.

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Dinosaur Jr – Solo Extractions (2016; Give A Glimpse of What Her Not)

Sollte man diese Tage nicht die Zeit und Muse finden, sich das neue und ziemlich wunderbare Dinosaur Jr-Album anzuhören, kann man sich Ganze auch in einer verkürzter Version versuchsweise (Achtung nicht negativ gemeint >) antun. Wie es der Titel Solo Ectract schon sagt, erwarten hier einen in den 6.49 Minuten sämtliche Gitarrensolos des neuen Albums. Gute Sache, den nach Slash und dem jungen Richie Sambora ist Oberslacker J. Mascis noch immer mein liebster Gitarrenheld. Vorziehen tu ich aber trotzdem das Album im Komplettzustand.

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Sleater Kinney – Bury our Friends (2015; No Cities To Love)

2015 darf man sich ja auf einige, hoffentlich tolle Veröffentlichungen freuen. Unter anderem sollen Alben von Björk, Bob Dylan, Father John Misty, Modest Mouse, Tocotronic und Sleater Kinney folgen. Von letzteren liegt auch schon seit gestern das neue Album bereit zum abgehört werden und die Vorfreude ist sehr gross und einem Griff zur Stereoanlage wird derzeit nur noch durch viele mühsame Telefonate mit der Swisscom (machten irgendwelche Tests und seit dem geht überhaupt nix mehr) getrübt. 2015 ohne Telefon, TV und Internet, das geht gar nicht! Anyway…..  Sleater Kinney sind ja die Band, die für meinen seit bald 20 Jahren treuesten Begleiter, dem Tinnitus, verantwortlich sind. Damals als ich die drei Damen in der Roten Fabrik zum ersten mal sah, kannte ich diese Band noch gar nicht. Man ging ja auch wegen den Aeronauten und vor allem Tocotronic hin. So nebenbei bis heute auch das beste Line-Up ever (Helium mit Mary Timony waren auch noch dabei), das ich an einem Abend in einem Club zu Gesicht bekam. Seit dem verfolge ich mit grösster Freude das Schaffen der Band und wurde musikalisch nie wirklich enttäuscht. Und wenn ich mir das sehr hübsche Artwork des neuesten Sleater Kinney Albums so anschau, erinnert das irgendwie an Schall und Wahn von Tocotronic. Zufall?

 

Zuguterletzt möchte ich auch noch auf die hübsche Promo-Aktion vom Kultlabel Sub Pop hinweisen. In den gut dreieinhalb Minuten singt oder tanzt die eine oder andere “Berühmtheit” zum Sleater Kinney-Titelsong Eine sehr schöne und somit sehenswerte Promoaktion, wie ich finde. Und nun endlich No Cities To Love hören….

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The Drones – Jezebel (2006; Gala Mill)

Gemäss Statistiken des Schweizer Wetterdienstes war der diesjährige Winter der trübste seit 17 Jahren. In der Stadt Zürich wurden seit Anfang Dezember gerade noch 126 Sonnenstunden gemessen. Kein Wunder lechzen da manche Seelen nach Sonnenschein und Wärme. Etwas von dem es derzeit in Australien vermutlich noch zu genüge gibt. Von da kommen dann auch die Drones, die mit rohem Bluesrock wütend um sich schlagen und in ihren düsteren Texten die Abgründe der Menschheit erkunden. Birthday Party, die Cramps oder der Gun Club lassen aus der Gruft grüssen. Musikalisch sind die Drones inetwa so sonnig wie die australische Wüstenstadt Coober Pedy während einem Sandsturm und sind somit soetwas wie die bösen Onkel der an der kalifornischen Sonne gereiften Harmonien Dinosaur Jr’s. Übrigens, in Kürze veröffentlichen die Aussies den von mir langeherbeigesehnten Nachfolger zum ziemlich amtlichen Havilah aus dem Jahre 2009.

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26. February 2013 · 1:53 pm

Dinosaur Jr. – Don’t Pretend You Didn’t Know (2012; I Bet On Sky)

Ja, nun hat’s auch mir mit ein paar Jahren Verspätung den Ärmel hereingenommen. Drei Alben wurden seit der Reunion von Dinosaur Jr veröffentlicht, alle drei sind seit dem Konzert in meinem Besitz und am wohl wichtigsten ist jedoch der Fakt, dass sie mir auch so richtig gut gefallen. So wie damals in den 90-ern, als Mascis und Co. noch meine Helden waren. Und eigentlich ging ich auch nur ans Konzert um die Hits von gestern zu hören, um mich in den guten alten Zeiten zu wähnen und dann spielten die Jungs das wundertolle Don’t Pretend You Didn’t Know mit der funkelnden Gitarre und um mich war’s endgültig geschehen. Empfehlung!

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25. February 2013 · 7:31 pm

Sebadoh – Skull (1994; Bakesale)


Mit Wohlstandsbäuchen bewaffnet rockten die Dinosaurier des Indierocks gestern den restlos ausverkauften Zürcher Plaza Club. Ein Hit reihte sich an den anderen. Entsprechend frenetisch – wann habe ich überhaupt schon mal einen Mosphit, überwiegend bestehend  aus Ü-35ern, gesehen ¬– wurde die Band vom Publikum gefeiert. Während dem Set wähnte sich der Slacker in mir nostalgisch zurückversetzt in die unbeschwerte Jugend der jungfräulichen 90-er Jahren, einer Zeit als das Haar noch wild auf meinem Haupte spriess. Und auch was das Tun auf der Bühne betrifft, wars so wie immer. Schlaftablette Mascis reihte vor dem mächtigen Verstärkerturm apathisch Gitarrensolo an Gitarrensolo, Murphy hämmerte wie ein Irrer auf das Schlagzeug ein und der hyperaktive Lou Barlow unterhielt das Publikum mit wildem Geschwurbel und Gezupfe an der Six-String. Mit seinem Bart, der Brille und dem halblangen Haar sieht Lou mittlerweile wie der bei der Geburt abhanden gekommene Zwillingsbruder des Wetterfrosches Jörg Kachelmann aus. Einziger Wehrmutstropfen: Man vergas, nebst dem Aufstellen eines anständigen Ventilators für Mascis‘ wehendes, oder in diesem Falle eben nicht wehendes  Haar, die am Vortag noch gespielten Überhits Little Fury Things und das Cure Cover Just Like Heaven . Sonst aber war alles Banane. Somit heisst das Motto des heutigen Tages: Gimme more Indierock, respektive Electric White Boy Blues in Form eines weiteren Hits des Helden meiner verflossenen Jugend, Lou Barlow. Happy Weekend!

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15. February 2013 · 9:50 am

Dinosaur Jr – Freak Scene (1988; Bug)

Der Wutbürger in mir hat heute das Bedürfnis nach lauter Rockmusik. Da kommt der Zürcher 1-Tages-Aufenthalt der legendären Dinosaur Jr gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich hab mir zwar seit 1995 oder so keinen Tonträger mehr von denen gekauft und ja, auch das Comeback vor ein paar Jahren hat mich relativ kalt gelassen, und das, obwohl die ersten beiden Alben relativ gute Kritiken von hier bis drüben erhalten haben. Beim Zeitpunkt der Veröffentlichungen habe ich mich – zu meiner Verteidigung – nicht mehr sonderlich gross für Indierock Marke 90-er Jahre interessiert.

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14. February 2013 · 12:04 pm

Laurel Halo – Carcass (2012; Quarantine)

Beim erstmaligen und daher oberflächlichen Durchblättern der neuen Ausgabe der Spex, dem Magazin für Popkultur, fiel mir irgendwo ein junger Mann mit sehr langen Haaren, eher mürrischem Blick und Baseball-Cap auf. Aha, dachte ich, jetzt kommen die J. Mascis-Lookalikes und versuchen mit schnodrigen Gitarrensolos den Popolymp zu erklimmen. Weiterblättern. Erster seriöser Stopp im Magazin meines Vertrauens dann wie immer, die Seite mit der Platte des Monats. Meist ein sehr verlässlicher Ratgeber. Den Thron erklommen hat dieses Mal Laurel Halo, eine junge Frau die geisterhaften Synthesizer- oder meintetwegen auch Ambient-Pop macht. Aber halt mal, war Laurel nicht dieser Slacker mit dem langen Haar? Wildes zurückblättern und siehe da, auf den zweiten, etwas genaueren Blick erkennt man tatsächlich eine junge Frau…. Soviel zum Thema oberflächliches Lesen und Durchblättern von Magazinen.
Die Platte ist übrigens zu empfehlen. Mir fallen da nebst Brian Eno’s Soundlandschaften auch Boards of Canada (mit Vocals) und der schüchterne Dream Pop der Cocteau Twins als Referenzpunkte ein. Alles in allem ein guter Kauf, auch wenn die Jahreszeit für solche Musik eigentlich noch gar nicht angefangen hat.

 

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