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Fai Baba – Nobody But You (2016; Sad and Horny)

Der gute Fai Baba stand bei mir anfangs arg in Kritik. Dies vor allem wegen seiner damaligen ziemlich schrecklichen Liveperformance im Vorprogramm von Cat Power. Treue Leser mögen sich vielleicht noch daran erinnern. Vielleicht war ich damals einfach noch nicht bereit für seine doch ziemlich sperrige Version des Blueses. Spätestens mit dem ausgezeichneten letzten Output Savage Dreamer musste ich dann doch zugestehen, dass der junge Mann ordentlich mit Talent bestückt ist. Frei nach der Devise: besser spät als nie. Vorletzte Woche nun erschien Sad and Horny, der mittlerweile vierte Longplayer von Fabian Sigmund, wie Fai Baba mit bürgerlichen Namen heisst. Die Entwicklung seiner frühen Alben hin zu Savage Dreamer wird hier konsequent weitergeführt.  Da treffen schon fast poppige Momente auf Surfgitarrenmucke der Marke MacDe Marco ohne jedoch das Feld des immer noch leicht avantgardistischen und introvertierten Blueses zu verlassen. Insgesamt ein mehr als würdiger Nachfolger zum fantastischen Savage Dreamer, der selbst der kleinen Celia zu gefallen scheint. Zumindest hört sie derzeit gebannt mit weit aufgesperrten Augen den Songs zu.

 

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#2014 – The Year In My Ear – 10 Lieblingssongs

Wanda – Bologna

Ja, Panik – Libertatia

Sia – Chandelier

Damon Albarn – Lonely Press Play

Billy Idol – Postcards from the Past

Andy Stott – Faith in Strangers

Fai Baba – Salt Turns Into Sugar

Caribou – Can’t Do Without You

Aphex Twin – Minipops

War on Drugs – Red Eyes

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Fai Baba – Salt Turns Into Sugar (2014; The Savage Dreamer)

Noch vor nicht allzulanger Zeit musste ich bei jedem Beitrag im weltweiten Netz erwähnen, wie schrecklich ich eigentlich diesen Fai Baba finde. Man findet sicherlich auch auf diesem Portal hier den einen oder anderen Beitrag dazu. Ging halt nicht anders. Mein Unmut verdiente er sich mit einem legendär-grauenhaften Solo-Auftritt im Vorprogramm von Cat Power. Man darf ruhig auch Missmodernage fragen, so übertrieben habe ich dann mit Ausdrücken wie Katzenmusik nicht. War ja dann auch klar, dass ich der Musik ab Konserve keine Chance geben wollte. Ein Fehler, ich gebs zu. Mittlerweile hat der junge Mann Album Nummer 3 mit durchwegs guten Kritiken am Start und so hörte ich mir aus purer mittagspäuslicher Langweile das Ding im Netz an und bin nun, hüstel, regelrecht ab The Savage Dreamer entzückt. Zu hören gibts darauf massenweise unschweizerischen Retro-Wüsten-irgendwas-Blues, der in den ruhigeren Moment gar an einen Devendra Banhart erinnert. Tolle Sache und Herr Fai Baba, entschuldigen Sie bitte meine teils doch etwas gar garstigen Worte.

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