Category Archives: Nonsense

Edwyn Collins – A Girl Like You (1994; Gorgeous George)

IMG_0793.jpgScotlands for me. Ich darf zur Zeit mehr oder weniger geschäftlich ein paar Tage in Edinburgh verbringen. Was für eine pittoreske Stadt. Wow! Dieser nette Eindruck wird durch das seit Tagen anhaltende, ziemlich angenehm-sonnige Wetter (aktuell 20 Grad) nur noch verstärkt und entsprechend sitzen die sonst eher regenverwöhnten Schotten gutgelaunt und mit hochroten Köpfen draussen in den Parks und trinken das was ihnen am besten schmeckt, nämlich Bier. Ich durfte auch schon ein wenig davon kosten, begab mich dafür aber klassisch in ein Pub. Dazu lecker Fish und Chips sowie, nebst vielen anderen britischen Gassenhauern aus vergangener Zeit, A Girl Like you von Edwyn Collins vom Plattenteller. Besser gehts kaum noch. #LustforLife

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Power Trip – Ruination (2017; Nightmare Logic)

Huch, 2 Wochen ohne Posting. Dabei wäre doch einiges zu berichten gewesen. Kurzes Round-Up also. Am meisten erschütterten mich die Nachrichten rund um Ryan Adams. Natürlich durfte man im Zuge von #MeToo hoffen, dass die alten perversen Säcke (Bowie, Jagger, Richards etc) der Rockmusik – genauso wie die Jungen – endlich an den Pranger gestellt werden.  Aber Ryan Adams? Ein Spinner gewiss, doch dass der nun in R. Kelly’s Fussstapfen tretten soll, kann ich immer noch nicht ganz fassen.  Was kommt wohl als nächstes? Und überhaupt: darf man nun noch ohne schlechtes Gewissen Summer of 69 hören? Oder die Überplatte Heartbreaker? Und was wird nun aus meinem Ryan Adams-Fan Shirt?  Letzteres ist immerhin eines der wenigen Shirts mit Aufdruck das ich wirklich oft und gerne trage. Fragen über Fragen.  Immerhin hab ich in Sachen Fantum in der Zwischenzeit adäquaten Ersatz gefunden.  Ryan Adams ist übrigens ja bekannt dafür, dass er auf heftigen Metal steht und unter anderem grosser Fan der texanischen Crossover-Trasher Power Trip ist.  Jetzt, wo der Winter wohl schon wieder vorbei ist, “e gäbigi Sach” und so entstaubte ich zu Hause mal wieder ein paar alte Metal-Klassiker. Slayer‘s Reign in Blood, welches übrgens Kind 1 sehr zu gefallen scheint, lief auf Dauerrotation. Genau so Sepultura‘s Arise. Auch ohne sportlich mit dem Kopf zu nicken, macht das Hören ziemlich Spass. Auch weil die Platten halt einfach nur endlos geil sind. Und da passt dann eben auch das neuzeitliche Nightmare Logic von Power Trip gut dazwischen. Nicer Oldschool-Trashmetal, der angenehm an alte Helden der 80-er Jahre erinnert. Ein muss für jeden, der es laut und heftig mag. Ich hörs derzeit ja am liebsten in der Muckibude.  Sport dann auch weiteres Stichwort. Ich wollte vor kurzem mal wieder mein Lieblingshemd anziehen. Spannte dummerweise am Ranzen. Bin dann in den letzten Monaten wohl doch zuviel meiner anderen Lieblingsbeschäftigung, dem Weizenbier-Trinken, nachgegangen. Immerhin weiss ich nun, was nebst viel Power Trip-Hören zu tun ist…..

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David Sylvian – Backwaters (1984; Brilliant Trees)

Der Tag war noch ziemlich jungfräulich, als heute Morgen beim ersten Kaffee der gute alte David Sylvian für das passende Ambiente zum Sonnenaufgang sorgen durfte. Backwaters, was für ein wundervoller Song von einem ebenso wundervollen Album. Der Leser mag sich nun fragen, warum der Schreiberling um diese Zeit schon aktiv war. Es muss wohl an der im fortschreitenden Alter nicht untypischen senilen Bettflucht liegen, anders kann ich mir das bei bestem Willen auch nicht erklären.

Apropos erklären:  #wirwerdendannhaltimJahr2022Weltmeister. Verdiente Niederlage im Achtelfinale gegen ein äusserst bescheidenes Schweden. Aber wer so ideenlos und vor allem ohne Herz kickt, der hat an einer Endrunde eigentlich nix verloren.  Ukraine, Polen und nun Schweden, so viel Losglück hat ja im Normallfall nicht mal die Mannschaft. Und wer an solch mediokren Mannschaften scheitert ist selber nicht mehr als ähm medioker. Dafür ist nun wieder etwas mehr Zeit für die Konsumation von Musik vorhanden. Ich wollte mich ja schon immer mit dem Schaffen von David Sylvian nach 1999 befassen. Mit der aktuell stramm fortschreitenden Reduzierung der Fussballspiele im TV eigentlich eine ganz lösbare Aufgabe.  Eigentlich….

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#Zombie

Zombie, auch eine DER Hymnen meiner verzweifelten und orientierungslosen Teenagerjahre. Aber keine Angst, ich erspar euch meine Gesangeskünste. Versprochen. “Hebs guet!”,  Dolores O’ Riordan.

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Ween – I Hate The Smiths

Bald bricht hier auf dem Kanal wieder die schöne Zeit der Listen an. Eins vorneweg, die Jahrescharts werden auch dieses Jahr sehr überraschend ausfallen. Also, dran bleiben! Weniger überraschend ist die Ernennung zum Vollidioten des Jahres, zumindest aus popkultureller Sicht. Mit sehr grossem Vorsprung macht der ehemalige Smiths-Chefbrüeli aka supereitle Tofudiva Steven Patrick Morrissey das Rennen. Aussagen, wie im berühmt berüchtigten Spiegel Interview zeugen von unglaublicher Dummheit und Ignoranz. Doof, für den grenzdebilen Herrn Morrissey,  dass die pflichtbewusste Spiegeljournalistin, so wie es wohl auch im Handbuch von ISO 90001 festgehalten ist, alles akustisch mitgeschnitten hat. Für die nicht Eingeweihten: anhören kann man das hier. Eine ziemliche Dorfnelke, dieser Vollhorst, nicht wahr? Trotzdem, herzliche Gratulation.

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Dirk von Lowtzow – I Want A Dog (2017)

Lieber Herr von Lowtzow,  das DJ Pult für den 27. Oktober steht für Sie und Ihre musikalischen Lieblinge bereit. Für schwierige Entscheidungen während Ihres Sets wird genügend Craft Beer kalt gestellt sein. Natürlich kann ich auch noch ein  paar Büchsen Tuborg oder Faxe auftreiben und für die ganz heiklen Entscheidungen mixt der Barkeeper sicherlich den einen oder anderen Negroni oder sonstigen Muntermacher Ihrer Wahl. Und wenn nun noch der eine oder andere Pet Shop Boys-Klassiker gespielt würde, könnte man wohl getrost von einem mehr als gelungenen Übertritt in die sogenannte schwierige Mitte des Lebens sprechen. Wann darf ich Sie also am Zürcher Flughafen abholen?

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Tom Petty & The Heartbreakers – Asshole (1996; OST She’s The One)

Mit Tom Petty ist vor Kurzem ein weiterer Grosser der Gitarrenmusik von uns gegangen. Ein Umstand, an den man sich in den nächsten Jahren leider noch daran gewöhnen wird. Werden die grossen Helden der sogenannten handgemachten Musik, genauso wie der Normalsterbliche nicht jünger. Anyway. Bei einer der mittlerweile doch raren Internet-Surfsessions in der Mittagspause bin ich auf diese schöne Tom Petty-Coverversion eines meines liebsten Beck-Songs überhaupt gestossen.  Da fragt man sich nun, ob Beck Tom Petty oder Tom Petty Beck ist. Die Antwort weiss wohl nur die ehrenwerte Scientology.

Zum Vergleich:

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Vasco Rossi – Bollicine (1983; Bollicine)

In reichlich Öl angebratene und dann zu Salat verarbeitete Zucchini mag zwar sehr lecker schmecken, doch die nachts darauf folgenden Träume waren dann schon ziemlich wirr. Wucherndes Achselhaar, verschwitzte T-Shirts, ein Baby mit zwei Gesichtern sowie Schwimmen in einem mit riesigen Steinen übersäten, aber kaum mit Wasser gefüllten Kanal sind nur ein paar Stichworte. Dazu kam dann anderntags noch die durch meine derzeitigen, von der Galle, wegen wohl allzu fettigem Essen, hervorgerufene Übelkeit. Dies zur derzeitigen Befindlichkeit. Vielleicht liegt das Ganze auch nur am Hoffen und Bangen auf den allfälligen neuen Job. Der wurde mir nämlich mehr oder weniger aus dem Nichts angeboten und wäre so richtig super. Interne Prozesse, was das auch immer heissen mag, verzögern jedoch eine allfällige Vertragsunterzeichnung und somit sitz ich wohl noch ein paar Tage auf heissen Kohlen. Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: Ich werde mich ab Anfang Mai um die kleine Prinzessin zu Hause kümmern. Eine Aufgabe, auf die ich mich schon sehr freue – ich kann dann unter anderem schon am Morgen Bier trinken und anschliessend meine Nachbarn mit übelstem Black Metal aus dem Bett werfen. Damit ich der kleinen Dame aber nicht vollends auf den Keks gehe, wird meinerseits derzeit noch nach einer passenden 30-50% Beschäftigung gesucht. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, aber wer weiss, vielleicht klappt es ja mit der anderen Stelle noch. Daumendrücken erlaubt! Und wenn jemand einen Job zu vergeben hat oder was weiss, darf er oder sie sich gerne an mich wenden. Kontaktdetails unter dem Reiter Über Call Me Appetite.

Der Song des Tages hat mit dem obig erwähnte alles nix zu tun. Ist einfach ein gutes Stück Musik, dass beim Anhören, die eine oder andere angehnehme Erinnerung an einen der zahlreichen Familienurlaube an der italienischen Riviera weckt. Viel Spass.

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Tocotronic – Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk (1995; Digital ist Besser)

Meine neue Leidenschaft wird wohl einigen rätselhaft sein, doch die Qualen vom Dienstag haben sich gelohnt. Zwar sind die Schweizer Fussballspiele, 4K-Technologie und 55 Zoll-TV hin oder her,  weiterhin übelste Grottenkicks (Basel – GC am Mittwoch), doch kann ich mir nun dank einer integrierten Youtube-App, übrigens nur eine von vielen, wochenlang bequem vom Sofa aus meine liebsten Tocotronic Clips in bester Bildqualität auf einer Riesenmattscheibe rauf und runter anschauen. Jetzt schon mal ein Sorry an Missmodernage, aber du wolltest den ja auch.  Als erstes dann den Uraltklassiker Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk au dem neuen Spielzeug angetestet. Es hat sich ja nicht nur im technischen Bereich seit 1995 einiges verändert, sondern auch musikalisch bei Tocotronic und natürlich, bei einem selber. Mir wurde beim Anschauen dieses Clips einmal mehr bewusst, wie schnell doch die Zeit vergeht. Die leicht melancholisch gefärbten Erinnerungen an komische Scheitelfrisuren sowie die in überteuerten Second-Hand-Shops mit Jagen nach Trainingsjacken und Cordhosen verbrachten Samstagnachmittage sind ja noch immer so präsent, als wären sie erst letzten Sommer gewesen und irgendwie wird man dabei, ob man will oder nicht, auch immer mal wieder mit der Vergänglichkeit des (eigenen) Lebens  konfrontiert. So muss das wohl sein, wenn Vati und Mutti mit Tränen in den Augen Engelbert, Heino  und Udo Jürgens hören. Tocotronic, der Schlager meiner Generation. Midlife Crisis ahoi?!

 

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Sophie Hunger – It’s Alright Ma, I’m Only Bleeding (2016)

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Gestern habe ich mir (resp. uns) spontan einen neuen 55 Zoll Fernseher gegönnt. Den ersten seit 12 Jahren. Top Notch mit allem drum und dran. Schon krass, was da heute so auf dem Markt rumschwirrt. Die EM und die vielen Heimkinoerlebnisse dürfen also kommen. Regenwetter mir nun egal. Der Nachhauseweg wurde mit dem öffentlichen Verkehr in Angriff genommen. Eine dumme Idee. Die riesige Verpackung stellte sich mit jedem Meter als schwerer und ungemütlicher als vermutet heraus und die untrainierten Arme schmerzten irgendwann ziemlich. Glücklicherweise half ein junger Mann (fern bekannt aus dem örtlichen COS) mir bis zur Bushaltestelle. Der Busfahrer fuhr dann, in Zürich usus, wie ein Henker durch den Abendverkehr, und das Ding drohte mehrmals zu kippen. Kurz vor dem Zuhause, bergaufwärts und schwitzend am pausieren, noch auf Frau Nachbarin getroffen, die mir mit dem Ding dann noch die letzten Meter inkl. Treppen hoch half. Ich bin mir sicher, sie hat das Angebot im Nachhinein ziemlich bereut. Trotz der Hilfe sind meine Unterarme heute übersäht mit blauen Flecken. Man könnte meinen, ich hätte mich nächtelang irgendwelchen halblegalen Fesselspielen hingegeben und somit verzichtete ich heute, dummer Fragen wegen, auf das Tragen von Kurzarmshirts.

Was das alles mit Sophie Hunger zu tun hat?  Vermutlich nichts. Ihr kürzlich aufgenommen Version vom Dylan-Klassiker ist jedoch ziemlich hörenswert und somit hier auf Call Me Appetite genau am richtigen Ort. Eines ist sowieso sicher: Dylan covern ist die bessere Sache, als mit einem 55-Zoll-Fernseher (und sonstigem Gepäck) mehr oder weniger alleine durch die Stadt zu irren.

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