Tag Archives: Dinosaur Jr

Tocotronic – So Jung kommen wir nicht mehr zusammen (1996; Wir kommen um uns zu beschweren)

Huch, wie die Zeit so vergeht….. Tocotronic Konzert Nummer 35 gestern im Zürcher Xtra besucht. Auch wenn sich die Setlist, mal abgesehen von den neuen Songs, nicht sonderlich von derer der letzten Tourneen unterscheidet, war es mal wieder sehr grossartig. Was auch sonst :-). Ziemlich (punk-)rockiges Set, 4 Zugabenblöcke, wovon der letzte wohl wiederum nur in Zürich (O-ton von Lowtzow: Zürich mon amour), anständiges Bier sowie spitzen Vorgruppe.  Und hey, Rick McPhail darf nun endlich auch ausufernde Gitarrensolos spielen. Somit wäre es mal wieder an der Zeit, den heutigen Song des Tages ins Liveprogramm rückzubefördern. Nach all den Solos von Klampfengott J Mascis, nämlich gleich mein “next favorite” in Sachen Gitarrenwichsen.

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Sodom – Ausgebombt (1987; Agent Orange)

Er wäre fast perfekt gewesen, der Übergang vom letzten Beitrag zum heutigen. Von Italien und Fabrizio de André zu Ti Amo, dem neuen Album der französischen Vorzeigehipster Phoenix. Doch bislang mochte das Album bei mir noch nicht so zünden, wie es die Vorgänger meist ziemlich schnell taten. Irgendwie verhält es sich mit Ti Amo ähnlich wie mit Modern Talking . Kennst du einen, kennst du alle oder um es etwas schlauer zu bezeichnen: generisch. Und auf diesen einen Song hab ich trotz sommerlichen Temperaturen und leicht erhöhtem Alkoholpegel grad doch keine Lust. Apropos Modern Talking, da erreichte mich vor ein paar Tagen eine ziemlich erboste E-Mail eines Lesers, der meinte, dass ich da mit meinem Beitrag masslos übertrieben habe. Recht hat er. Es gibt natürlich doch noch den einen oder anderen Act, der definitiv mehr Scheisse produziert hat, als Bohlen und Kollege Anders. Mumford und Hurensöhne zum Beispiel. Ab deren Musik könnt ich stundenlang kotzen. Worst Band ever, definitiv und es bleibt zu hoffen, dass sich die Band analog Modern Talking 1987 irgendwann in Luft auflösen wird. 1987 übrigens ein hervorragendes Jahr. Ich wurde 10 Jahre alt und der Musik-Nerd durfte sich an viele tollen Alben wie You’re Living All Over Me, Document, Sister, Music for The Masses oder Actually, um mal ein paar wenige zu nennen, erfreuen. Im gleichen Jahr spielte mir ein Kollege Agent Orange von Sodom auf dem Pausenhof vor. Ausgebombt war und ist der heimlich Hit darauf und es dauerte nicht lang und ich liess mir meinen ersten so richtig hässlichen Vokuhila wachsen. Auf dem Land hatten die Frisöre damals halt noch nicht wirklich viel Geschmack.

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Dinosaur Jr – Solo Extractions (2016; Give A Glimpse of What Her Not)

Sollte man diese Tage nicht die Zeit und Muse finden, sich das neue und ziemlich wunderbare Dinosaur Jr-Album anzuhören, kann man sich Ganze auch in einer verkürzter Version versuchsweise (Achtung nicht negativ gemeint >) antun. Wie es der Titel Solo Ectract schon sagt, erwarten hier einen in den 6.49 Minuten sämtliche Gitarrensolos des neuen Albums. Gute Sache, den nach Slash und dem jungen Richie Sambora ist Oberslacker J. Mascis noch immer mein liebster Gitarrenheld. Vorziehen tu ich aber trotzdem das Album im Komplettzustand.

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#Rückblick Primavera Sound 2013, Tag 1

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So es ist Zeit für einen kurzen Rückblick aufs Primavera Sound Festival 2013. Tag 1:

Dinosaur Jr
Was ich gehört habe, sprich gut etwas mehr als die Hälfte des Sets klang super. Hits Hits Hits und am Ende spielten sie noch einen Klassiker mit dem Frontmann von Fucked Up. Gerne wieder. 7/10

Postal Service
Auf Platte hat mich die Musik, obwohl eigentlich recht gut, nie wirklich gepackt. Live war es aber wirklich fantastisch. Die Beats wurden etwas modernisiert und irgendwann spielten sie noch ein Beat Happening Cover. Mit Jenny Lewis gabs dann auch was fürs Auge. 9/10

Hot Snakes

Hätte ich gerne gesehen. Klang jedenfalls toll. Aus irgendwelchen Gründen gingen wir dann weiter zu

Grizzly Bear:
Ihr Platten mögen ok sein. Live war das einfach unglaublich langweilig. Gingen nach etwa geschäthten 6 Songs weiter. 1/10

Death Grips
Trotz wütigem Sänger/Rapper doch eher eine monotone Angelegenheit. Wir entschieden uns daher nach einer Viertelstunde Richtung Heineken Stage aufzubrechen. 3/10

Phoenix
Legten los wie die Feuerwehr. Scheint auch 2013 die Band der Stunde zu sein. Entsprechend hoch war der Hipster Faktor. Neben mir wohl der Vollhonk schlechthin. Liess sich die ganze Zeit von seinen Mates feiern, mit dem Rücken zur Bühne notabene und bei Lasso hatte er doch tatsächlich das Gefühl ein Cowboy zu sein. Merken für 2014: Ellbogenchecks trainieren. Nach 9 Songs gings dann weiter zu Four Tet. Phoenix hab ich ja in Vergangenheit schon öfters gesehen und deshalb dieser strategische Entscheid. 8/10

Four Tet
Lame. Doch lieber bei Phoenix geblieben. Damn. 0/10

Dann war Feierabend. Wollten vor der ganz grossen Masse auf den Nachtbus Richtung Placa Catalunya.

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The Drones – Jezebel (2006; Gala Mill)

Gemäss Statistiken des Schweizer Wetterdienstes war der diesjährige Winter der trübste seit 17 Jahren. In der Stadt Zürich wurden seit Anfang Dezember gerade noch 126 Sonnenstunden gemessen. Kein Wunder lechzen da manche Seelen nach Sonnenschein und Wärme. Etwas von dem es derzeit in Australien vermutlich noch zu genüge gibt. Von da kommen dann auch die Drones, die mit rohem Bluesrock wütend um sich schlagen und in ihren düsteren Texten die Abgründe der Menschheit erkunden. Birthday Party, die Cramps oder der Gun Club lassen aus der Gruft grüssen. Musikalisch sind die Drones inetwa so sonnig wie die australische Wüstenstadt Coober Pedy während einem Sandsturm und sind somit soetwas wie die bösen Onkel der an der kalifornischen Sonne gereiften Harmonien Dinosaur Jr’s. Übrigens, in Kürze veröffentlichen die Aussies den von mir langeherbeigesehnten Nachfolger zum ziemlich amtlichen Havilah aus dem Jahre 2009.

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26. February 2013 · 1:53 pm

Dinosaur Jr. – Don’t Pretend You Didn’t Know (2012; I Bet On Sky)

Ja, nun hat’s auch mir mit ein paar Jahren Verspätung den Ärmel hereingenommen. Drei Alben wurden seit der Reunion von Dinosaur Jr veröffentlicht, alle drei sind seit dem Konzert in meinem Besitz und am wohl wichtigsten ist jedoch der Fakt, dass sie mir auch so richtig gut gefallen. So wie damals in den 90-ern, als Mascis und Co. noch meine Helden waren. Und eigentlich ging ich auch nur ans Konzert um die Hits von gestern zu hören, um mich in den guten alten Zeiten zu wähnen und dann spielten die Jungs das wundertolle Don’t Pretend You Didn’t Know mit der funkelnden Gitarre und um mich war’s endgültig geschehen. Empfehlung!

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25. February 2013 · 7:31 pm

Sebadoh – Skull (1994; Bakesale)


Mit Wohlstandsbäuchen bewaffnet rockten die Dinosaurier des Indierocks gestern den restlos ausverkauften Zürcher Plaza Club. Ein Hit reihte sich an den anderen. Entsprechend frenetisch – wann habe ich überhaupt schon mal einen Mosphit, überwiegend bestehend  aus Ü-35ern, gesehen ¬– wurde die Band vom Publikum gefeiert. Während dem Set wähnte sich der Slacker in mir nostalgisch zurückversetzt in die unbeschwerte Jugend der jungfräulichen 90-er Jahren, einer Zeit als das Haar noch wild auf meinem Haupte spriess. Und auch was das Tun auf der Bühne betrifft, wars so wie immer. Schlaftablette Mascis reihte vor dem mächtigen Verstärkerturm apathisch Gitarrensolo an Gitarrensolo, Murphy hämmerte wie ein Irrer auf das Schlagzeug ein und der hyperaktive Lou Barlow unterhielt das Publikum mit wildem Geschwurbel und Gezupfe an der Six-String. Mit seinem Bart, der Brille und dem halblangen Haar sieht Lou mittlerweile wie der bei der Geburt abhanden gekommene Zwillingsbruder des Wetterfrosches Jörg Kachelmann aus. Einziger Wehrmutstropfen: Man vergas, nebst dem Aufstellen eines anständigen Ventilators für Mascis‘ wehendes, oder in diesem Falle eben nicht wehendes  Haar, die am Vortag noch gespielten Überhits Little Fury Things und das Cure Cover Just Like Heaven . Sonst aber war alles Banane. Somit heisst das Motto des heutigen Tages: Gimme more Indierock, respektive Electric White Boy Blues in Form eines weiteren Hits des Helden meiner verflossenen Jugend, Lou Barlow. Happy Weekend!

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15. February 2013 · 9:50 am

Dinosaur Jr – Freak Scene (1988; Bug)

Der Wutbürger in mir hat heute das Bedürfnis nach lauter Rockmusik. Da kommt der Zürcher 1-Tages-Aufenthalt der legendären Dinosaur Jr gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich hab mir zwar seit 1995 oder so keinen Tonträger mehr von denen gekauft und ja, auch das Comeback vor ein paar Jahren hat mich relativ kalt gelassen, und das, obwohl die ersten beiden Alben relativ gute Kritiken von hier bis drüben erhalten haben. Beim Zeitpunkt der Veröffentlichungen habe ich mich – zu meiner Verteidigung – nicht mehr sonderlich gross für Indierock Marke 90-er Jahre interessiert.

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14. February 2013 · 12:04 pm