Schlagwort-Archive: Arcade Fire

Arcade Fire – Mind Games (2017; Live @ Lollapalooza)

Wir waren uns letzthin beim Essen mal wieder einig. Das bisherige Musikjahr ist einfach nur sackschwach. Nur wenige Platten wurden Wochen nach Veröffentlichung nochmals hervorgeholt und für anständig bis gut befunden. Aber wer weiss, vielleicht gibts ja noch einen hochkarätigen Endspurt. Extrem enttäuscht haben mich unter anderem Arcade Fire. Win Butler ist ja schon seit längerem einer der grössten Vollpfosten auf dem Planeten, doch vermochte er mich bis und mit der ersten Single des neuen Albums mit seiner Musik einigermassen versöhnlich zu stimmen. Mit dem letztjährigen Tod David Bowies verabschiedeten sich vom Arcade Fire Frontmann wohl nicht nur sein Mentor und bekanntester Fan, sondern auch seine kreativen Qualitäten als Songschreiber. Arcade Fire klingen auf Everything Now nämlich wie eine schlechte Kopie ihrer selbst. Uninspiriert drehen die Songs brave Runden im Popniemandsland und erinnern irgendwie an einen ausgekauten Hubba Bubba-Kaugummi. Everything Now muss also definitiv nicht sein. Trotzdem schön zusehen, was man 2017 an einem Arcade Fire Konzert nebst vielem Altbewährtem zu hören bekommt. Das Cover von Mind Games, puuuuurer Wahnsinn! Der Song ist ja mitunter einer der besten John Lennon Songs überhaupt und jagt mir auch heute noch bei jedem Hören einen kalten Schauer über den Rücken. Diese Version der Win Butler Band ist unbestritten riesig und überrascht am Ende noch mit ein paar netten Kleinigkeiten. Hört aber selber.

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Peter Gabriel – Games Without Frontiers (1980; 3)

Der Klassiker zum Sonntag für einmal ohne grosses Blabla.

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Arcade Fire – We Exist (2013; Reflektor)

Win Butler, Frontmann der Band Arcade Fire, mag ja gemäss diversen Berichten nicht gerade der netteste und angenehmste Zeitgenosse zu sein. Doch eins muss man ihm und seiner Band lassen, Songs schreiben und noch bessere Liveauftritte hinlegen, das können sie. Nebest einem weniger eingebildeten Frontmann wünschte man sich am Primavera Sound 2014 eigentlich nur noch ein Publikum, dass nicht andauernd in den falschesten aller falschen Töne mitgrölt. Vermutlich wird sich Win Butler in den nächsten Wochen noch dazu äussern.

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Mr. Little Jeans – Runaway (2012)

Die Norwegerin Mr. Little Jeans verzauberte letztes Jahr die Musikwelt mit ihrer sensationell guten Coverversion von Arcade Fire’s The Suburbs. Dass sie aber auch eigene tolle Songs schreiben kann, beweist Monica Birkenes nun mit ihrer aktuellen Single. Ein Lied in das man sich glatt verlieben könnte.

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#2010 – The Year In My Ear – Longplay

Das mit dem Listen machen ist mir irgendwie zu anstrengend geworden. Deshalb liste ich lieber 6 Alben auf, an denen meines Erachtens 2010 niemand vorbeikam und die auch in 20 Jahren noch ihre Daseinsberechtigung haben werden. Die Reihenfolge der Alben spielt hier auch gar keine Rolle.

1. Kanye West – My Beautiful Dark Twisted Fantasy

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So klingt futuristische Popmuzik! Sensationell.

2. Arcade Fire – The Suburbs

Die Indie-Institution aus Kanada hat sich zur Stadionband weiterentwickelt. Win Butler singt Geschichten über die trostlosen Vorstädte der USA unterlegt mit Melodien für Millionen, die auch mal an einen Bruce Springsteen erinnern. The Suburbs ist meist aber immer noch anspruchsvoll genug, um keinen Platz im 0815 Radioairplay zufinden.

3. Gonjasufi – A Sufi and a Killer

A Sufi & A Killer ist ein musikalisches Grosswerk von aussergewöhnlicher Tiefe und Fremdartigkeit, das in Worten kaum zu beschreiben ist. Ein unfassbares Gefühl von Verfolgung und psychischer Anspannung breitet sich bereits nach den ersten Tönen aus, geknüpft an ein Soundbild aus brennendem Soul, reanimierten HipHop und schattenhaften Geräuschkulissen aus sämtlichen Teilen der Welt.

4. Robyn – Body Talk

Häppchenweise gab es ja das Album während dem Jahr schon mit den 3 Body Talk EP’s zu hören. Hier ist das beste zusammengefasst, ja teilweise sogar in neuen Versionen zu hören.  Schon erstaunlich wie sich „Popintelektuelle“ wie auch Bravo Leser sich auf die Schwedin einigen können.  Bei solch einer Hitdichte kein Wunder. Bitte mehr davon.

5. Tocotronic – Schall und Wahn

Auch auf ihrem nunmehr neunten Album enttäuschen dir drei Hamburger nicht im Geringsten. Intelligente, teilweise sarkastische Texte verpackt in Gitarren Marke „Daydream Nation“. Eure Liebe tötet mich.

6. Sophie Hunger – 1983

Sophie Hunger ist derzeit die einzige Schweizer Musikerin (auch bei den Männern tut sich da ja nix dergleichen) die internationales Format hat. Mal eingesungen auf Deutsch, mal auf Französisch, mal auf Englisch und natürlich auch auf Schweizerdeutsch. Auf 1983 entfernte sie sich von der  typischen Singer/Songwriter Schublade der Vorgängeralben in Richtung Bandformat.

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Arcade Fire – The Suburbs (2010; The Suburbs)

Spike Jonze hat die Vorstädte der USA verfilmt.  Sehr schön, wie ich finde.

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