Tag Archives: Erinnerungen

Tony Esposito – Kalimba de Luna (1984; l grande esploratore)

Am mittlerweile auch nicht mehr ganz neuen Arbeitsplatz, den ich bis Ende Jahr zu 50% besetzen darf, scheppert tagsüber netterweise ein Plastikradio vor sich hin. Wenn ich so zurückdenke, ist es doch schon eine ziemlich lange Zeit her, dass ich bei der Arbeit legal Musik hören durfte. Ob das Gespielte nun gut ist, sei dahin gestellt. Immerhin sind so Stationen wie Radio 1, Radio Luna oder Landliebe, allesamt Favoriten meiner Arbeitskollegen und die will man ja nicht in Frage stellen, dann doch nicht ganz so übel wie ihr Ruf. Letztere spielten gestern gar einen Song von meinen geliebten Prefab Sprout. Und in grosser Regelmässigkeit wird derzeit auch der heutige Song des Tages, seines Zeichens Klassiker des Italo-Pops der 80-er Jahre, über den Äther gejagt. In Zeiten der Vorfreude auf den anstehenden Urlaub natürlich immer willkommen.

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George Michael – Jesus To A Child (1996; Older)

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I’m blessed 
I know 
Heaven sent 
And Heaven stole 
You smiled at me 
Like Jesus to a child

Das war ein ziemlicher Schlag, als ich die News von George Michael’s Tod kurz nach Mitternacht in den Online Medien erblickte. Ausgerechnet er, der dem Tod schon zweimal tief in die Augen blickte, sollte nun und ausgerechnet am Weihnachtstag das zeitliche für immer gesegnet haben?  Er, der nach einem Drogenentzug in Zürich, wieder voller Tatendrang war und für 2017 endlich mal wieder neue Musik veröffentlichen wollte. Ich kann es immer noch kaum fassen. Und das obwohl unsere Bekanntschaft anfänglich alles andere als unter einem guten Stern stand. In der Schule wurde ich damals auf dem Nachhauseweg ziemlich oft von einer 5 Mann-Gang vermöbelt. Keine schöne Erinnerung. Deren Oberanführer, der übrigens in der Nachbarschaft hauste,  beanspruchte damals das George Michael-Fantum für sich dorfweit alleine und kickboxte in der Freizeit am liebsten zu I Want Your Sex. Mein Interesse am coolen George Michael begrenzte sich somit vorerst auf die Videoclips auf Sky Channel. Knapp 10 Jahre später und mit dem Release von Older waren die unangenehmen Assoziationen aus Kindstagen längst vergessen und Older wurde 1996, nebst 2-3 anderen Platten, zum Soundtrack meines neuen Lebens und ich somit zum Fan.  Denn, George Michael verkörperte für mich, wie fast kein anderer, Popmusik in Perfektion. Bis heute und für immer!  So Long, Michael.

PS: letztes Jahr wurden sämtliche Spex-Magazine aus über 20 Jahren Sammlertum mit dem Altpapier entsorgt. Bis auf zwei: Die Milleniumsausgabe und eine aus dem Januar 99  mit George Michael auf dem Cover. Ich hatte damals gerade meine jetzige grosse Liebe kennengelernt und nach dem Date ihre Telefonnummer auf das Cover gekritzelt.

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Number Girl – Zegen Vs. Undercover (Sappukei; 2000)

Der Japan-Urlaub ist nun auch schon wieder bald einen Monat her. Davon übrig sind nebst den zahlreichen schönen Erinnerungen, vorallem die täglichen Matcha-Tee Aufgüsse und natürlich die Musik. Und das es nicht immer nach Beatles oder sonstigem niedlichem Psych-Pop-Shizzle-Zeugs klingen muss beweisen Number Girl mit ihrer Version des Post-Hardcore.

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Julia Stone – Break Apart (2012; By The Horns)

Im Jahre 2001 gönnte ich mir in Australien ein halbes Jahr Sun, Fun and Nothing to do. Wochenlange Roadtrips entlang den staubigen und endlosen Highways, Barbecues mit in Tetrapack abgefülltem rotem Fusel inkl. den davon obligaten Kopfschmerzen am nächsten Morgen sowie der wohl grössten Ansammlung an trashigen Vokuhilas pro Einwohner, die ich je gesehen habe. Eine schöne Zeit in welche ich heute Abend im Zürcher Club Plaza angenehm zurückversetzt wurde. Die Australierin Julia Stone, die vermutlich bessere Hälfte von Angus Stone,  spielte an diesem doch eher intimen Ort  ihr zweites Konzert der Europatournee. Ein sehr sympathisches Mädel, dass sichtlich grosse Freude am Musizieren hatte und während den Songpausen immer wieder mit ausführlichen, meist lustigen Anekdoten zu unterhalten wusste – im sexiesten Aussie-Englisch notabene.

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