Category Archives: Irgendwas

Franco Battiato – Summer On A Solitary Beach (1981; La Voce Del Padrone)

Heroischer Kampf der Ösis gestern im EM Achtelfinale gegen das scheinbar übermächtige Italien. Geiles Spiel jedenfalls. Der Big Shout geht aber trotzdem an einen Italiener. Gianluigi Donnarumma, Keeper der Azzurri, der mit einer Wahnsinnsparade einen Ösi-Strich in der Overtime mirakulös entschärft. Meine Fresse, war das geil. Gianluigi, der Negroni heute geht auf Dich. Und dann auch gleich einen auf Franco Battiato. Der verstarb, wie ich erste heute gelesen habe, vor einem Monat. Mit La Voce del Padrone hat er vor nunmehr 40 Jahren einer der besten Italo-Alben überhaupt veröffentlicht. Und wenn schon kein Italien Urlaub dieses Jahr, ein wenig Solitary Beach im Sommer-Wohnzimmer schadet nie. Klassiker.

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The Cure – Charlotte Sometimes (1986; Standing on the Beach)

Wir zügeln! Auch wenn das schier endlose Spiel mit dem Zügelkisten packen zu einem elenden “Chrampf” verkommt, freut man sich doch, dass der Tag X mit dem Einzug in die neuen vier und ein paar mehr Wände mehr naht. Konkret noch 3 mal schlafen und dann heisst es neue Wohnung, neues Glück. Bis dahin gibts noch zu tun. Und damit es auch vorangeht, müssen die Kinder anständig beschäftigt werden. Zum Beispiel mit Papi’s Fotokisten entstauben und sortieren. Natürlich tauchen da so Fragen auf, wieso Papi nicht mehr so schönes langes und vor allem volles Haar wie früher hat. Ähm ja, immerhin hat er noch Haare. Oder nach Namen von Menschen mit denen ich mich irgendwo mal vor rund 25 Jahren hab ablichten lassen. 25 Jahre, ein lange Zeit, wieso sollte ich all das noch wissen? Sehr schön die Fotos vom ziemlich chaotischen Inter-Rail Trip im Jahre 98 der nach gut 3 Wochen auf Mykonos endete. Hach, waren das Zeiten. Und so schwelge ich jetzt in einer kleinen Packpause zur wohl besten Platte aller Zeiten – zumindest war sie es damals im Sommer 1998 – in den zahlreichen Erinnerungen von eben diesem Sommer, der uns via Ligurien, Venedig, Rom, Capri, Neapel nach Athen und auf diverse Inseln in Griechenland brachte. Was wohl aus Tobi und Marc, meinen Begleitern von damals, wurde?

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Masha Qrella – Märchen (2021; Woanders)

Der Vertonung von Gedichten stehe ich eigentlich eher skeptisch gegenüber. Und dann noch von Thomas Brasch. Also nicht, dass ich den schlecht finden würde, ich kannte ihn bis vor Kurzem überhaupt nicht. Wären da also nicht noch die eine oder andere ziemlich ansprechende Rezension über Woanders in den Medien meines Vertrauens erschienen, ich hätte dem neuen Album von Masha Qrella wohl null Chancen gegeben. Nun, mittlerweile ist mir Thomas Brasch ein Begriff. Seine gesammelten Werke stehen mittlerweile in meiner kleinen aber feinen Bibliothek genauso wie dieses wunderbare Werk von Masha Qrella, ihrem ersten deutschsprachigen überhaupt. Die Texte, manchmal auch nur Fragmente, passen hervorragend zur den meist geisterhaft-träumerischen Klängen. Es gibt aber zwischendurch auch die Songs, etwa Maschinen, vorgetragen im Duett mit dem Ja PanikSpechtl , die auf pumpenden Housebeats basieren und bestens in die dunkle Clubnacht passen würden. Der Grundtenor bleibt jedoch ruhig und melancholisch, wie das im Duett mit Thomas Brasch’s Schwester Marion vorgetragene Märchen. Woanders ist für mich die bisherige Überraschung 2021 schlechthin und die 17 Songs bei 68 Spielminuten sind keine Sekunde langweilig oder unnötig. Anders gesagt, all Killer no Filler oder nochmals anders ausgedrückt: absolutetste Kaufempfehlung.

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Zucchero – Indaco Dagli Occhi Del Cielo (2004; Zu & Co)

So nach einem nachmittäglichen Negroni auf dem heimischen Balkon steigt die Laune gewaltig und man hört den alten Süffel lauthals die Mitmenschen mit Baila Morena nerven. Ich hab ja Verständnis dafür, dass man den Titel nicht mehr hören mag – ich mochte ihn bis vor kurzem übrigens überhaupt nicht, aber der Alkohol… – und so hab ich dann das heimische Stereosystem auf diese wundervolle auf Italienisch eingespielte Coverversion umprogrammiert. Wer kennt das Original?

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The Weather Station – Parking Lot (2021; Ignorance)

Nach der Russenpeitsche hält nun der Frühling Einzug. Aber hey, man soll sich noch nicht zu früh freuen. Eisheilige, Schafskälte, you name it werden mit Bestimmtheit noch ordentlich wüten und eine professionelle Reinigung meiner Wintermäntel – nach dem Mottendesaster von vor ein paar Jahren nun ein Muss – darf somit noch ein wenig warten. Das zur Lage der Nation, die sich seit einem Jahr Corona auch kaum ändert.
Nun aber zurück zum Wichtigen hier im Blog, nämlich der neuen bezaubernden Scheibe von The Weather Station, die sich seit Release Ende Januar in der endlosen Endlosschleife befindet. Denn: So gut ist das! Der Weg führt von den folkigen Roots früherer Jahre sanft weg in Richtung Pop, der auch mal pompös synthetisch oder mit wilden Jazzeinlagen daher kommen kann. Ich jedenfalls kann nicht genug davon kriegen und möchte diese Scheibe in einem bislang sowieso tollen Release-Jahr – dazu dann die nächsten Tage noch mehr – jedem ans Herz legen.

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Flaming Lips – Dinosaurs on the Mountain (2020; American Dream)

Russenpeitsche, Lockdown und damit verbundene Personenbegrenzungen. Das Leben ist im Moment für viele nicht einfach. Schön gibt es da die skurril verdrogte Welt von Wayne Coyne und seinen Flaming Lips. American Head, ich muss es nun doch noch zugeben, ist ein verdammtes Meisterwerk. Ich weiss auch nicht welcher Teufel mich da letzten Herbst geritten hat und ich das Album nach zwei mickrigen Durchgängen wieder beiseite gelegt habe. Bis gestern! Sehr dumm, denn American Head ist ein wundervolles Märchen-LSD Abenteuer das sich in der umfangreichen Discographie der Lips gleich nach dem Überwerk Soft Bulletin einreiht. Aber bitte hören Sie selbst.

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#2020 – The Year In My Ear – Platz 3

Bon Jovi – 2020

2020 war nicht nur Corona. Insbesondere in den US of A war (und ist) die Lage politisch sehr angespannt. Die Zerrissenheit der amerikanischen Gesellschaft ist auch an Jon nicht spurlos vorbeigegangen und so hat er zusammen mit seiner Mannschaft darüber ein wirklich hörenswertes Album geschrieben. Passend mit dem Titel 2020 ist es auch gleich der beste Longplayer der Band seit These Days.

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#2020 – The Year In My Ear – Platz 5

Spirit Fest – Mirage Mirage

Dank COVID 19 gabs im vergangenen Jahr keinen traditionellen Ausflug in meine Lieblingsstadt München. In den letzten 3 Jahren wurde der Ausflug jeweils in die Vorweihnachtszeit gelegt. Nicht wegen Glühwein und Wurst am Christkindlmarkt, nein, ich besuchte jeweils die von den Acher-Brüdern (The Notwist) kuratierte Alien Disko. Mit am Start waren auch immer Saya und Takashi von den mir ebenso sehr geschätzten Tenniscoats. Aber eben, der Sauhund 2020 wollte nicht so recht. Immerhin gab es Ersatzbefriedigung in Form einer neuen Platte von Spirit Fest, einer Indie Supergroup bestehend aus Saya und Takashi Ueno, Markus Acher, Cico Beck (Aloa Input, The Notwist) und Mat Fowler (Jam Money, Bons). Feinster Avant-Pop.

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#2020 – The Year In My Ear – Plätze 10-6

10. Fontaines DC – A Hero’s Death

9. The Strokes – The New Abnormal

8. Pearl Jam – Gigaton

6. The No Ones – The Great Lost No Ones Album

5, King Krule – Man Alive

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#2020 – The Year In My Ear – Plätze 20-16

Traditionen sollen trotz COVID aufrechterhalten werden! Zumindest Online. Somit ist ab heute für die nächsten Tage Listenzeit. Meine 20 liebsten Lieblingsalben des Jahres. Here we go:

20. Bob Mould – Blue Hearts

19. Thurston Moore – By The Fire

18. Haim – Women in Music Part III

17. Avalanches – We Will Always Love You

16. Turbostaat – Uthlande

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