Tag Archives: Himmel

R.E.M. – Losing My Religion (1991; Out of Time)

Dann, wenn nach Wochen und Monaten der Düsternis der Himmel über Zürich mal wieder blau erscheint, dann wenn sich die Temperaturen zum erstenmal im zweistelligen Bereich einfinden und man sich seltsam “zappelig” fühlt, dann wenn man auf der tragbaren Festplatte die verschrobenen und verbitterten Songwritter gegen die süffigen und grossen Melodien des sogenannten perfekten Popsongs eintauscht, ja dann darf wohl vom ersten Frühlingstag 2015 sprechen. Und was ist in solchen Momenten wohl perfekter, als das hymnische Losing my Religion von R.E.M. ♥

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#2012 – The Year In My Ear – Longplay, Platz 01

Swans – The Seer

11 Songs verteilt auf 120 Minuten Irrfahrt durch sämtliche Niederungen der Menschheit. Die Apokalypse scheint beim Anhören dieses morbiden Rausches nicht mehr fern zu sein. Alleine der gleichnamige Titeltrack der über 32, teils ziemlich brachiale Minuten, dauert, ist ein nie enden wollender Albtraum und beweist dass Michael Gira‘s Kakofonien auch 2012 noch so richtig weh tun können. The Seer ist aber nicht nur Lärm, sondern vielmehr ein Meer an unterschiedlichsten und vielfältigsten Klängen, welche das Schaffen von 30 Jahren Swans gekonnt abdeckt. Hier finden sich wilde und dissonante Passagen, die auf schwebende Keyboardflächen treffen, auf hämmernde Beats folgen in sich gekehrte, folkige Töne, auf den Himmel folgt die Hölle und am Ende erwischt man sich dabei, wie man mit offenem Mund immer wieder die Repeat-Taste drückt. Ein Meisterwerk.

 

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Swans – The Seer (2012; The Seer)

Mit dem meteorologischen Herbst und dem dazugehörigen Regen kam letzte Woche passenderweise auch das monumentale neue Album von den New Yorker Noise Legenden Swans in die Läden. 11 Songs verteilt auf 120 Minuten Spielzeit, wovon alleine der hier präsentierte gleichnamige Titeltrack über 32 Minuten dauert. Leute, nehmt euch also Zeit beim Hören. Nicht weniger Eindrücklich ist die musikalische Vielfältigkeit die The Seer bietet. Wilde und dissonante Passagen treffen auf schwebende Keyboards, hämmernde Beats auf in sich gekehrte, ja folkige Klänge, höllischer Lärm auf himmlische Melodien. Musik, die während der morgendlichen Fahrt zum Sklaventreiber ziemlich nerven kann, in passenden Momenten aber zu (zugegeben doofes, aber irgendwie halt doch passendes Wort =>;) Ohrgasmen führen kann.
Neulinge in Sachen Michael Gira und Swans sind mit The Seer schon mal bestens bedient. Deckt die Platte doch das Ganze bisherige Schaffen der Band ab. Leute die ungebetene Gäste oder gar Nachbarn loswerden möchten ebenso.

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