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Bohren & der Club of Gore – Deine Kusine (2020; Patchouli Blue)

Schon krass, wie aktuell in der Schweiz wegen ein bisschen Corona-Alarm so ziemlich alle am Abspacken sind. Ich war ja Anfangs Woche bei der Lohnarbeit etwas erkältet, saisonal bedingt, von den Kindern angesteckt – glaub ich zumindest – und hab mich dann dummerweise an einem Fisherman’s Friend verschluckt. Resultat, ein unschöner Hustenanfall.  Ihr könnt euch vorstellen, wie alle aus dem Büro geflüchtet sind. Auch Tage später, ohne Husten, ohne Schnupfen, fühlt man sich von den Arbeitsgspändlis noch immer wie ein Aussätziger behandelt. Ja.  Und sollte ich dann doch noch aus irgendeinem Grund in Quarantäne gesteckt werden, liegt zwecks Berieselung der Langeweile ganz viel passende Musik bereit. Unter anderem wäre da die neue Scheibe der Doom- und Darkjazzer Bohren & der Club of Gore. Schon alleine für den Bandnamen sollte man 10 Punkte in die Runde werfen.  Die atmosphärische Musik der Band begleitet mich dann auch schon seit Midnight Radio aus den 90-ern, damals noch ohne dem weinenden Saxophon. Nach dem magistralen Black Earth von 2002 hab ich mich etwas von der Musik abgewendet, zumindest was Neueinkäufe beftraf, was wohl auch auf meine damaligen Genre-Interessen zurückzuführen ist und war. 2020, also 18 Jahre später ist das einstige Bohren-Feuer mit Patchouli Blue nun neu entfacht worden (also ähnlich wie beim ollen Joe Henry, etwas weiter unten hier im Blog). Und wie! Die Kenner unter den Lesern wissen ja, das die Band musikalisch einen extremen Late-Night-Raucherbar-Einschlag pflegt und sich das Ganze daher auch wunderbar als Soundtrack zum Negroni-Nippen eignet. Das kann wiederum zu einer Win-Win Situation führen, den Alkohol tötet bekanntlich Viren. Ob das auf Corona zutrifft, kann ich nicht bestätigen, einen Versuch ist es aber allemals wert.  Empfehlung und dazu doppelt als Kombi!

 

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